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Legende: Video Die Freudentränen des David Zuberbühler abspielen. Laufzeit 00:32 Minuten.
Aus News-Clip vom 18.10.2015.
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Ein Sitz, zwei Kandidaten SVP-Nationalrat wird von FDP-Frau herausgefordert

Vor vier Jahren holte David Zuberbühler (SVP) den einzigen Ausserrhoder Nationalratssitz. Unumstritten ist er nicht.

Appenzell Ausserrhoden hat nur einen Sitz im Nationalrat. Seit vier Jahren wird dieser von David Zuberbühler aus Herisau besetzt. Der SVP-Politiker setzte sich 2015 gegen Markus Bänziger (FDP) und Jens Weber (SP) durch. Eine Niederlage für die FDP. Sie musste den Nationalratssitz erstmals einer anderen Partei überlassen.

Kann die FDP den Sitz zurückgewinnen?

Diese Scharte möchte die FDP auswetzen. Sie hat früh angekündigt, den Ausserrhoderinnen und Ausserrhodern eine Alternative zu David Zuberbühler bieten zu wollen. Wunschkandidatin Daniela Merz musste aber Ende Juli gesundheitsbedingt ihre Kandidatur zurückziehen. Der FDP drohten weniger als drei Monate vor der Wahl die Felle davonzuschwimmen.

Mit Jennifer Abderhalden fanden die Freisinnigen dann aber doch noch kurzfristigen Ersatz. Die 41-Jährige ist politisch ein unbeschriebenes Blatt – auch wenn sie sich in der Frauenzentrale engagiert. Ihre mangelnde Bekanntheit im Kanton könnte ein Handicap sein. Dafür darf sie mit der Unterstützung der Linken rechnen. Die SP, die SVP-Nationalrat Zuberbühler unbedingt aus Bern weghaben möchte, hat schon früh signalisiert, die Kandidatur der FDP unterstützen zu wollen.

Zuberbühler punktet mit Bodenständigkeit

Eine Situation wie vor vier Jahren, als sich drei Parteien die Stimmen teilten, soll verhindert werden. Dieses Mal gilt bei SP und FDP das Motto: Mit vereinten Kräften gegen David Zuberbühler. Sein Einfluss in Bern sei gering und er stehe zu rechts, bemängeln sie. Zu reden gab im vergangenen Jahr etwa, dass er sich für erleichterte Waffenexporte aussprach.

Ausserdem befindet sich seine Partei in Appenzell Ausserrhoden im Formtief. Bei den Kantonsratswahlen hat die SVP fünf ihrer zwölf Sitze verloren. Allerdings: Über die vier Jahre als «dä Zubi» zur Wahl angetreten und gewählt wurde, hat sich David Zuberbühler als Nationalrat seine Bodenständigkeit bewahrt. Er ist oft im Kanton unterwegs, besucht viele Veranstaltungen und hat ein offenes Ohr für die Anliegen der Leute. Die Wahlen vor vier Jahren haben gezeigt, Zuberbühler zu schlagen, ist eine Herausforderung.

Fazit: Der Wahlausgang in Appenzell Ausserrhoden ist völlig ungewiss. Zuberbühler verfügt über die grössere Bekanntheit; Abderhalden rein rechnerisch über den grösseren Stimmanteil. Es wird spannend.

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz, 30.04.2019, 06:32 Uhr

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