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Moderna erhält Impfstoff-Zulassung in der Schweiz
Aus Tagesschau am Vorabend vom 12.01.2021.
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Die Logistik hinter Moderna Wie die Schweiz die Versorgung mit dem neuen Impfstoff sichert

Der neu zugelassene Impfstoff von Moderna wird mehrheitlich in Visp hergestellt und hätte damit einen kurzen Weg in die Schweizer Impfzentren. Doch die Logistik hinter dem neuen Impfstoff ist um einiges komplizierter.

Wo wird der Moderna-Impfstoff hergestellt? Die amerikanische Firma Moderna lässt von der Lonza in Visp jährlich 300 Millionen der bis Ende Jahr geplanten 600 Millionen Impfdosen für die ganze Welt herstellen. An einem weiteren Lonza-Standort in Portsmouth im US-Bundesstaat New Hampshire werden die restlichen 100 Millionen Impfdosen produziert. Weitere 200 Millionen Dosen produziert Moderna selbst.

Wieso ist die Herstellung und die Verteilung des Moderna-Impfstoffes so kompliziert? Der Impfstoff wird zwar fast gänzlich in Visp produziert. Ein Teil des aktiven Wirkstoffs, der sogenannte mRNA-Teil, wird jedoch teils in den USA, teils in Visp produziert – und von Lonza in den Impfstoff verarbeitet. Von Visp und New Hampshire wird das Vakzin nach Spanien geliefert, wo in der Nähe von Madrid die Abfüllung in pharmazeutische Dosen stattfindet. Die fertigen Dosen gelangen dann in ein Verteilzentrum von Kühne und Nagel in den Benelux-Staaten, das als Ausgangspunkt für die Verteilung in die europäischen Länder dient. Was nicht per Landfracht erreicht werden kann, wird mit der Luftfracht bedient.

In der Schweiz gelangt der Impfstoff als Erstes an die Armeeapotheke, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilt. Diese verteilt die Impfdosen dann an die Kantone, die diese an die Impfzentren weitergibt. Am 13. Januar wird die Schweiz die ersten 200'000 Moderna-Impfdosen erhalten. Weitere Lieferungen würden in regelmässigen Abständen folgen, schreibt das BAG.

Welche Rolle spielt Kühne und Nagel dabei? Der Schweizer Logistikdienstleister Kühne und Nagel ist für den weltweiten Transport und die Lagerung des Impfstoffes verantwortlich. Einzig in den USA erhielt ein anderes Logistikunternehmen den Zuschlag. Für die Verteilung kommt in Europa eine Flotte von rund 200 speziellen Pharmatransportfahrzeugen zum Einsatz, die das Aufrechterhalten der erforderlichen Temperatur von minus 20 Grad Celsius sicherstellen.

Wieso ist die Moderna-Impfung für die Schweiz besonders wichtig? Bei der Bestellung der Impfdosen hat die Schweizer Regierung vor allem auf den Hersteller Moderna gesetzt. Insgesamt soll das Unternehmen bis Ende Juni 7.7 Millionen Dosen für die 8.6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner liefern. Von Biontech/Pfizer waren drei Millionen Dosen geordert worden. Die Behörden prüfen ebenfalls Unterlagen über den in Grossbritannien entwickelten Impfstoff von Astrazeneca.

10vor10, 12.01.2020, 21:50 Uhr

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Und keiner merkt es ???
    15,8 Millionen Dosen bestellt.
    Zwei Dosen braucht es mindestens für jeden.
    Also können 7.65 Mio Einwohner geimpft werden.
    Aktuelle Einwohnerzahl der Schweiz: 8'655'118
    Wurden da 1 Million Impfverweigerer bereits mitberechnet oder was?
    Es fehlen 2 Millionen Dosen.
    Oder ?
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Peter Zuber: So viel ich weiss müssen Kinder nicht geimpft werden. Dann würden die Impfdosen reichen.
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    2. Antwort von Christian Oberholzer  (pandasquirry)
      Es gibt einige Personengruppen, die aktuell meines Wissens für eine Impfung nicht in Frage kommen, z.B. Kinder, Schwangere, Allergiker, Kranke etc. Eine Hundertprozentige Abdeckung ist aber auch gar nicht nötig, deshalb passt die bestellte Zahl schon.
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    3. Antwort von Aurel Specker  (Auspec)
      Wirklich?!
      1. Die Impfung ist nicht zugelassen für unter 16J. (> 1 mio)
      2. Es gibt sicher mehr als 1 mio Impfverweigerer.
      3. Ich kann falsch sein, aber meines Wissens braucht die AstraZeneca Impfung nicht unbedingt 2 volle Dosen.
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  • Kommentar von Patrick Schiess  (seloraphim)
    @SRF: viel spannender wäre warum BioNTech in ihrem "Annual Report" (https://investors.biontech.de/static-files/c0c089c7-059c-44ba-bffa-3ea2dd5cc4e9) auf Seite 15 folgendes festhält (übersetzt): "Keine mRNA-Immuntherapie wurde bisher zugelassen und keine könnte jemals zugelassen werden. Die Entwicklung von mRNA-Arzneimitteln ist aufgrund der neuartigen und beispiellosen Natur dieser neuen Kategorie von Therapeutika mit erheblichen klinischen Entwicklungs- und regulatorischen Risiken verbunden."
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    1. Antwort von Tim Berger  (11x)
      Ihre Übersetzung ist so nicht korrekt. Es heisst nicht "Keine könnte jemals zugelassen werden", sondern "es ist möglich, dass keine jemals zugelassen wird" ("it is possible that none of our product candidates [...] will ever obtain regulatory approval"). Das ist ein grosser Unterschied. Unternehmen sind gegenüber Investoren verpflichtet, Risiken offenzulegen, und die Nichtzulassung der mRNA-Arzneimittel war ein solches Risiko. Mittlerweile hat sich das erledigt, es wurde bereits zugelassen.
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    2. Antwort von Alex Dersch  (Dera)
      Guten Morgen Herr Schiess,
      Sie haben vergessen zu erwähnen, dass der Report von März 2020 ist.
      Wir sind mittlerweile im Januar 2021
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