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Geltende Hygiene-Massnahmen bleiben wichtig
Aus Tagesschau vom 27.02.2021.
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Verhalten in der Pandemie Persönliches Verhalten ist am Wichtigsten

Nach einem Jahr Corona stellt sich die Frage nach dem nötigen psychologischen Motivationsschub für jeden einzelnen.

Händewaschen, Abstand halten, Maske tragen und möglichst wenig Menschen treffen. Alle diese Regeln gelten noch immer, und werden mit den ersten Lockerungen noch wichtiger.

«In der Wissenschaft ist man sich zurzeit unsicher, wie die Bevölkerung diese Massnahmen in Zukunft einhält und umsetzt. Das macht es schwierig vorauszusagen, wie sich die Epidemie entwickelt», sagte Martin Ackermann, Präsident der Covid-19 Wissenschafts-Taskforce am Freitag.

Es braucht einen Motivationsschub

Wie wichtig ist also das Verhalten für die Covid-19-Bekämpfung? Sehr wichtig, sagt Gesundheitspsychologin Urte Scholz von der Universität Zürich. «Rein hypothetisch gesehen, wenn alle sich an die Verhaltensempfehlungen halten würden, dann hätten wir keine Pandemie mehr.»

Was es jetzt brauche, seien klare und einheitliche Botschaften und vor allem einen Motivationsschub, sagt Scholz: «Es gibt sicherlich verschiedenen Stellschrauben, an denen man psychologisch gesehen, drehen könnte. Wichtig wäre, dass man betont, welche Vorteile das hat. Wir haben viele Entbehrungen und sind alle derzeit eingeschränkt. Aber ein grosser Vorteil wäre ja, wenn wir uns jetzt alle daran halten, dass wir belohnt werden mit weiteren Lockerungen.»

Klare Führung und Vorgaben

Die Chancen, dass die Massnahmen weiterhin eingehalten werden, stehen nicht schlecht. Gemäss Umfragen befürworten noch immer 80 Prozent der Bevölkerung die strengen Massnahmen. Damit das so bleibe, brauche es eine klare Führung, vor allem vom Bundesrat, sagt Michael Hermann, Leiter der Forschungsstelle Sotomo an der Universität Zürich:

«Am meisten Vertrauen eingebüsst hat der Bundesrat, als er im letzten Herbst die Zügel hat schleifen lassen. Es braucht eine gewisse Konstanz, dass man nicht alle paar Wochen das Gegenteil sagt.»

Für Hermann wäre auch nötig, dass man Massnahmen überdenkt, die zu viel kosten, auch psychologisch im Vergleich zum Nutzen. Wichtig sei, dass man eine «klare langfristige Perspektive hat und nicht kurzfristig herumspringt».

Auch wenn erste Lockerungsschritte im März anstehen – die geltenden Verhaltensregeln und Kontakteinschränkungen werden noch eine Zeit lang bleiben.

Tagesschau, 27.02.2021; 19:30 Uhr;

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89 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Grisiger  (Peter1)
    Da gibt es Menschen die kümmern sich nicht um Ihre Gesundheit.
    Sie haben Lungenprobleme und Rauchen weiter.
    Sie haben Probleme dank Ihres massiven Übergewichtes.
    Die Spitäler behandeln die Symptome und die Krankenkassen bezahlen.

