Zum Inhalt springen

Header

Audio
Schneesportlager in der Schweiz: Die Werbung wirkt
Aus HeuteMorgen vom 11.02.2020.
abspielen. Laufzeit 02:11 Minuten.
Inhalt

Auf die Bretter, fertig, los! Skilager sind beliebt – doch wer zahlt dafür?

Die Werbung für Schneesportlager wirkt. Das führt allerdings auch zu Mehrausgaben für die öffentliche Hand.

Im Saastal im Kanton Wallis gibt es viele Gruppenunterkünfte. Skilager seien deshalb sehr wichtig – nicht nur für die mehr als 40 Unterkünfte, sondern für das ganze Tal, sagt Enzo Bregy von der Saastal Tourismus AG: «Vor allem im Januar und im März, wenn die Schulsportferien und die Hochsaison durch sind, füllen sie uns die Gästebetten.»

Vor allem im Januar und im März füllen uns die Skilager die Gästebetten.
Autor: Enzo BregySaastal Tourismus

So habe man auch «eine gewisse Grundauslastung für die Bergbahnen». Alle Leistungsträger können von diesen Skilagern profitieren – vom Bäcker bis zum Detailhändler, sagt Bregy.

Schweizweit bietet die Schneesportinitiative im Saastal am meisten Unterkünfte an. 54 der insgesamt 213 Lager finden in dieser Saison im Saastal statt, weshalb das Tal eins zu eins vom Wachstum durch die Schneesportinitiative profitiert.

Zahl der Skilager hat sich verdreifacht

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Vor vier Jahren hat sich der Verein Schneesportinitiative Schweiz eine Online-Buchungsplattform für Schneesportlager lanciert. Damit sollen die Organisation von Skilagern für Lehrerinnen und Lehrer vereinfacht und kostengünstige Skilager ermöglicht werden. Tatsächlich hat sich die Zahl der so organisierten Lager in den letzten vier Jahren mehr als verdreifacht.

Eltern zahlen maximal 80 Franken

Mehr Schneesportlager heisst aber auch mehr Kosten für die öffentliche Hand. Denn seit einem Bundesgerichtsurteil im Jahr 2017 dürfen die Schulen den Eltern für obligatorische Lager nur noch einen Betrag von maximal 80 Franken pro Woche in Rechnung stellen. Früher lagen die Elternbeiträge zwischen 150 und 300 Franken.

So viele Gemeinden wie es in der Schweiz gibt, so viele Lösungen gibt es.
Autor: Ole RauchSchweizer Schneesportinitiative

Die Schulen respektive die Gemeinden müssen nun diese Löcher stopfen, sagt Ole Rauch, Geschäftsführer der Schneesportinitiative: «So viele Gemeinden wie es in der Schweiz gibt, so viele Lösungen gibt es auch. Teilweise zahlen Gemeinden mehr Beiträge, teilweise ist ihnen dies leider nicht möglich und man muss andere Lösungen finden, wie das Schneesportlager finanziert werden kann.»

Junge Snowboarder auf der Piste
Legende: Die Zahl der Schneesportlager hat sich in den letzten vier Jahren verdreifacht. Keystone

Steuerzahler kommen für Kosten auf

Einzelne Kantone wie zum Beispiel Basel-Landschaft haben sich bereit erklärt einzuspringen. In anderen Kantonen sind noch politische Vorstösse hängig. Genf und Aargau deklarieren die Lager neu als freiwillig, damit die Schulen höhere Elternbeiträge verlangen können. Vereinzelt gibt es auch Gemeinden, in denen keine Lager mehr durchgeführt werden.

Generell lässt sich sagen, dass sich die Kosten für die Lager von durchschnittlich 300 Franken pro Kind und Woche kaum verändert haben. Während früher die Eltern meist den grössten Teil bezahlt haben, wird nun vermehrt die öffentliche Hand und somit der Steuerzahler zur Kasse gebeten.

SRF 4 News, Heute Morgen, 11.2.2020, 6:00 Uhr

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

42 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

Mehr aus WirtschaftLandingpage öffnen

Nach links scrollen Nach rechts scrollen