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Wissenschaftliche Corona-Taskforce des Bundes hält sich zurück
Aus HeuteMorgen vom 25.08.2021.
abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.
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Weiterhin steigende Zahlen Taskforce tut sich schwer mit einem Ausblick

Die Taskforce ist aus Angst vor Fehleinschätzungen zurückhaltend. Die aktuelle Situation macht es noch schwieriger.

Wenn die Zahlen weiter so steigen wie in den letzten vier Wochen, dauert es nur noch etwa drei Wochen, und die Intensivstationen sind wieder so stark belegt wie zu Höchstzeiten im letzten Herbst. Nur sind die Menschen, die da liegen, mit durchschnittlich 54 Jahren deutlich jünger als vor einem Jahr.

Die Herbstwelle ist dieses Jahr zudem schon zwei Monate früher gestartet als im letzten Jahr – noch vor dem Kälteeinbruch. Und weil die neue Delta-Variante gefährlicher ist, landet auch ein höherer Anteil der Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen als noch vor einem Jahr.

Alarm ohne Alarmzeichen

Urs Karrer, Vizepräsident der wissenschaftlichen Corona-Taskforce des Bundes, sagte an der Medienkonferenz am Dienstagnachmittag: «Eine zusätzliche Beschleunigung könnte die Spitäler wirklich hart treffen.»

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Aus dem Archiv: Zahl der Infektionen steigt
Aus SRF News vom 21.08.2021.
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Wer aber erwartet, Karrer würde nun Alarm schlagen und fordern, man müsse das Ruder mit zahlreichen Massnahmen hart herumreissen, sieht sich getäuscht. Es sei nicht die Aufgabe der Taskforce, dem Bundesrat konkrete Massnahmen vorzuschlagen, sagt er.

Angst vor Voraussage falscher Szenarien

Weiter vermerkt der Vizepräsident der Taskforce: «Die aktuelle Situation ist wirklich schwierig, um Voraussagen treffen zu können.» Es sei unklar, ob sich die Ansteckungskurve jetzt schon wieder abschwäche oder gar schon bald wieder abwärts gehe.

Warum diese Zurückhaltung und grosse Vorsicht bei der wissenschaftlichen Taskforce? Sie dürfte mit den Fehlprognosen zusammenhängen, welche die Taskforce noch diesen Frühling lieferte. Damals wurde deutlich, wie schwierig es ist, verlässliche Modellrechnungen zu machen.

Bundesrat kann sich nicht darauf stützen

«Unsere Kristallkugel hat auch schon den einen oder anderen Bruch erlebt. Wir haben deshalb tatsächlich Schwierigkeiten zu sagen, wo wir in einem Monat stehen», so Karrer. Die Taskforce will sich jetzt nicht erneut aufs Glatteis begeben und sie will nicht die Rolle der Warnerin spielen.

Die Expertinnen und Experten der Corona-Taskforce geben also keine genaue Prognose ab – eine denkbar schwierige Ausgangslage also für den Bundesrat. Er entscheidet diesen Mittwoch im Tagesverlauf über mögliche Verschärfungen der Corona-Massnahmen.

HeuteMorgen, 25.08.2021, 06:00 Uhr

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67 Kommentare

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  • Kommentar von Arthur Pünter  (puenti)
    Die 4. Welle ist Realität. Es gilt zu handeln. Die Zertifikats-Pflicht auf alle öffentl. Räume, wie Beizen, Bars usw auszuweiten. Es ist nicht nachvollziehbar, dass in Läden Schutzmassnahmen Pflicht sind (Maskenpflicht), in Beizen keine umsetzbaren Massnahmen gelten und Gäste lange in oftmals schlecht gelüfteten Räumen sitzen. Es wird niemand diskriminiert, denn alle haben die Möglichkeit, sich zu impfen. BR Berset wird sich heute wohl wieder um eine klare Strategie wort- u. gestenreich drücken.
  • Kommentar von Regina Miesch  (rmxy)
    Gut - spinnen wir das Thema „zahle keine KK-Prämie für Impfverweigerer“ mal weiter: Meine Beiträge werden auch für Kaiserschnitte und Wochenbettaufenthalte verwendet, obwohl ich nichts vom Kinderkriegen halte. Oder für verunglückte Töff-Fahrer, die dann auf der IPS landen…usw.etc.
    Das ist eben auch Solidaritäts-Prinzip. Das kann man nicht „usbeindle“ wie’s einem grade in den Kram passt - wohl auch besser so.
    Kümmere sich doch jeder um seinen eigenen Kram und lasse andere Meinungen auch gelten.
  • Kommentar von Michael Suter  (Michel)
    Was mir an vielen Kommentaren auffält: man schiebt den Patienten die Schuld an der Pflegemisere zu. Doch die Pflegemisere ist viel älter als die Corona Pandemie, und es geschieht nichts, ausser neue Sündenböcke suchen.
    Macht es Sinn, die Patienten zu klassifizieren: die bösen Patienten sind die ungeimpften Covid-19 Patienten. Die guten sind die geimpften und diejenigen, die das „Glück“ haben an einer anderen Krankheit zu leiden.
    Alle Patienten sind kranke Menschen, die Hilfe brauchen.
    1. Antwort von Kevin Camenzind  (Alex.A)
      Sie sagen es. Das Gesundheitsystem wurde tot gesparrt so das bei einer Epidemie das Gesundheitsystem schnell überlastet ist. Man sollte sich fragen warum im diesem jahr nicht mehr Karpazität geschaffen wurde bei den Stationen die Vorallem ausgelastet sind. Arbeitszeiten und Lohn müssen im dieser Branche auch angepasst werden um den Beruf wieder eine Zukunft zu geben. Alles dinge die der BR verschlampen lässt und lieber die Bürger geneneinander aufhetzt mit Angst, in dieser Coronapolitik.
    2. Antwort von Samuel Suter  (Urser)
      Mit einem haben Sie recht aber das heisst nicht automatisch das andere wäre falsch
    3. Antwort von Christian Kunz  (CK124)
      Die Situation ist wie sie ist. Der Platz ist beschränkt, alle Nichtgeimpften Patienten, die sich hätten imofen lassen können, tragen unnötig zu diesem Problem bei.
      Keine Ausreden. Keiner hat sich beklagt das Gesundheitswesen sei zu günstig und die Krankenkassenprämien zu tief.
      Man kann sich Impfen und die Zukunft ündern, oder über gestern philosophieren.