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Krankenkassen sollen transparenter kommunizieren.
Aus Espresso vom 18.11.2019.
abspielen. Laufzeit 03:55 Minuten.
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Verwirrende Prämienschnäppchen Bund fordert mehr Transparenz von Krankenkassen

Zwei «Espresso»-Hörer, ein Problem: Beide vergleichen im Internet Krankenkassenprämien, beide werden auf eine besonders günstige Versicherung aufmerksam, beide merken schnell: Dieses Prämienschnäppchen gibt es an ihrem Wohnort gar nicht. In beiden Fällen handelt es sich um ein Hausarztmodell, bei dem der nächstgelegene Hausarzt auf der Liste im Nachbarkanton wäre; Fahrdistanz rund 30 Minuten.

Ich erwarte, dass es in meiner Region zu jedem angebotenen Versicherungsprodukt auch ein entsprechendes medizinisches Angebot gibt.
Autor: Felix SchneuwlyKrankenkassenexperte Comparis

Beim Internetvergleichsdienst Comparis ist das Problem bekannt. Man erhalte immer wieder entsprechende Meldungen, sagt Krankenkassenexperte Felix Schneuwly. Er findet, es müsste zu jedem angebotenen Versicherungsprodukt auch einen entsprechenden Arzt in der Region geben. Andernfalls müsste das klar deklariert werden.

Allerdings: Das Gesetz schreibt nicht vor, wie weit entfernt ein Hausarzt maximal sein darf. Aus diesem Grund könne man die Krankenkassen auch nicht zu dieser Transparenz verpflichten, sagt Helga Portmann vom Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Transparenz auf freiwilliger Basis

Im Nachgang zum «Espresso»-Beitrag mit den tückischen Prämienschnäppchen konnten sich BAG und Comparis aber einigen: «Wir werden die Versicherer darauf hinweisen, dass mehr Transparenz zeigen sollen», sagt Helga Portmann.

Heisst: Sollte ein Versicherungsmodell angeboten werden, für welches aber keinen entsprechenden Hausarzt am Wohnort gibt, sollen das die Krankenkassen von sich aus offenlegen. Man werde das im nächsten Schreiben an die Krankenkassen im Frühling 2020 so vermerken. Felix Schneuwly von Comparis begrüsst diesen Entscheid.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Christophe Bühler  ((Bühli))
    Ich sehe bei der Schweizer KK nur 2 Möglichkeiten: Entweder es braucht umgehend eine extrem günstige minimalistische Einheits KK (Grundversicherung) für alle oder weltweit freie KK-wahl, (keine CH-Quersubventionszwang). Die Prämien gingen bei beiden Variante nach unten wetten?
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  • Kommentar von Urs Stäbler  (Stab)
    Ich verstehe nicht, dass es soviele Leute gibt
    die jährlich die Krankenkasse wechseln um bei der Grundversicherung immer das günstigste Angebot wählen. Dies verursacht doch Verwaltungskosten in Millionenhöhe.
    Ich bin mit meiner Versicherung zufrieden und möchte Grund- und Zusatzversicherung bei der gleichen Versicherung haben, so habe ich im Krankheitsfall auch nur eine Anspechperson. Bekannte von mir, dBilligkassen bevorzugt haben, stellten aber fest, dass die vorherige Kasse besser war
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  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    unsere prämien müssten nicht steigen, wenn die behandlungskosten nicht steigen würden. dafür sorgt das "gesundheitsunwesen" selbst: habe schon mehrmals statt einer guten günstigen versorgung eine schlechte, teure aufgenötigt bekommen.
    beispiel: statt - wie früher - eine steisslage zu drehen, wird heute lieber ein teurer kaiserschnitt gemacht. so generieren spitäler mehr einkommen auf kosten der patienten. wie soll man da vertrauen haben? und vertrauen ist die grundvoraussetzung für genesung!
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