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Fussball-Liga lehnt Corona-Geld des Bundes ab
Aus 10vor10 vom 29.07.2020.
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Verträge nicht unterzeichnet Fussball-Liga kritisiert Corona-Hilfspaket

Im Frühling hat der Bund den Fussballklubs in der Coronakrise ein Darlehen von 200 Millionen Franken angeboten. Die Verträge aber sind noch nicht unterzeichnet.

Maskenpflicht in allen Stadionbereichen, keine Gästefans und keine Stehplätze. Dieses Schutzkonzept für die nächste Saison hat die Swiss Football League am Mittwoch präsentiert. Damit sollen künftig mehr als 50 Prozent der Sitzplatzkapazitäten genutzt werden.

Aktuell sind gerade mal 1000 Fans zugelassen. Für die 20 Profiklubs in den zwei höchsten Spielklassen ist das zu wenig, um auf die Dauer finanziell zu überleben.

«Es fehlen 30 Prozent vom Gesamtumsatz»

FCZ-Präsident Ancillo Canepa, der Finanzchef der Swiss Football League, sagt, den Klubs seien in den letzten Wochen Dutzende Millionen Franken an Einnahmen entgangen. «Es fehlen 30 Prozent des Gesamtumsatzes.»

Bereits im Mai hatte der Bundesrat ein Hilfspaket von 200 Millionen Franken für die Fussball-Liga vorgestellt. Geflossen ist noch kein Geld. Bislang blieb es bei einer gemeinsamen Absichtserklärung, die Verträge sind noch immer nicht unterzeichnet.

Bund: «Da kann man nicht einfach daran schrauben»

Gegenüber SRF kritisiert FCZ-Präsident Canepa: «Die Konditionen, die definiert worden sind, sind unrealistisch.» Damit meint er vor allem die Solidarbürgschaft der Fussballliga: «Die Liga hat kein eigenes Vermögen. Und hier ginge es um den Gesamtkredit von 200 Millionen Franken.»

Canepa sagt, die Absichtserklärung sei ein erster Schritt gewesen, nun müsse man mit dem Bund nachverhandeln. «Ich befürchte, dass ein paar Leute, die sich mit der Angelegenheit befasst haben, nicht alles realisiert haben», sagt er.

Der Bund hält an den definierten Konditionen fest. Christoph Lauener, Kommunikationschef des Bundesamts für Sport sagt gegenüber SRF: «Das ist die Offerte des Bundes. Das ist vom Parlament bewilligt, da kann man nicht einfach daran schrauben, nur weil es dem einen oder anderen Verein nicht passt.»

10vor10, 29.7.2020, 21:50 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Kari Raeschter  (K. Raeschter)
    Vielleicht hätten sich die Clubs in guten Zeiten mal eine Reserve anlegen können, als andauernd Trainer auszuwechseln bei fortlaufendem Gehalt oder den Spielern überhöhte Saläre zu zahlen. Gilt übrigens für den ganzen Fussball in Europa. Dort hat der Sport - insbesondere Fussball - beim Geld Dimensionen angenommen, welche nicht mehr normal sind. Eigentlich müsste man dies völlig boykottieren, bis das Ganze auf normal bezahlbare Verhältnisse runter geschraubt wurde.
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  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    Es ist nicht nachvollziehbar. Kleinunternehmer lässt man Konkurs gehen, schreit niemand. Fussballclubs jammern. Woher die 200 Mio kommen, die fehlen, keine Ahnung. Zürich füllt sein Stadion knapp zu 40%, also kein Problem wenn Schutzkonzept á la Bundesliga da ist. Wenn man Basel und YB abzählt ist das Budget für die SL wohl wenig mehr als 200 Mio. Wenn überhaubt, und YB braucht kein Geld. Hier wird etwas aufgebauscht was so nicht stimmt. Sonst kürzt die Saläre, Fussball spielen ist ein Privileg
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  • Kommentar von Angela Nussbaumer  (Angela N.)
    Die Verhältnismässigkeit im Sport ist längst verloren gegangen. Was Vereine, Manager, Trainer, Spiele an Salären bezahlt kriegen, ist für mich absolut krank. In dieser Hinsicht finde ich es ganz heilsam, wenn ein anderer Wind weht.
    Und nun mögen mir die Fussballfans den Kopf abreissen ;-)
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