    Die Spitäler und Krankenkassen müssten Leuten den Leuten sagen Stopp,
    so geht es nicht weiter, Ihr müsst eure Leben ändern.
    Genau diese Spitäler machen den Umsatz mit diesen Leuten.
    Es sind fliessende Geldquellen.
    Corona setzt nun da ein Zeichen.
  • Kommentar von Werner Stauffacher  (Der Freiheitliche)
    Man muss heutzutage schon froh sein, wenn am Morgen frei entschieden werden darf, welche Kleider man anzieht. Das aller Schärfste ist die Bemerkung der deutschen Professorin, welche eine Lockerung der Massnahmen als Belohnung bezeichnet (wenn Du den Kopf freiwillig hinhältst, dann bekommst Du eine Ohrfeige weniger). Da kann man schon erahnen, welche Konsequenzen eine Annäherung an die EU haben wird. Unglaublich!!
    1. Antwort von Katharina Bleuer  (Blk)
      Nach nächstem Sonntag vielleicht noch mehr.
    2. Antwort von Rainer Fauser  (Rainer Fauser)
      Das nennt man Volkserziehung - "Lockerung" ist ein Begriff aus der Strafgefangenenhaltung.
  • Kommentar von Rochus Schmid  (Rochus Schmid)
    Es ist ein kollektiver Wahn. Bei mir ist er nicht angekommen. Es ist höchst fahrlässig sich nur auf ein Thema zu fokussieren und auszublenden was unterdessen alles bachab geht. Ich habe nie etwas „befolgt“ und wenn mit Bussen und Entlassungen (Lehrer) versucht wird „Wohlverhalten“ zu erzwingen löst das in mir erst recht Widerstand aus. Wir müssen unbedingt dem Epidemiengesetz die Zähne ziehen damit sich diese Katastrophe nicht widerholen kann.
    1. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Meine Hoffnung liegt auf der Wissenschaft. Obschon im Moment noch die Modelle und Hypothesen regieren, werden wir in einigen Jahren ungefähr einschätzen können, wie gefährlich Sars-CoV-2 tatsächlich gewesen ist. Wir werden unterscheiden können, inwiefern die Impfung zur Beruhigung der Lage führte, und inwiefern es an der Immunität nach Infektion liegen wird. Die Wissenschaft mag kurzfristig so anfällig für einflussreiche Interessen sein, wie jeder andere Bereich. Langfristig ist sie resistent.
    2. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Rochus Schmid: ich finde diesen Beitrag als Ganzes auch nicht erhellend. Am Wichtigsten scheint mir noch die Uebertitelung, nämlich: dass wir uns jetzt weiter an AHA halten sollten, besonders, wo jetzt doch vieles gelockert wird, die Lage fragil ist, die Impfungen ausstehend. Aber: eine Katastrophe kann ich nirgends entdecken. Wer aber ein neues Epidemien-Gesetz will, sollte sich hinsetzen und eine neue Initiative starten. Vorläufig hoffe ich auf etwas Vernunft und klare Köpfe im Parlament
    3. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Ps: Damit meine Aussage "wie gefährlich Sars-CoV-2 tatsächlich gewesen ist" nicht falsch verstanden wird: Imperial College London rechnete Mitte März mit einer bis über fünfundzwanzigfachen Überbelegung der englischen Intensivstationen, falls nichts unternommen würde. Das mag einem unwahrscheinlich vorkommen, ist aber einfach nachzulesen unter ,Report 9 Imperial College', Figure 2. Der Hauptautor Neil Ferguson bezeichnete im Herbst seine ursprünglichen Annahmen als zunehmend bestätigt (Youtube).
    4. Antwort von Katharina Bleuer  (Blk)
      Auch wenn sie sich danach wieder erholen: Angenommen, die Hälfte der Bevölkerung wird praktisch gleichzeitig krank.
      Was passiert mit unserer Grundversorgung?
      Was passiert mit den Infrastrukturen?
      Was passiert mit der Wirtschaft?

      Von diesen Kranken müssen 20% ins Spital. Dh. 1 Mio. Was macht das mit unseren Spitälern? Mit unseren KK? Den Prämien?
      Davon bleibt 1/4 chronisch krank. Dh. 1/4 Mio neue IV-Bezüger. Was macht das mit unseren Sozialwerken?
      Die schiere Menge ist das Problem!
    5. Antwort von Michael Meier  (Think!)
      @Marc Schlatter: Es gibt keine Wissenschaft sondern Wissenschaften. Somit tut es mir leid für Sie, da Sie sich eindimensional bewegen. Bedenklich wird es dann, wenn Sie das Imperial College zitieren, ohne den Zusammenhang zwischen Gesundheitsversorgung in dem jeweiligen Land sowie der Anzahl Toten pro Land zu verstehen. Übrigens: Haben Sie sich schon mal Gedanken über positiv getestet im Verhältnis zu wirklich krank, zu gestorbenen gemacht?
    6. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      @Bleuer, die Zahlen, die Sie angeben, sind bestenfalls sehr grobe Schätzungen wohl dessen, wie es im schlimmsten Fall hätte herauskommen können. Wir wissen ja noch nicht, wie weit und wie schnell sich das Virus weiterverbreiten kann. Erhebungen aus Island zeigten, dass 40% der Fälle symptomlos verlaufen. Weitere 40% mild (Ischgl). Dass zwanzig Prozent im Spital landen sollen, klingt wahnsinnig hoch gegriffen;in Quatar wurde eine severity rate von 0.2 % bei der arbeitenden Bevölkerung gemessen.
    7. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      @Bleuer (2) Long Covid wurde noch kaum systematisch erfasst; die Meldesysteme sind anfällig auf Verzerrungen. Was festgestellt werden konnte, ist, dass die Häufigkeit von Folgebeschwerden und ihre Schwere mit der Schwere der Erkrankung zunehmen. Von 250'000 Invaliden auszugehen, scheint mir masslos übertrieben. Woher sind Ihre Informationen?