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«Papierkram»: Viele Kulturschaffende hätten Nachholbedarf, heisst es zum Beispiel im Aargau
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 09.03.2021.
abspielen. Laufzeit 02:00 Minuten.
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Weiterbildung Kantone bieten Kulturschaffenden Workshops an

Die Pandemie macht die Kulturschaffenden teils tatenlos. Dem wollen Kantone mit einem speziellen Angebot entgegenwirken.

Vielen Kulturschaffenden setzt die Coronakrise zu. Aufträge fehlen, Auftritte sind nicht erlaubt und Theater und Konzerte abgesagt. Die ungenutzte Zeit könnte man deshalb für Weiterbildungen nutzen, hat sich die Nordwestschweizer Kulturbeauftragtenkonferenz gedacht und eine Weiterbildungsoffensive gestartet.

Kulturschaffenden werden Workshops angeboten. Diese behandeln Themen, welche im Alltag der Kulturschaffenden oft «nicht oberste Priorität haben», heisst es in der Mitteilung der Kulturbeauftragtenkonferenz. Zu deren Mitgliedern gehören die Kantone Aargau, Solothurn, beide Basel, Luzern und Zürich. Die Weiterbildungsoffensive mit den Namen #iknow soll Kulturschaffende unter anderem über Recht, Versicherungen, AHV-Beiträge, Kommunikation, Datenschutz aufklären. Die Kurskosten werden von den Kantonen übernommen.

Podcasts, Vereinsrecht, Reden

«Für die Weiterbildungsoffensive konnten Referentinnen und Referenten mit Expertise in Bereichen wie Datenschutzrecht, Auftrittskompetenz, Podcasting, Vereinsrecht und Steuerbefreiung, Reden halten gewonnen werden», schreiben die Verantwortlichen. Die Weiterbildung ist in drei Blöcken geplant und startet im März.

Die Coronasituation hat das Problem sichtbar gemacht.
Autor: Georg MatterLeiter Abteilung Kultur Kanton Aargau

Ist es nicht ein Klischee, dass sich viele Kulturleute mit Formularen und Papierkram schwertun? «Nein», sagt Georg Matter, Leiter Abteilung Kultur im Kanton Aargau. «Viele Kulturschaffende sind professionell unterwegs. Aber es gibt auch andere. Die Coronasituation hat das Problem sichtbar gemacht». Matter spricht hier Kulturschaffende an, die mit Gesuchen für Ausfallentschädigungen überfordert waren und sieht diesbezüglich klar Nachholbedarf.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Klar, finanzielle Hilfe habe in der Coronakrise für Kulturakteure höchste Priorität, gibt Georg Matter aus dem Kanton Aargau zu. Trotzdem sei die neuste Weiterbildung nötig und deshalb rasch verfügbar. «Die Kulturschaffenden haben jetzt Zeit und brauche Hilfe; auch über die finanzielle Unterstützung hinaus», so Matter. Der gekonnte Umgang mit Formularen helfe den Kulturschaffenden längerfristig, ist Matter überzeugt.

Leeres Konzert
Legende: Live-Konzert in Coronazeiten: Interaktives Zoom-Konzert. Keystone

Was sagen Kulturschaffende selber zum neuen Angebot? Man schätze die Kurse und spüre, dass man sich für sie einsetze, heisst es beim Aargauischen Kulturverband auf Anfrage. Kulturschaffende aus den Mitgliederkantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Luzern, Solothurn und Zürich haben bei den Coaching-Angeboten Vorrang.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 09.03.2021, 06:31 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Tim Luethi  (timluethi)
    Arbeitslose wegen Corona oder generell sollten vom Staat zu gewissen Gegenleistungen verpflichtet werden, Arbeit gäbe es genug es fehlt nur am Willen und der Organisation.