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Wahlen Kanton Glarus Bleibt alles beim Alten im Glarner Parlament?

Am 14. Juni wird im Kanton Glarus der Landrat neu gewählt. Das ist die Ausgangslage.

Das sind die blanken Zahlen vor den Wahlen: Im Glarner Parlament, dem Landrat, hat es 60 Sitze. Insgesamt kandidieren für den Rat 396 Personen. In Glarus Nord stehen für 28 Sitze acht Listen mit 187 Kandidierenden zur Auswahl, in der Gemeinde Glarus treten 113 Personen für 18 Sitze an und in Glarus Süd bewerben sich 96 Menschen um die 14 zu vergebenden Sitze.

Das sind die Wahlkreise: Massgebend ist die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner. Die bevölkerungsstärkste Gemeinde ist Glarus Nord. Zu ihr gehören Ortschaften wie Niederurnen, Näfels und Mollis. Ihr stehen fast die Hälfte aller Parlamentssitze zu. In der Gemeinde Glarus befindet sich mit dem Hauptort Glarus gleichzeitig der Verwaltungssitz des Kantons. Sie kann 18 Landrätinnen und Landräte wählen. Die flächenmässig grösste Gemeinde Glarus Süd ist die bevölkerungsschwächste und hat 14 Sitze.

So ist die aktuelle Sitzverteilung: Das Gremium ist bürgerlich dominiert und wird es wohl auch nach der Wahl bleiben. Wählerstärkste Partei ist die SVP. Sie ist derzeit mit 18 Mitgliedern im Landrat vertreten. Dahinter folgen die Mitte (12) und die FDP (11). Die SP hat aktuell 8 Sitze, die Grünen kommen auf 6 Sitze. Die kleinste Fraktion stellt die GLP mit 5 Sitzen. Grosse Verschiebungen werden nicht erwartet. Die politischen Kräfteverhältnisse werden auch in der Glarner Regierung abgebildet. Diese wurde Anfang März in corpore wiedergewählt.

So steht es um die stärkste Kraft: Am meisten Sitze hat die SVP zu verteidigen. Sie hält aktuell 18 Sitze im 60-köpfigen Parlament. Ein Wunsch: die Vormachtstellung im Kanton vielleicht sogar noch ausbauen. SVP-Fraktionspräsident und Nationalrat Markus Schnyder sagt: «Es ist ambitioniert. Bei 60 Sitzen ist die Hürde hoch.» Abgänge hat die SVP keine, alle Bisherigen treten wieder an.

So wird im Kanton Glarus das Parlament gewählt

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Die Wahl findet in den drei Wahlkreisen Glarus Nord, Glarus und Glarus Süd statt. Gewählt wird mit einem sogenannten Proporz- oder auch Verhältnis-Wahlsystem. Das bedeutet, die Parteien oder Gruppierungen erhalten möglichst genau so viele Sitze, wie es ihrem Stimmanteil entspricht.

Es dürfen alle im Kanton wohnhaften Schweizerinnen und Schweizer ab 16 Jahren den Landrat wählen. Die Wählerinnen und Wähler können entweder eine vorgedruckte Liste für die Wahl verwenden oder aber eine leere Liste ausfüllen. Vorgedruckte Listen können ebenfalls abgeändert werden, wobei ein Name höchstens zwei Mal aufgeschrieben werden darf. Ausserdem dürfen höchstens so viele Stimmen vergeben werden, wie im Wahlkreis Sitze zu vergeben sind.

Wem könnte die SVP weitere Sitze abjagen? Vor vier Jahren zählte die Mitte zu den Verliererinnen, die SVP jagte der Partei zwei Sitze ab. Auch dieses Mal ist es die Mitte-Partei, um deren Sitze Linke und Rechte buhlen. Derweil gibt sich Mitte-Fraktionspräsident Andreas Luchsinger kämpferisch: «Die Mitte will zweitstärkste Kraft nach der SVP bleiben. Das ist unser vorrangiges Ziel.» Doch die SVP möchte diese Pläne durchkreuzen. Markus Schnyder: «Wir hoffen, dass unsere allfälligen Sitzgewinne nicht von den Bürgerlichen stammen, sondern von unentschlossenen Wählern, Neuwählern oder der Mitte.»

Wie steht es um die Ratslinke? Bei der SP kann es gut sein, dass sie in Glarus Süd ihre beiden Sitze verliert, weil die bisherigen, berühmten Köpfe fehlen. Unter anderem tritt Gemeindepräsident Hansruedi Forrer ab. Er wurde als Gesicht der Erdrutsche von Schwanden auch national bekannt. Die Grünen legten bei den letzten Wahlen zwar um einen Sitz zu, zwei Landrätinnen wanderten allerdings zur GLP ab. Der Trumpf der Grünen: Ständerat Mathias Zopfi, der als Zugpferd der Partei gilt. Und viel Nachwuchs. Die Grünen setzen, wie die SP, auf viele Frauen und junge Kandidierende.

Ist mit grossen Verschiebungen zu rechnen? Eher nicht. Um die Unentschlossenen buhlen im Wahlkampf alle. Das Rennen ist offener als auch schon. Mit Verschiebungen ist immer zu rechnen, markante aber eher weniger. Die Machtverhältnisse dürften stabil bleiben. Fast sicher ist: Es dürfte eine hohe Wahlbeteiligung geben, Insider rechnen mit über 40 Prozent – auch wegen der eidgenössischen Abstimmungen am selben Tag.

Die Glarner Besonderheit

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Wie in anderen Kantonen ist der Landrat die oberste Aufsichtsbehörde über die Regierung, die Verwaltung und die Gerichte. Er bereitet die Verfassungs- und Gesetzgebung und die übrigen Beschlüsse der Landsgemeinde vor.

Im Unterschied zu anderen Legislativen hat der Glarner Landrat aber keine selbstständige Gesetzgebungskompetenz. Diese liegt bei der Landsgemeinde als oberstem Organ des Kantons. Die Landsgemeinde findet jeweils am ersten Sonntag im Mai statt.

Abstimmungsdossier

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Legende: SRF

News und Hintergründe zu den Abstimmungen vom 14. Juni 2026.

Regionaljournal Ostschweiz, 21.05.2026, 17:30 Uhr ; 

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