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Legende: Audio Der Klimawandel beschäftigt viele erst seit kurzem abspielen. Laufzeit 02:20 Minuten.
02:20 min, aus HeuteMorgen vom 03.06.2019.
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Auswertung Sorgenbarometer Umwelt treibt Wähler erst seit kurzem um

Der Klimawandel ist das Polit-Thema der Stunde. Das war in den vergangenen 20 Jahren nicht bei allen so.

Neuerdings beschäftigt der Klimawandel Menschen aller politischer Couleur im Land, nicht nur Wählerinnen und Wähler von linken und grünen Parteien.

Das war nicht immer so: Eine Auswertung der Sorgenbarometer des Forschungsinstituts gfs.bern der vergangenen zwei Jahrzehnte zeigt, dass nur grüne Wählerinnen und Wähler den Umweltschutz konstant als eine der wichtigsten Herausforderungen betrachteten. Für alle anderen Wähler spielte die grüne Frage kaum eine Rolle – nicht einmal für SP-Wähler.

Umweltschutz war für SP-Wähler nicht zentral

Zwar waren der SP im Parteiprogramm und im Wahlkampf grüne Themen schon immer wichtig. Doch die SP-Wähler scheinen grüne Fragen weniger zu bewegen – jedenfalls nicht über einen längeren Zeitraum hinweg.

In den Jahren 2000 bis 2018 kam bei SP-Wählern der Umweltschutz erst an neunter Stelle, weit nach anderen Sorgen wie jenen um Arbeitslosigkeit oder Altersvorsorge. Das zeigt eine Analyse der jährlichen Sorgenbarometer, welche SRF Data durchgeführt hat.

So unterscheiden sich die Sorgen der Wähler nach Partei

Klimawandel beherrscht die Agenda

Hat die SP also zwei Jahrzehnte lang an ihrer Wählerschaft vorbeipolitisiert? Das verneint SP-Vizepräsident Beat Jans: «Eine glaubwürdige Partei richtet ihre Politik nicht nach Umfragen aus, sondern sie macht eine Analyse der Situation.» Das habe die SP gemacht und danach ihr Wahlprogramm ausgerichtet.

Gemäss der neusten Umfrage allerdings bezeichnen SP-Wähler den Klimawandel als das drängendste Problem – anders als etwa FDP-Wähler. In den letzten zwei Jahrzehnten kam bei diesen der Umweltschutz gar erst an elfter Stelle. Die FDP-Parteispitze hingegen priorisiert das Thema derzeit mit einem neuen Umwelt-Positionspapier.

Zuerst kommt die Wirtschaftsentwicklung

Sitzt die Partei da einem Hype auf? FDP-Fraktionspräsident Beat Walti sagt dazu, dass Nachhaltigkeit seiner Partei schon immer wichtig gewesen sei, doch jetzt lege man «einen Fokus auf das Thema», weil es in der politischen Öffentlichkeit wichtig sei. Zugleich betont Walti, dass die FDP die anderen politischen Schwerpunkte der Partei, wie etwa sichere Arbeitsplätze und sichere Renten, «ganz sicher nicht aufgeben» werde.

Übrigens sind selbst grüne Wähler offenbar nicht bis ins Knochenmark grün: Seit dem Jahr 2000 stand bei ihnen der Umweltschutz nicht an erster, sondern an zweiter Stelle – hinter der Arbeitslosigkeit.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Es gab schon immer Menschen, welche sich für ein intaktes Ökosystem und die Umwelt einsetzten, indem sie verantwortungsbewusst bis heute "konsumierten", lebten/leben! Jetzt müssen endlich die Zuständigen - von den Volks-Steuergeldern entlöhnten - von/vom: Bundesrat, Parlament, politische Parteimitglieder, gesamten Verwaltungsapparat, Bundesämtern, handeln, damit die "Lebensgrundlage" der Bevölkerung erhalten werden kann! Gesamtschweizerisch ist dringender Handlungsbedarf!
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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Jetzt müssen die Grünen Farbe bekennen +Wirtschaftsziele bremsen, sonst wird's nichts mit den grünen Zielen!!!! Ich bin zwar SVP aber von der dunkelgrünen SVP +bin voll für eine Wirtschaftsbremse. Das kann man erreichen, wenn man wie Amerika den eigenen Saat wieder für sich produzieren lässt. Leider wird das Wirtschaftswachstum von den Globalisierern (Linken) gefördert +gefordert. Dazu will man mit China zusammenarbeiten, denn die werden dafür sorgen, dass die Welt eine grosse Gemeinschaft wird!
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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Wie ist es mit dem "Weltschutz". Dafür muss die Weltbevölkerung und die Wirtschaft zurückgehen. Mit den Ideen von Donald Trump ist dies möglich!! Auch die jungen Demonstranten blasen endlich ins gleiche Rohr wie Donald Trump. Denn die Klimamassnahmen im Pariser-Abkommen findet er "lächerlich", deshalb ist er ausgestiegen. Deutschland hat sich bis Ende Jahr vorgenommen, ein Klimaschutzgesetz aufzusetzen. 1. ist das viel zu lange und 2. werden wir dann endlich sehen, mit welchen schwachen Zielen.
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