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Legende: Video Druck wächst für CO2-Abgabe auf Flugtickets abspielen. Laufzeit 02:27 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.03.2019.
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Klimapolitik Swiss ist gegen CO2-Abgabe auf Flugtickets

Immer mehr Leute fliegen. Was bei Fluggesellschaften Begeisterung auslöst, freut Klimaschützer weniger.

Die Flieger werden immer sparsamer. Doch es wird auch mehr geflogen. Knapp 18 Millionen Passagiere transportierte die Swiss im letzten Jahr. Mehr Flüge bedeuten auch mehr CO2-Ausstoss.

CO2-Abgabe auf Flugtickets

Gegen diese Entwicklung wehren sich zahlreiche Jugendliche im Moment auf der Strasse. Sie fordern unter anderem eine CO2-Abgabe auf Flugtickets. Und das Anliegen bekommt Rückenwind.

Es braucht griffige Massnahmen im Luftverkehr
Autor: Ruedi NoserStänderat ZH/FDP

Die Idee wurde zwar im Dezember im Nationalrat noch knapp verworfen. Nun findet das Vorhaben aber unter anderem auch auf bürgerlicher Seite von Exponenten wie der FDP-Parteipräsidentin Petra Gössi oder Ständerat Ruedi Noser Zuspruch.

Nachbarländer kennen bereits eine Abgabe

Wenn man die Pariser Klima-Ziele erreichen wolle, so müsse man den Luftverkehr als wichtigen Emittenten einbinden, sagt Noser. Es brauche griffige Massnahmen, damit die CO2-Emissionen im Luftverkehr zurückgingen.

Flugzeug und Kondensstreifen.
Legende: Luftschadstoffe belasten das Klima massiv. Reuters

Die umliegenden Länder haben eine CO2-Abgabe auf Flugtickets schon eingeführt. Deutschland erhebt für einen Langstreckenflug in der Economy umgerechnet 50 Franken. In Frankreich sind es fünf, in Österreich 20 Franken. Und in Italien bezahlen Passagiere neun Franken. Weitere Länder sind diesem Beispiel gefolgt.

Swiss gegen Abgabe

Die Fluggesellschaft Swiss wehrt sich gegen einen gesetzlichen Aufschlag für Massnahmen zur CO2-Kompensation. Man habe in einigen Nachbarländern wie Österreich und Deutschland gemerkt, dass die Auswirkungen der Steuer sehr gering seien, sagt Konzernchef Thomas Klühr.

Swiss-Konzernchef Thomas Klühr redet.
Legende: Konzernchef Thomas Klühr ist gegen eine CO2-Steuer. Keystone

Er ist gegen nationale Alleingänge. Einzig ein global koordinierter Ansatz sei zielführend. Die Swiss unterstütze deshalb das Branchenabkommen Corsia, mit welchem die Luftfahrtbranche ab 2020 ein CO2-neutrales Wachstum anstrebe.

Grosse Herausforderung – eigene Rezepte

Doch auch der Swiss-Konzernchef sieht die Luftfahrt vor grossen Herausforderungen. Er sieht aber andere Rezepte.

Durch neue Flugzeuge sparen wir 20 Prozent CO2 ein
Autor: Thomas KlührKonzernchef Swiss

Das Stärkste, was eine Airline machen könne, sei, in neue Flugzeuge zu investieren. Diese Flugzeuge würden im Schnitt 20 Prozent weniger CO2 emittieren. So habe die Swiss ihre CO2-Emissionen in den letzten 15 Jahren um fast 30 Prozent senken können.

Zurück ins Parlament

Ob es mit diesen Argumenten gelingt, die Politik zu überzeugen, wird sich frühestens im Sommer zeigen. Dann beschäftigt sich der Ständerat mit einer CO2-Abgabe fürs Fliegen.

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47 Kommentare

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  • Kommentar von Marco Brunner  (Gaistli)
    Ich habe meine Freundin an ihrem Geburtstag für ein paar Tage nach Amsterdam eingeladen. Zwei Personen, Hinflug und Rückflug mit der Swiss zusammen weniger als 200.-

    Das ist ein Skandal. Sowas geht einfach nicht. Wir hätten ja wirklich gerne den Zug genommen, aber bei aller Liebe,um ein vielfaches die längere Reisezeit und einem Preis von mehr als dem doppelten liessen uns dann halt ins Flugzeug steigen. Man könnte ja einfach mal weltweit das Kerosin besteuern, nur so als Idee..
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  • Kommentar von Samuel Egger  (S.Egger)
    Wenn jeder Büro Mensch einen Arbeitstag von zu hause aus arbeitet dann wären viele beteiligte zufrieden: der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber, weniger Strassen Ausbau, die Umwelt! Im digitalen Zeitalter muss dies unbedingt forciert werden
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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Die Abgabe ist dringend nötig, wenn sie in andern Ländern, wo dies bereits getan wird, kaum Wirkung zeigt, dann wohl primär deshalb, weil sie noch zu niedrig ist.
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