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Legende: Video Die Schweizer mögen SUVs auch in der Stadt abspielen. Laufzeit 02:52 Minuten.
Aus 10vor10 vom 04.07.2019.
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Geländewagen boomen Schweizer fahren auf SUVs ab

In der Schweiz werden Geländelimousinen gerne gekauft und gefahren. Das erstaunt in Zeiten der Klimadebatte.

Die Schweiz ist ein Land der Autofahrerinnen und Autofahrer. Im ersten Halbjahr sind 157'136 Autos in Verkehr gesetzt worden, wie die Statistik des Importeurverband Auto-Schweiz zeigt. Weiterhin bevorzugen Käuferinnen und Käufer grosse, schwere Wagen, sogenannte SUVs.

Legende: Video «Für mich ist es ein Sicherheitsfaktor» abspielen. Laufzeit 00:11 Minuten.
Aus News-Clip vom 04.07.2019.

SUV steht für «Sport Utility Vehicle». Übersetzt heisst das Sport-Nutz-Fahrzeug. Zwar erinnern sie in ihrer Erscheinung an Geländewagen, sie sind aber nicht für Abseits der Strasse gedacht.

SUVs im Trend

Die Nachfrage nach den Geländelimousinen wächst. Bis Mai waren von den 50 beliebtesten Automodellen in der Schweiz 22 SUVs. 2014 belegten noch 16 Modelle die Top 50 im selben Zeitraum.

René Reymond, Geschäftsführer der AMAG Autowelt, erkennt einen Trend. «Die Kunden wollen höher Sitzen und sie schätzen, dass man das Auto einfacher beladen kann.» So würden SUVs mittlerweile 40 Prozent des Geschäfts von AMAG ausmachen.

Land der Geländewagen

Etwa 50 Prozent der Autos in der Schweiz hätten einen Vierradantrieb, sagt Peter de Haan, Dozent für Energie und Mobilität an der ETH Zürich. Im Rest von Europa seien es nur 13 bis 15 Prozent. Die Gründe für diesen Unterschied sieht de Haan im hohen Wohlstand und der Kaufkraft der Schweiz.

In Zeiten der Klimastreiks und des Hypes um Elektromobilität erstaunt diese Entwicklung, denn SUVs verbrauchen mehr Treibstoff als Autos kleinerer Bauart. «Das Gewicht durch den stärkeren Antrieb und die höhere Bauart führt zu 25 Prozent Mehrverbrauch», sagt de Haan.

Mehr alternative Antriebe

Dabei gibt es auch SUV-Modelle mit alternativen Antrieben – etwa mit Hybridmotoren. Mit den heutigen Verbrennungsmotoren sei man aber gut aufgestellt, sagt René Reymond, da es auch immer effizientere Motoren gebe.

Ingesamt werden immer mehr Autos mit alternativen Antrieben gekauft. Gemäss der Statistik von Auto-Schweiz laufen 10.6 Prozent der in diesem Jahr immatrikulierten Fahrzeuge nicht rein mit Benzin oder Diesel. 2018 lag der Wert noch bei 6.3 Prozent.

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92 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Brand  (tomcomm)
    Der einzige Nutzniesser von grossen SUV ist die Auto- und Öl Industrie.
    Alle anderen finden diese schweren Panzer einfach nur mühsam und unnötig!
    Käufer solcher Autos haben m.M.n. einen fraglichen Charakter, welcher mit einer Prise Egoismus gesalzen ist. Häufig sitzt dann eine einzige Person in diesem tonnenschweren Vehikel und erfreut sich am "Sicherheitsgefühl".
    Von mir aus können SUV verboten oder mit einer Idiotensteuer belegt werden.
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    1. Antwort von Emmy Müller  (Emmy Müller)
      Fahre seit vielen Jahren einen Smart, reicht vollkommen zum einkaufen...manchmal ist parkieren trotzdem schwierig, weil viele so grosse Wagen fahren.
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  • Kommentar von Cornelia Marthaler  (Cornelia Marthaler)
    @ PIP: für die allermeisten Einsätze würde aber ein Fiat 500 völlig genügen. Insofern halte ich den Vergleich dessen was genügt mit dem was Mensch sich darüber hinaus gönnt schon für legitim. Eigentlich ist dies sogar genau das relevante Thema. Oder wo genau liegt der Gewinn wenn wir Limousinen, SUV und meinetwegen Privatflugzeuge miteinander vergleichen?
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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Nur wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht, kommt man auf Aussagen wie "Das Gewicht durch den stärkeren Antrieb und die höhere Bauart führt zu 25 Prozent Mehrverbrauch". Das ist einfach nicht wahr. Vergleicht man im gleichen Segment, vergleicht man die gleichen Antriebskonzepte und -arten, dann sind Limousinen und SUVs klassenintern komplett vergleichbar. Wer einen Fiat 500 mit einem VW Tuareg vergleicht, der kommt auf solchen Chabis. Das hier ist eine reine Neiddiskussion! Einmal mehr!
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    1. Antwort von Tobias Vetter  (ToVe)
      Ich kan Ihnen versichern, ich bin _nicht_ neidisch auf die SUV fahrer.

      Das neid"argument" ist nur ein billiger Ausweg, um der unbequemen Wahrheit aus dem Weg zu gehen.
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    2. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Ich denke niemand der SUV-Ablehner, ist neidisch auf so eine Karre. Man ärgert sich über den Egoismus und das fehlende Umweltbewusstsein dieser Leute. Wenn jemand so ein Fahrzeug wirklich "braucht" ( damit meine ich nicht, seine Pferde spazieren zu fahren!), ist so ein Fahrzeug auch notwendig.
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