Zum Inhalt springen

Header

Audio
SBB: Velo-Reservationspflicht nur am Wochenende
Aus Espresso vom 01.03.2021.
abspielen. Laufzeit 03:58 Minuten.
Inhalt

Velos in Zügen Reservationspflicht: Velo-Allianz wehrt sich gegen Pläne der SBB

  • Die von der SBB ab dem 21. März 2021 geplante Reservationspflicht für den Veloverlad in Intercity-Zügen stösst auf Kritik.
  • 13 Organisationen wehren sich dagegen.
  • Durch die Reservationspflicht werde die Velomitnahme komplizierter und teurer, teilte die Allianz Petition Velo mit.

Die Reservation für Velos kostet zwei Franken auf allen Intercity-Zügen von Freitag bis Sonntag, wie die SBB mitteilte. Bisher kostete eine Reservation fünf Franken, war aber nicht obligatorisch. Im Regionalverkehr sowie in den Interregio-Zügen können Velos ohne Reservation mit einem gültigen Velo-Billett transportiert werden.

Laut der Allianz soll die SBB dafür sorgen, dass auf den beliebten Strecken des Freizeitverkehrs an den Wochenenden mit geeignetem Rollmaterial und Entlastungszügen genügend Platz für die Velos geschaffen wird. Die Kombination von Velo und Zug sei umwelt- und klimapolitisch erwünscht und vom Parlament gefordert, so die Allianz, der Organisationen wie Pro Velo und VCS angehören.

«Schritte gehen in falsche Richtung»

Sie begrüsse zwar, dass die SBB für die ferne Zukunft verspräche, in den IC-Zügen mehr Platz für Fahrräder zu schaffen, das Ticketing zu vereinfachen und die Reservationsgebühr zu kompensieren. Doch die heute von der SBB kommunizierten Schritte gingen in die falsche Richtung, teilt die Allianz mit.

In einer Petition fordern die Organisationen unter anderem die Aufhebung der Reservationspflicht und mehr Platz für die Mitnahme von Velos, Kinderwagen, Sportgeräten und Gepäckstücken. Zudem sollen die Bedürfnisse der Velofahrer bei der SBB stärker miteinbezogen werden.

Kapazitätsengpässe während Corona-Pandemie

Die SBB begründet die Reservationspflicht mit Planungssicherheit. Die Nachfrage nach Reisen mit Velos sei in der Schweiz aufgrund der Coronakrise stark gestiegen. So wurden etwa vergangenen Juni rund 80'000 Velotageskarten verkauft, was einer Zunahme von rund 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Deswegen sei es teilweise zu Kapazitätsengpässen und unzufriedenen Kundinnen und Kunden gekommen, die nicht wie geplant reisen konnten, so die Bundesbahnen. Die Reservation habe zum Ziel, «ein verlässlicheres Angebot bei der Planung und der Reservation anzubieten».

Zudem erhöht die SBB die Kapazitäten für den Veloselbstverlad auf den wichtigen Linien des Freizeitverkehrs. Dazu gehören die Strecken von Bern nach Brig und von Zürich nach Chur sowie ins Tessin, nach Interlaken und am Jurasüdfuss. Die Kapazitäten sollen «wenn immer möglich auf bis das Dreifache» erhöht werden. Zudem werde geprüft, mit welchen technischen Massnahmen langfristig mehr Veloplätze geschaffen werden können. Kurzfristig seien nur kleine Anpassungen beim Rollmaterial möglich, so die SBB.

Espresso, 23.2.2021, 8:13 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

16 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Christian Seiler  (Christer)
    Mein Velo reisst als Handgepäck ohne Reservation und ohne Billet in Velosack.
  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Die SBB sollte besser schleunigst die alten Einheitswagen 4 ausmustern. Diese sind für das heutige Gepäck- und Passagieraufkommen nicht mehr brauchbar. Bald haben wir wieder unzählige Touristen, die ihre Koffern in den veralteten EW4 nirgends platzieren könne, weil kein Platz. Auch für die Velos und Kinderwägen sind diese veralteten Schrottwagen ein riesen Problem. Von der Türproblematik ganz zu schweigen.
  • Kommentar von Ringo Noki  (Rinok)
    Das Ergebnis der Reservationspflicht für Velos am Wochenende als Massnahme gegen überfüllte Züge dürfte sein, dass noch mehr Freizeitreisende als ohnehin schon bereits am Freitag um 17h zur Pendlerzeit in die ohnehin schon übervollen Züge drängen. Und eine Stunde später in weniger vollen Zügen zu reisen wäre ja unzumutbar, lieber so früh wie möglich ins Gedränge.