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Lonza – die Visper Erfolgsstory
Aus Tagesschau vom 27.01.2021.
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Impfstoffproduktion im Wallis Wie Lonza Visp auf den Kopf stellte

Weltbekannt wurde Lonza durch die Zusammenarbeit mit Moderna. Im Wallis prägt der Konzern eine ganze Gemeinde.

Praktisch über Nacht erlangte die Lonza im Mai weltweite Bekanntheit. Das Schweizer Pharma-Unternehmen mit Hauptsitz in Basel und Produktionsstandort in Visp verkündete, im Auftrag von Moderna den Corona-Impfstoff zu produzieren. Der mRNA-Impfstoff von Moderna ist einer von zwei, die in der Schweiz bisher die Zulassung erhalten haben. Entsprechend gespannt wurden die Geschäftszahlen von Lonza für das vergangene, von der Corona-Krise geprägte Jahr 2020 erwartet.

Der Konzern konnte am Mittwoch solide Ergebnisse präsentieren. Der Umsatz wuchs um 7.2 Prozent auf 4.51 Milliarden Franken, der Reingewinn um 35 Prozent auf 871 Millionen Franken. Mitverantwortlich für das gute Ergebnis ist der Corona-Impfstoff. Dieser ist aber nur einer der Wirkstoffe, die Lonza im Auftrag von Pharmakonzernen herstellt.

Boom im Wallis

Das Pharma-Unternehmen wächst bereits seit einigen Jahren kontinuierlich. Allein in den letzten 8 Jahren nahm die Anzahl Vollzeitstellen in Visp um 1000 Personen zu. Mit fast 4000 Angestellten gehört der Konzern zu den grössten Arbeitgebern im Wallis

Das Wachstum zeigt sich auch in Visp. Während die Gemeinde 1960 erst zirka 3500 Bewohner zählte, sind es aktuell um die 8000. Mit der steigenden Einwohnerzahl einhergeht ein Bau-Boom. So sind allein in Visp 300 Wohnungen im Bau.

Ebenfalls ausgebaut werden muss die Infrastruktur wie Schulen, Betreuungsplätze und der Bahnhof. Sollte Lonza auf Expansionskurs bleiben, dann dürfte auch die Einwohnerzahl von Visp weiter zunehmen. Momentan läuft für den Pharma-Zulieferer alles wie geschmiert. In schlechten Zeiten könnte die grosse Verbundenheit mit der Lonza aber auch ein Risiko für Visp darstellen.

Tagesschau, 27.01.2021, 19:30 Uhr

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Hans-Peter Lanz  (Hans-Peter Lanz)
    Trotz allem Positiven am Wachstum der Lonza in Visp, macht mir das Ganze dennoch Sorgen. Denn wir wissen, wie schnell in Konzernzentralen Entscheide über Standortwechsel etc. Gefällt werden. Man wünscht sich, dass sich im Wallis auch noch weitere Arbeitgeber ansiedeln werden, die aus lonzafremden Branchen kommen, damit das Oberwallis nicht zu einem „Detroit“ oder „Ruhrgebiet“ verkommen wird in 10-20 Jahren.
    1. Antwort von Peter Maurer  (PMaurer)
      Dann lieber bei Scintilla / Bosch im Mattertal arbeiten: konstantes und nachhaltiges Wachstum seit den 1950er Jahren. Zuverlässig, nicht-börsenkotiert, sympathisch.
  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    Und wenn der Boom bei Lonza resp. das dadurch ausgelöste Wachstum in Visp und Umgebung dazu führt, dass im 'Sizilien der Schweiz' nach Jahrzehnten und Millionen versandeter Steuerfränkli nun endlich die Autobahn bis Visp fertiggestellt wird, dann hat sich der Boom bei Lonza in Visp auch für uns 'Grüezini' gelohnt.
  • Kommentar von Wilfred Scheidegger  (Ville Frayde)
    Der Mensch, das fiiiiieste Lebewesen... im Wallis gäbe es noch der berechnende Wolf dazu...!