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Legende: Audio Airlinevertreter gegen Flugticketabgabe abspielen. Laufzeit 02:21 Minuten.
Aus Info 3 vom 20.08.2019.
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Angst vor Passagierrückgang Fluggesellschaften wehren sich gegen Ticketabgabe

Um das Klima zu schützen, sollen Flüge teurer werden. Der Interessenverband der grossen Airlines ist gegen eine Abgabe.

Letzte Woche hat sich die Umweltkommission des Ständerats für eine Flugticketabgabe ausgesprochen. 30 bis 120 Franken soll das Billett künftig mehr kosten, um die CO2-Emissionen eines Fluges zu kompensieren.

Gar nicht erfreut darüber sind die Fluggesellschaften, welche in die Schweiz fliegen. Sie wehren sich mit Händen und Füssen gegen eine solche Abgabe.

Denken Sie an die vierköpfige Familie, die sich einmal eine Reise leistet, um die Bekannten oder Verwandten in Amerika oder Fernost zu besuchen.
Autor: Jürg MüllerPäsident des Board of Airline Representatives Switzerland B.A.R.

Jürg Müller präsidiert den Interessenverband der Fluggesellschaften in der Schweiz. Zu einer Ticketabgabe meint er: «Natürlich würde uns das nicht freuen.» Dies ganz einfach deshalb, weil fliegen dadurch teurer würde.

Fliegen war noch nie so billig wie heute

«Studien besagen, dass man mit einer Einführung einiges an Passagieren nicht mehr hätte», so Müller. «Denken Sie an die vierköpfige Familie, die sich einmal eine Reise leistet, um die Bekannten oder Verwandten in Amerika oder Fernost zu besuchen.» Da sei die Abgabe dann matchentscheidend.

Allerdings ist Fliegen heute so günstig wie nie zuvor. Die Preise sinken seit Jahren. Das ist auch ein Grund, weshalb Fliegen so populär ist. Gerade auch in der Schweiz. Ausserdem macht auch die hohe Kaufkraft die Schweizer Bevölkerung zu Vielfliegern. Eine zusätzliche Abgabe wäre also wohl für viele verkraftbar.

Es ist uns klar, dass der Schweizer wahrscheinlich auch die Mittel hätte, eine solche Abgabe bis zu einem gewissen Punkt zu stemmen.
Autor: Jürg MüllerPäsident des Board of Airline Representatives Switzerland B.A.R.

Das muss auch Müller auf Nachfrage eingestehen: «Es ist uns auch klar, dass der Schweizer willens ist und wahrscheinlich auch die Mittel hätte, eine solche Abgabe bis zu einem gewissen Punkt zu stemmen.» Und eine Mehrheit der Bevölkerung unterstützt diese Abgabe sogar: Das zumindest zeigt eine repräsentative Studie von gfs-Zürich im Auftrag der Schweizerischen Energiestiftung von vor einem Jahr.

Ein internationaler Ansatz wäre sinnvoller

Dem Vertreter der grossen Fluggesellschaften geht es auch ums grosse Ganze: «Wir sind klar der Meinung, dass die Luftfahrt ein globales Geschäft ist, dementsprechend braucht es auch globale Lösungen», so Müller.

Eine solche Lösung ist «Corsia»: So heisst das Programm der internationalen Flugindustrie. Dessen Hauptziel ist es, den CO2-Ausstoss auf dem Niveau von 2005 einzufrieren und mit technischen Massnahmen dafür zu sorgen, dass nicht noch mehr CO2 ausgestossen wird. Bestenfalls sinkt damit sogar der effektive weltweite CO2-Ausstoss bis Mitte des Jahrhunderts wieder.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Christophe Bühler  ((Bühli))
    Super dann fliege ich in Zukunft von Malpensa oder Stuttgart, dann wird es noch billiger
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  • Kommentar von Werner Christmann  (chrischi1)
    Völlig sinnlose Diskussion, auch wenn sich einige Parlamentarier in populistischer Besoffenheit im Wahlkampfmodus befinden. Die wissen auch, dass deswegen nicht weniger geflogen würde, es würde höchstens auf ausländische Flughäfen ausgewichen. Wenn dann noch die Wirtschaft mit massivem Arbeitsverlust droht ist die Sache sowieso vom Tisch.
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  • Kommentar von b. glaset  (glaset)
    Führt nur CO2 Steuern auf Flügen und Treibstoffen sowie Heizöl noch höhere ein. Kein Problem für viele aber ein Riesenproblem für sehr sehr viele.
    Diese Steuern sind etwa das asozialste was es gibt, unterstützt von rot über grün bis blau und schwarz, geht es nur darum den Bürgern noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Wir bezahlen heute schon verbrauchsabhängige BenzinDieselsteuern, auf Heizöl enorme Abgaben plus CO2 Abgaben. Aber es reicht dem Staat nicht. Er will seine Bürger schikanieren
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