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Buttermangel in der Schweiz
Aus Heute um Fünf vom 19.05.2020.
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Vorübergehender Mangel Die Schweiz muss Butter importieren

Über Jahre produzierten die Schweizer Milchverarbeiter Überschüsse. Doch in diesem Jahr ist die Situation anders.

In den vergangenen Jahren gab es immer genügend Schweizer Butter. Doch momentan sind die Lager nicht mehr genügend gefüllt. Deswegen müssen zusätzlich 1000 Tonnen Butter aus dem Ausland importiert werden, wie das Bundesamt für Landwirtschaft am Dienstag mitteilte.

Laut der Branchenorganisation Butter ist der Hauptgrund für die aktuelle Butterknappheit, dass mehr Milch zu Käse verarbeitet wird. Denn das ist lukrativer für die Milchverarbeiter. Deshalb bleibt weniger Milch für die Herstellung von Butter übrig.

Ein zweiter Grund ist, dass die Milchproduktion im Sommerhalbjahr stets sinke, sagt Peter Ryser, Geschäftsführer der Branchenorganisation Butter: «Wenn die Kühe zur Alp gehen, ist auch weniger Milch verfügbar im Tal für die Industrie, für die Verarbeitung.» Er rechnet aber damit, dass spätestens im Herbst wieder genügend Schweizer Butter in den Läden zu kaufen sein wird.

Heute um Fünf, 19.05.2020, 17 Uhr

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32 Kommentare

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  • Kommentar von Hans König  (Hans König)
    Es kommt eine Zeit, wo die Schweiz noch viel mehr Nahrungs-/ Lebensmittel importieren muss. Die Überbevölkerung und die Bodenverschwendung werden in paar Jahren grosse Umweltprobleme und zunehmend - in Zeiten von Grenzschliessungen oder grösseren Konflikten - Versorgungsprobleme bekommen.
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    1. Antwort von Manuel Nagel  (mkrm)
      Schauen Sie sich mal an, was für absurde Sachen die EU unternimmt, um ihre massive Agrar-Überproduktion noch irgendwie zu verwerten. Die verschleudern Unmengen um den ganzen Globus, wo dann weit unter Selbstkostenpreis verkauft wird.
      Dass dann ausgerechnet der lukrative Export in die Schweiz gestrichen wird, halte ich für weit hergeholt.
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    2. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Aber gleichzeitig 100- tausende Tonnen Biomasse aus den USA Importieren um E10 tanken zu können. Dass ist eben auch die EU.
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  • Kommentar von Roland Burkhardt  (Mikosch)
    Ja, freuen wir uns. Dann sinkt ja der Butterpreis erheblich!!!!!! Der Weltmarktpreis für Butter war immer nur ein Bruchteil unseres eigenen Butterpreises. Oder irre ich mich?
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Roland Burkhardt: Ja freuen Sie sich und essen chinesische Butter. Es ist einfach so, dass Butter nicht ewig haltbar ist. Sie müssten also die Butter, statt per Schifftransport wie die Bananen, einfliegen, was dann noch ein paar Deziliter Kerosin pro Buttermödeli ausmacht. Da diese Treibhausgasemissionen nicht eingepreist sind, erhalten Sie die Butter zu billig und tragen zum Klimawandel bei. Wird auch Kerosin besteuert, wäre die Billigbutter plötzlich teurer als die einheimische Butter.
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    2. Antwort von Roland Burkhardt  (Mikosch)
      @Thomas Leu: Mein Beitrag war ironisch gemeint, offenbar nicht ersichtlich. Persönlich kaufe ich lokal, auch Butter.
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  • Kommentar von Loris Barbiero  (Loba)
    ...wie supernachhaltig! Bravo Schweiz, ... nicht mal genug eigenen Butter haben wir in unserem Land. ... und dies scheinbar weil die Käseproduktion rentabler ist. Mein Vater sagte mal Milch, Butter, Käse hat es immer genug in der Schweiz, ... na ja! Wie ist das mit der Selbstversorgung? Bei Corona haben wir empört festgestellt alle Medikamente kommen von China, ... und die Butter ...auch bald von dort?
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    1. Antwort von Andreas Morello  (Andreas Morello)
      Das es im Sommer zu wenig Butter hat ist neu. Im Winter hingegen wurde teilweise auch früher schon Butter aus dem Ausland importiert, ein zweites mal verbuttert und danach als Schweizer Butter verkauft. Weil der Arbeitsaufwand für die zweite Verbutterung mehr gekostet hat als der Einkauf der Butter und der Transport in die Schweiz. Das kam auch schon vor der Liberalisierung des Milchmarktes um das Jahr 2000 vor.

      Ob das mit den überarbeiteten Swissness-Regeln noch möglich ist weiss ich nicht.
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    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Loris Barbiero: Das mit der Selbstversorgung von 8.5 Millionen Einwohner würde nur noch gehen, wenn wir alle Vegetarier würden. Schon im 2. Weltkrieg, mit der Hälfte der Einwohner, hat es nicht gereicht und damals hatten wir noch ein Mehrfaches an Boden. Wenn es immer weniger Milchbauern gibt, da man mit Milch kaum noch überleben kann, wird es irgendeinmal auch zu wenig Käse und Butter geben. Aber wir sind ja reich und können einfach das fehlende unseren Nachbarn abkaufen; solange die liefern.
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    3. Antwort von Manuel Nagel  (mkrm)
      Da muss man 1x im Jahr auf importierte Butter zurückgreifen, und schon wird kolportiert, man solle den Schwerpunkt auf Grundversorgung statt hochqualitative Produkte legen. Sind uns mal wieder die echten Probleme ausgegangen?
      Mir ist es jedenfalls deutlich lieber, wir erhalten vernünftig bezahlte Arbeitsplätze von Leuten, die die ihre Arbeit vermutlich auch gerne erledigen. Ich mag schweizerische Butter ebenfalls lieber, aber man kann die Kirche auch mal im Dorf lassen.
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