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Von der Ersatzbank in den Wahlkampf
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 12.09.2019.
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Nationalratswahlen AR Jennifer Abderhalden will für die FDP den Nationalratssitz zurück

Die FDP-Politikerin bewahrte ihre Partei vor einer Schmach und will nun den verlorenen Nationalratssitz zurückerobern.

Es waren ereignisreiche Wochen für Jennifer Abderhalden im vergangenen August. Nachdem die Kronfavoritin der Ausserrhoder FDP für die Nationalratswahlen, Daniela Merz, ihre Kandidatur aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen musste, sprang Jennifer Abderhalden kurzerhand ein. Damit bewahrte die 41-Jährige die stärkste Partei im Kanton Appenzell Ausserrhoden vor einem Debakel.

Politisch ist Abderhalden noch ein ziemlich unbeschriebenes Blatt. Ein Exekutiv- oder Legislativ-Amt hat sie noch nicht bekleidet. Seit 2017 ist sie im Vorstand der Ausserrhoder Frauenzentrale und seit diesem Jahr im Vorstand der FDP Speicher.

Jennifer Abderhalden

Jennifer Abderhalden

Nationalratskandidatin AR

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  • Jennifer Abderhalden ist 41 Jahre alt, unverheiratet, in Gais aufgewachsen und wohnt aktuell in Speicher.
  • Sie lebt in einer festen Partnerschaft und hat eine Tochter, die in eine Privatschule geht.
  • Zu ihren Hobbys gehören Spaziergänge mit ihrem Appenzeller Bläss «Malaika», Skifahren, Langlauf, Joggen, Reisen, Nähen und Natur.
  • Auch wenn Abderhalden für die Nationalratswahlen nachrückte, gehörte sie von Anfang an zum engen Kreis der möglichen FDP-Kandidatinnen.

Mehr Erfahrung als in der Politik weist Jennifer Abderhalden im Beruf auf. Seit 2016 ist sie als Stabschefin Direktion Inneres und Finanzen die rechte Hand des St. Galler Stadtpräsidenten. Davor war die ausgebildete Lehrerin bei der Fachhochschule St. Gallen und in verschiedenen Positionen bei der St. Galler Kantonalbank tätig. An der HSG studierte sie Rechtswissenschaften und Rechnungs- und Finanzwesen.

Keine Noten an den Schulen

Als ehemalige Lehrerin kennt sich Jennifer Abderhalden in bildungspolitischen Themen aus. Noten möchte sie aus den Schulzeugnissen verbannen. «Meine Tochter besuchte eine Montessorischule und ging ohne Noten durch die Schule. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht», sagt Abderhalden.

Smartspider Jennifer Abderhalden
Legende: Smartvote

Sie vertraue dem Schweizer Schulsystem, auch wenn ihre Tochter eine alternative Schule besucht hatte. Sie sei jedoch dagegen, dass sich der Bundesrat einmischt, wenn es um Lernmethoden gehe.

Die Wahlchancen

Jennifer Abderhaldens grösste Schwäche ist ihre Unbekanntheit. Sie steigt als Aussenseiterin gegen den bisherigen SVP-Nationalrat David Zuberbühler ins Rennen. Dass sie sich aber als «Helferin in der Not» für ihre Partei einsetzt und kandidiert, könnte ihr viel Goodwill von den Wählerinnen und Wählern einbringen.

Auch kann die 41-Jährige mit der Unterstützung der Linken rechnen. Im Gegensatz zu vor vier Jahren spannen die SP, die David Zuberbühler aus Bern weg haben will, und die FDP diesmal zusammen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Sie findet das Schweizer "Bildungssystem" zwar gut, schickte aber ihre Tochter nicht hin...?
    Bei dem unübersichtlichen "Wirrwarr" im Bildungs-Un-Wesen" der Mini-Schweiz, mit den vielen unsinnigen "Kantönligeist-Systemen", welche unglaubliche, unnötige Kosten seit Jahren verursachen = Volks-Steuergelder-Missbrauch! Und wen wundert es dabei, dass die Schweiz einen Lehrer-Mangel hat?
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