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Tourismus im Tessin Italianità, aber mit Sicherheit

Das vergangene besuchsreiche Pfingstwochenende lässt die Tessiner Hoteliers auf einen starken Sommer hoffen.

Das Tessin wurde wegen der Nähe zu Italien am stärksten von der Corona-Krise getroffen. An Ostern noch sollten Deutschschweizer zu Hause bleiben. Mittlerweile aber tickt das Tessin wie der Rest der Schweiz, wenn es um Öffnungen geht. Gäste aus dem Norden sind wieder willkommen. Und sie kommen in Scharen.

«Menschen vergessen leider schnell»

Wie schon an Auffahrt zog es auch über die Pfingstfeiertage viele aus der Deutschschweiz vor allem ins Locarnese. Roberto Bacciarini, Gemeindepräsident der Gemeinde Lavertezzo, spricht von Bildern, wie er sie sonst aus den Sommerferien kennt. «Es kamen viele Touristen, es kamen viele Tessiner und auch viele Deutschschweizer.»

Natürlich freue er sich darüber, dass die Deutschschweizer dem Tessin treu geblieben sind. Aber seine Freude ist auch getrübt. «Wir können zufrieden sein, wenn die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.»

Kaum jemand trägt Masken. Die Deutschschweizer sind dafür weniger sensibilisiert.
Autor: Roberto BacciariniGemeindepräsident von Lavertezzo

Leider sei das nicht immer der Fall, stellt Bacciarini klar. «Die Abstandsregeln werden nicht eingehalten, kaum jemand trägt Masken. Die Deutschschweizer sind dafür weniger sensibilisiert. Aber ich muss klar auch sagen, viele Tessinerinnen und Tessiner halten sich ebenso wenig an die Regeln. Die Menschen vergessen leider schnell.»

Zu rund 70 Prozent ausgelastet

Aus Sicht des Tessiner Tourismusdirektor Angelo Trotta waren diese Feiertage aber ein grosser Erfolg. «Wir waren sehr überrascht, dass so viele Leute gekommen sind. Das ist positiv», sagt er und rechnet vor, dass die Hotels zu rund 70 Prozent ausgelastet gewesen seien.

Das sei eine gute Ausgangslage für einen starken Sommer. Dass dann auch die Grenzen nach Frankreich und auch Italien wieder offen sein werden, trübt seinen Optimismus nicht. «Wir hoffen, dass wir trotzdem einen guten Sommer haben werden. Wir können unsere Wettbewerbsvorteile ja nicht auf geschlossenen Grenzen aufbauen», so Trotta weiter.

Der Tessiner Tourismusdirektor glaubt, das Tessin werde diesen Sommer davon profitieren, dass viele Menschen Angst haben, nach Italien zu reisen. Das Tessin werde sich als sauberer und sicherer Ort positionieren, der dennoch Italianità verspricht.

SRF 4 News, Heute Morgen, 2. Juni 2020, 06:00 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Angela Nussbaumer  (Angela N.)
    Unter Einhaltung der Vorsichtsmassnahmen werde ich demnächst auch wieder ins Locarnese fahren. Es geht mir auch darum, die einheimische Tourismusbranche zu unterstützen, nebst den kulturellen, kulinarischen, landschaftlichen Reizen. Wir werden eh nie mehr einfach so leben können, wie vor COVID19. Ein bisschen russisches Roulette werden wir immer mitspielen müssen. Zumal es noch immer zu viele Leute gibt, die sich einfach nicht an die Regeln halten (wollen?). Dort liegt für mich das Problem.
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  • Kommentar von Hanspeter Zaugg  (rägetag)
    Ferien was ist dass!?
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  • Kommentar von Hans Peter  (HPet)
    Und ich sehe die Preise bereits exponentiell steigend. Da die Swiss mein Feriengeld immer noch schön bei sich behält werde ich bestimmt nicht riskieren noch einmal eine vorzeitige Buchung durchzuführen...
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