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800 Millionen Gewinn im Halbjahr: SNB erholt sich von Coronadelle
Aus SRF 4 News aktuell vom 31.07.2020.
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Halbjahresbilanz der Notenbank SNB schreibt 800 Millionen Franken Gewinn

  • Die Schweizerische Nationalbank weist für das erste Halbjahr 2020 einen Gewinn von 0.8 Mrd. Franken aus.
  • Grund für das massiv rückläufige Resultat ist laut SNB die Corona-Pandemie.
  • Diese hat unter anderem für eine hohe Volatilität an den Finanzmärkten geführt.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im ersten Halbjahr leicht positiv abgeschnitten. Auf ein sehr schwaches erstes Quartal folgte ein sehr gutes zweites Jahresviertel. Vor allem die Entwicklung des Goldpreises half der SNB in die schwarzen Zahlen.

Im ersten Quartal hatte wegen des schwierigen Börsenumfeldes infolge der Corona-Pandemie ein Verlust von 38.2 Milliarden resultiert, die Erholung der Börsen und der Anstieg des Goldes führten für die Periode von April bis Juni dann zu einem Plus von 39.0 Milliarden.

Während bei den Fremdwährungspositionen im Semester ein Verlust von 6.8 Milliarden resultierte, gab es auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand einen Bewertungsgewinn von 7.1 Milliarden. Auf den Frankenpositionen erzielte die Notenbank ein Plus von 0.6 Milliarden, das im Wesentlichen aus den Negativzinsen auf Girokontoguthaben resultierte.

SNB erachtet starke Schwankungen als normal

Die SNB betonte wie üblich, dass ihr Ergebnis überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen und Kapitalmärkte abhängig ist. Starke Schwankungen seien deshalb die Regel und Rückschlüsse vom Zwischenergebnis auf das Jahresergebnis nur bedingt möglich.

Im Gesamtjahr 2019 etwa hatte die SNB aufgrund des freundlichen Finanzmarktumfeldes einen Gewinn von 49 Milliarden Franken erzielt, 2017 waren es gar über 54 Milliarden gewesen und 2016 über 24 Milliarden.

In den Jahren 2018 oder 2015 war das Bild hingegen umgekehrt. Da mussten die hiesigen Währungshüter Verluste von knapp 15 Milliarden beziehungsweise von über 23 Milliarden ausweisen.

SRF 4 News, 31.07.2020, 08:00 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Kamil Taylan  (Kamil Taylan)
    Verglichen mit anderen Zentralbanken anderer europäischen Ländern, besonders mit der EZB, ist dies ein hervorragendes Resultat in schweren Corona Zeiten.
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  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Mitte März 2020 vielen die amerikanischen und in der Folge auch die europäischen Börsen in ein Loch. Dies bescherte der SNB einige Milliarden Verlust für das erste Semester. Die vielen Billionen Fiat Geld, gedruckt in aller Eile in US$ und Euro flossen wie immer in die Börsen und haben die SNB Bilanz wieder etwas aufgemöbelt. Beim grossen Knall der uns bevorsteht wird es nicht so glimpflich ausgehen.
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    1. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      Ich lese von Leuten wie Ihnen schon seit 10 Jahren dass es einen grossen Knall geben wird, weil die Zentralbanken angeblich zuviel Geld drucken.
      Wenn es zu viel Geld gibt dann führt dies zu Inflation und nicht unbedingt zu einem Knall. In den letzten Jahren war die Inflation aber sehr gering im Vergleich zu früheren Jahrzehnten. Daraus kann man ableiten dass die Zentralbanken nicht zuviel Geld drucken.
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    2. Antwort von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
      Herr Singer, leider nicht einverstanden mit Ihnen. Die Fed, z.B. stellt das neu gedruckte Geld den "primeray dealers" zur Verfügung. Wer sind die? Fast alle weltgrössten Banken inkl. unsere CS und UBS. Auch die SNB ist mit einem sehr grossen Teil ihres Kapitals an den amerikanischen Börsen. Durch den Zusammenbruch der asiatischen Lieferketten sind wir jetzt in einer deflationären Phase. Die Inflation wird kommen mit einem Ausmass wie wir uns kaum vorstellen können.
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    3. Antwort von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
      und noch etwas. Seit 2008 hat man nur Fiat Geld gedruckt und damit insolvente Firmen in jeder Grössenordnung durch die 0 und minus Zins Politik künstlich am Leben erhalten. Diese haben sich angehäuft. Die Banken sind durch den Verlust ihres traditionellen Geschäftes der Zinsdifferenz, wegen eben auch der Zins Politik auch am Rande des Ruins. Die Zoombies werden fallen und leider auch viele bisher gesunde Firmen wegen der Covid 19 Politik. Dies geht auch in der Schweiz nicht ohne Schäden vorbei.
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    4. Antwort von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
      Die Produktionsunterbrüche haben weltweit zu Arbeitslosigkeit geführt und die Covid 19 Krise hat sie noch viel vergrössert. Die Inflation liegt jetzt in den Aktien- und den Immobilienpreisen. Die Wirtschaft hat 30% minus und die Börsen 30% plus. Aber die Inflation wird die Güter des täglichen Bedarfs erreichen.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Beachtlicher Gewinn! Werden die ärmeren in der Gesellschaft von diesem Gewinn (zumindest indirekt) auch etwas sehen? Das fände ich wichtig.
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    1. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Indem unser Staat finanziell gut da steht können auch die Sozialen Systeme die fast Weltrekordniveau haben am Leben erhalten werden.
      In der Schweiz hat jeder anschluss ans Gesundheitswesen und keinet muss hungern, das alles ist nicht einfach normal Herr Känel und darauf sollten wir stolz sein.
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