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Zahlen zur Übersterblichkeit Schweiz verzeichnete 2020 deutlich mehr Todesfälle

  • In der Schweiz wurde 2020 eine aussergewöhnlich hohe Zahl von Todesfällen verzeichnet.
  • Das geht aus einer Erhebung des Bundesamtes für Statistik (Bfs) hervor.
  • Die Kantone waren von der Übersterblichkeit unterschiedlich stark betroffen.
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Aus dem Archiv: Die Bedeutung der Übersterblichkeit
05:25 min, aus Echo der Zeit vom 22.12.2020.
abspielen. Laufzeit 05:25 Minuten.

Im Jahr 2020 hatte das Bfs für den Zeitraum vom 30. Dezember 2019 bis zum 3. Januar 2021 rund 68'400 Todesfälle prognostiziert. Stattdessen verzeichnete die Schweiz mehr als 75'900 Todesfälle, also rund 7500 oder elf Prozent mehr als erwartet, wie aus am Dienstag veröffentlichten Zahlen hervorgeht.

Zuletzt hatte es 2015, im Jahr einer heftigen Grippe- und darauffolgenden Hitzewelle, eine hohe Übersterblichkeit gegeben. Im vergangenen Jahr war die Übersterblichkeit jedoch mehr als dreimal so hoch wie 2015.

Laut Bfs folgte der Anstieg der Todesfälle bereits zu Beginn der ersten Corona-Welle Anfang März 2020 dem Anstieg der Covid-19-Neuinfektionen mit einer Verzögerung von etwa zwei Wochen. Ebenso sei es während der zweiten Welle gewesen. Schon während der ersten Welle sei vom 16. März bis 19. April in der Schweiz aufgrund der Corona-Pandemie eine statistisch signifikante Übersterblichkeit zu beobachten gewesen.

Mitte Oktober, zu Beginn der zweiten Welle, explodierten die Zahlen erneut. Im Gegensatz zur ersten Welle stieg der Spitzenwert der Übersterblichkeit höher und hielt länger an.

Dabei bestanden zwischen den Kantonen deutliche Unterschiede. In den Kantonen Genf, Freiburg und im Tessin lag die Sterblichkeit um mehr als 20 Prozent höher als erwartet. In den Kantonen Graubünden, Basel-Stadt und Luzern betrug die Übersterblichkeit dagegen unter fünf Prozent.

Regionaljournal Zentralschweiz, 6.1.2021, 12:03 Uhr;

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105 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Wüthrich  (Hans007)
    Die Anzahl Sterbefälle pro 100´000 Einwohner waren in den Jahren 2000 bis 2009 ähnlich hoch wie im Jahr 2020, in den Folgejahren war diese, bis auf das Jahr 2015, etwas tiefer. Über die Gründe für diese Schwankungen kann und darf spekuliert werden. Die Unterschiede zwischen den Jahren sind jedoch erstaunlich gering.

    Es ist immer und überall das selbe. Jeder sucht sich als Vergleichsbasis das raus, was ihm geraden den Kram passt.
  • Kommentar von Philipp Notter  (Phil1)
    Kritik zu meiner Überlegung zur Übersterblichkeit gewünscht:

    Jahr/Wohnbevölkerung/Todesfälle (Quelle BAG)
    1900 / 3‘282‘407 / 63‘606 (Index 0)
    2000 / 7‘164‘444 / 62‘528 (-55%)
    2019 / 8‘544‘527 / 67‘780 (-59%)
    2020 / 8‘727‘347 / 75‘861 (-55%)

    Die Sterblichkeit liegt weit hinter dem Bevölkerungswachstum der letzten 100 Jahre (=steigende Lebenserwartung). In naher Zeit müsste die Sterblichkeit (in absoluten Zahlen) nur schon aus biologischen Gründen massiv zunehmen. Oder liege ich falsch?
  • Kommentar von Michael Mauerhofer  (mmhofer)
    Ich fände es hilfreich die Todesfälle auch nach Altersgruppen darzustellen:
    Bis zu einem Alter von 65 bewegt sich die Sterblichkeit im 2020 auf dem Niveau der Vorjahre. In der Gruppe 65-80 Jahre starben 2020 etwa gleich viele Menschen wie im Grippejahr 2015. Nur bei den über 80jährigen verstarben mehr Menschen als im 2015. So würde deutlich, dass im 2020, trotz der Gefährlichkeit der Covid-Erkrankung, weniger Menschen bis 65 Jahre gestorben sind als im Jahr 2015. Dies auch Dank den Massnahmen.