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Coronakrise in der Flugbranche Easyjet schreibt zum ersten Mal in 25 Jahren Milliardenverlust

  • Die Corona-Pandemie hat dem britischen Billigflieger Easyjet den ersten Jahresverlust seiner 25-jährigen Firmengeschichte eingebrockt.
  • Nach einem Gewinn von 349 Millionen Pfund im Vorjahr schrieb der britische Konzern nun einen Verlust von fast 1.1 Milliarde britischen Pfund (1.3 Mrd. Schweizer Franken).
  • Der Konzern schöpft Hoffnung in den Meldungen zu möglichen Impfstoffen, möchte aber keine Prognosen für das nächste Jahr abgeben.

Die Aussichten der Reisebranche für den Winter bleiben düster. Easyjet-Chef Johan Lundgren will darum wegen der Krise bis im Dezember jetzt höchstens ein Fünftel des ursprünglich vorgesehenen Flugprogramms anbieten. Zuletzt hatte er noch ein Viertel anvisiert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr brach die Zahl der Fluggäste um die Hälfte auf gut 48 Millionen ein. Hauptgrund dafür waren vor allem die Reisebeschränkungen und der Einbruch der Nachfrage.

Betroffen war dabei vor allem das zweite Geschäftshalbjahr, das bei Easyjet von April bis September dauert. In den Monaten April bis Juni stand die Flotte praktisch still, und auch danach erholte sich die Nachfrage nur leicht, bevor sie im Zuge steigender Infektionszahlen und neuer Reisebeschränkungen wieder zurückging. Das in Luton, England, ansässige Unternehmen verfügte am 30. September über liquide Mittel in Höhe von 2.3 Milliarden Pfund.

Einziger Ausweg ist ein Impfstoff

Zu einer Ergebnisprognose für das neue Geschäftsjahr sieht sich das Management wegen der Pandemie nicht in der Lage. Easyjet versuche, die Verluste in der kalten Jahreshälfte zu begrenzen, hiess es. Etwas Hoffnung schöpft der Manager aus den positiven Nachrichten über einen möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus. Easyjet bleibe flexibel, um das Flugangebot bei anziehender Nachfrage wieder hochzufahren, teilte das Unternehmen mit.

SRF 4 News; 17.11.2020; 11:00 Uhr;

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