Zum Inhalt springen

Header

Video
Rassismus in der Schweiz hat zugenommen
Aus Tagesschau vom 26.04.2020.
abspielen
Inhalt

Von Beschimpfungen bis Gewalt Rassistische Vorfälle in der Schweiz nehmen zu

  • In der Schweiz haben Beratungsstellen letztes Jahr 352 Fälle von Diskriminierung oder Rassismus gemeldet – 27 Prozent mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie.
  • Als häufigstes Motiv der Täterschaft wurde allgemeine Ausländer- bzw. Fremdenfeindlichkeit genannt. Stark betroffen waren Dunkelhäutige und Muslime bzw. Personen aus dem arabischen Raum.
  • Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) geht von einer hohen Dunkelziffer aus.

Der öffentliche Raum sei im Jahr 2019 mit 62 Beratungsfällen der am stärksten betroffene Lebensbereich, meldeten die ERK und der Verein humanrights.ch in ihrem neuen Report, über den der «Sonntagsblick» vorab berichtet hatte. Der Arbeitsplatz mit insgesamt 50 Fällen habe im Vergleich zum Vorjahr eine Abnahme an registrierten Fällen verzeichnet.

Nur die «Spitze des Eisbergs»

Die Betroffenen erlitten mehrheitlich Beschimpfungen, Drohungen, Herabwürdigungen oder schwere Benachteiligungen. In 34 Fällen sei körperliche Gewalt im Spiel gewesen.

Die vom Beratungsnetz ausgewerteten Fälle stellten nur die «Spitze des Eisbergs» dar, sagte EKR-Präsidentin Martine Brunschwig Graf: «Viele Betroffene gelangen aus verschiedenen Gründen mit ihren Diskriminierungserfahrungen gar nicht an eine Beratungsstelle.»

Warnung vor Rechtsextremismus

Die ehemalige Nationalrätin (FDP/GE) warnte zudem: «2019 haben Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund erstmals erkennbar zugenommen. Wie die Ereignisse im Ausland zeigen, muss diese Tendenz ernst genommen werden.»

Laut dem Bericht gab es in einer Gemeinde rechtsextreme Vorfälle, welche von Schülerinnen und Schülern ausgingen. Dabei seien rechtsextreme Symbole und Gesten (Hitlergruss) verbreitet sowie ein schwarzer Jugendlicher körperlich angegriffen worden.

Racial Profiling hält an

In 23 gemeldeten Fällen klagten Betroffene über «Racial Profiling» (Massnahmen von Behörden mutmasslich alleine wegen der Zugehörigkeit zu einer Ethnie).

So wandte sich eine Frau an eine Beratungsstelle, die bei der Rückkehr von einer Geschäftsreise trotz einwandfreien Dokumenten als einzige Passagierin von der Flughafenpolizei und dem Grenzwachtkorps zur Seite genommen wurde. Sie gab an, sie sei aggressiv befragt worden und habe sich ausziehen müssen.

Video
Aus dem Archiv: Rassismus in der Schweiz unter der Lupe
Aus Sternstunde Religion vom 08.04.2018.
abspielen

SRF 4 News, 26.4.20, 7 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

51 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
    Viele Kommentare hier zeigen es einmal mehr auf wie fremdenfeindlich die Grundstimmung in der Schweiz ist. Die Uneinsichtigkeiten und Relativierungen sind beschaemend.
  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    Die fremdenfeindlichen Kommentare hier bestätigen den Artikel nur.
  • Kommentar von Hans König  (Hans König)
    Die Zunahme des Rassismuses war zu erwarten. Wenn es den eigenen Bürger/innen schlechter geht und wenn die Zuwanderer keine Einschränkungen hinnehmen müssen, sind dies die logischen Reaktionen. Man hat den Bogen auch in der Schweiz überspannt, mit jährlich ca. 60'000 mehr Einwohner (Stadt Biel). Leider hat die linke Politik noch nichts gelernt!