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Legende: Audio Doris Aebi (GLP) will mit ihrer Erfahrung punkten, in der ganzen politischen Mitte. abspielen. Laufzeit 04:26 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 08.08.2019.
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Wahlen in die Kantonsregierung Grünliberale schicken ehemalige SP-Frau Doris Aebi ins Rennen

  • Die GLP Aargau hat Doris Aebi aus Schöftland nominiert für die Ersatzwahl in die Aargauer Regierung.
  • Aebi hat vor 22 Jahren bereits im Kanton Solothurn für die Kantonsregierung kandidiert, damals noch für die SP.
  • Die GLP will Aebi als «Mitte-Kandidatur» positionieren und hofft auf die Unterstützung von BDP und EVP.

Zur Person

Frau mit grauen Haaren.
Legende:ZVG

Doris Aebi ist 54 Jahre alt. Sie war von 2004 bis Mitte 2019 als Vizepräsidentin des Migros Genossenschaftsbundes tätig. Mit ihrem Mann führt sie in Zürich eine Firma, welche Verwaltungsräte und Kader sucht. Von 1993 bis 2000 sass sie für die SP im Solothurner Kantonsparlament und war Mitglied der Finanzkommission. Für die SP kandidierte Doris Aebi 1997 um einen Sitz in der Solothurner Regierung. Aebi besitzt einen Doktortitel in Geisteswissenschaften. Mit ihrem Mann wohnt sie in Schöftland.

Die Grünliberalen haben im Aargau bei den letzten Wahlen Wähleranteile von knapp über 5 Prozent erreicht. Eine kleine Partei. Trotzdem erhebt die GLP nun Anspruch auf einen Sitz in der Regierung und schickt Doris Aebi ins Rennen um die Nachfolge von Franziska Roth (SVP). Sie wurde am Freitagabend an einer Parteiversammlung nominiert.

Für Parteipräsident Beat Hiller ist diese Kandidatur berechtigt. «Wir könnten ja sagen, dass wir da jetzt auch im Namen der anderen Mitteparteien antreten», meint Hiller – und spricht damit auf EVP, BDP und CVP an, die sich selber aus dem Rennen genommen haben.

Aebi wollte schon einmal in die Regierung

Doris Aebi sei keine «Alibi-Kandidatur», betont die GLP. Sie sei durch ihre Erfahrung in der Lage, das aktuell führungslose Gesundheitsdepartement wieder auf Kurs zu bringen. Auch die Headhunterin selbst betont ihren grossen beruflichen und politischen Erfahrungsschatz.

Jahrelang hatte Doris Aebi im Kanton Solothurn politisiert, sass unter anderem in der Finanzkommission. 1997 versuchte sie für die Solothurner SP in die Kantonsregierung zu kommen, scheiterte aber im zweiten Wahlgang. Später war sie im Fachhochschulrat der Nordwestschweizer Kantone vertreten.

Liberal, trotz SP-Vergangenheit

Kritische Fragen gab es auch am Nominationsparteitag zur sozialdemokratischen Vergangenheit von Aebi. «Ich hatte immer zum liberalen Flügel der SP gehört», betont sie gegenüber SRF. «Und seit Jahren sympathisiere ich mit der GLP, habe den Grünliberalen auch immer meine Stimme gegeben.» Deshalb habe sie die Anfrage zur Regierungskandidatur gerne angenommen.

Aebi referiert, im Vordergrund Köpfe
Legende: Aebi überzeugte die Parteiversammlung der GLP, obwohl sie erst frisch in der Partei ist. SRF

Obwohl sie für eine kleine Partei antritt und im Kanton Aargau keine politische Spuren hinterlassen hat bisher: Doris Aebi ist optimistisch. «Man kennt mich», ist sie überzeugt. «Und wenn ich jetzt in der kurzen noch verbleibenden Zeit mit der Bevölkerung in Kontakt komme, dann habe ich gute Chancen auf einen Erfolg.»

Die Konkurrenz ist gross, mindestens fünf Kandidaturen gibt es für den freien Regierungssitz. Bisher haben SVP, FDP, SP und Grüne Anspruch angemeldet. Der Grüne Severin Lüscher – übrigens ebenfalls aus Schöftland – ist bereits offiziell nominiert. SVP, FDP und SP nominieren nächste Woche.

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