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Gewinnsteigerung bei Lonza
Aus Rendez-vous vom 27.01.2021.
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Pharmazulieferer Lonza steigert Gewinn und will Chemiegeschäft bald verkaufen

  • Lonza ist im Geschäftsjahr 2020 dank seiner Aktivitäten als Pharmazulieferer erneut gewachsen.
  • Im Jahr 2020 wurden 871 Millionen Franken erwirtschaftet, wie Lonza mitteilt. Das sind satte 35 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Bei den Chemieprodukten harzten hingegen einige Bereiche. Das Chemiegeschäft soll aber schon bald verkauft werden.

Das Glanzstück bei Lonza ist und bleibt das Pharmageschäft. In diesem Bereich kletterten die Verkäufe um 7.3 Prozent auf 4.51 Milliarden Franken und der Betriebsgewinn, das sogenannte Kern-EBITDA, um 4.7 Prozent auf 1.41 Milliarden. Die Marge lag bei hohen 32.1 Prozent.

Das Segment habe sich als «widerstandsfähig» gegenüber den Auswirkungen der Pandemie erwiesen, erklärt Lonza. Das Unternehmen stellt unter anderem im Auftrag von Pharmakonzernen Wirkstoffe für Medikamente her – oder für die Impfung der US-Firma Moderna. Mit dem beabsichtigten Verkauf des Chemiegeschäfts wird sich Lonza fortan nur noch auf den Pharmabereich konzentrieren.

Chemie wird bald verkauft

Das in der Sparte «Specialty Ingredients» zusammengefasste Chemiegeschäft wird laut Lonza wohl noch im ersten Quartal 2021 verkauft. Das Geschäft mit Spezialchemikalien hatte Lonza letzten Sommer ins Schaufenster gestellt – nun habe man eine engere Auswahl von Bietern ermittelt.

Im genannten Segment gingen die Verkäufe um 2.1 Prozent auf 1.68 Milliarden Franken zurück, während der operative Gewinn um 12.6 Prozent auf 322 Millionen zunahm. Die entsprechende Marge lag bei 19.2 Prozent.

Gut liefen laut Lonza in Coronazeiten die Desinfektionsmittel. Die eher konjunkturabhängigen Geschäfte wie Elektronik und Automobil spürten hingegen etwas Gegenwind.

«Neue» Lonza

Nach dem Verkauf des Chemiegeschäfts will Lonza noch deutlich profitabler werden. Die «neue» Lonza soll ohne Chemiesparte deutlich schneller wachsen und mehr Gewinn abwerfen als die bisherige Firma.

In Zahlen ausgedrückt peilt das Unternehmen bis 2023 ein zweistelliges Umsatzwachstum an und die Betriebsgewinnmarge soll auf 33 bis 35 Prozent steigen. Auf dem Weg dorthin stellt Lonza für das Jahr 2021 ein Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen im tiefen zweistelligen Prozentbereich in Aussicht.

Allerdings gibt es noch einen Disclaimer: Alle Prognosen seien vor dem Hintergrund der weltweit unsicheren Lage «mit besonderer Vorsicht» zu geniessen, schreibt Lonza.

SRF 4 News, 27.01.21, 09:00 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Die einzige Motivation Aktien zu kaufen ist um mit den Gewinnen diese unsäglichen Firmen Coronmassmamen einzuklagen. Ich fand Aktien noch nie fair, weil einfach die Arbeiten viel zu wenig daran profitieren. Ich denke sehr wohl Gewinnorientierte, aber eher in einem gesunden kapitalistischen Sinne wo die arbeiteten an Erster Stelle stehen und das Geld in die Firma zurück fliesst, Nicht in die Investoren.
    1. Antwort von Christian Schipp  (Dakine7245)
      Die arbeitende Bevölkerung besitzt ganz viel Aktien. In was investieren die Pensionskassen, Versicherungen usw.? Auch in Aktien. Wir profitieren also breitflächig.
  • Kommentar von Ivano Boesch  (iboesch)
    Das Chemiegeschäft wird wohl wahrscheinlich an die Chinesen verkauft. Und dann einige Jahre später sind alle wieder überrascht und wir wundern uns über unsere Abhängigkeit von China in den essentiellen Bereichen.
  • Kommentar von Arthur Loosen  (Looar)
    Zu hohe Gewinne durch Covid
    Die Gewinnentwicklung und die Gewinnaussichten zeigen eindeutig, dass hier zu hohe Gewinne aufgrund einer Pandemie erwirtschaftet werden. Die NGO fordern eine Lockerung des Patentschutzes, damit auch arme Länder ihre Bevölkerung impfen können. Mit Aussicht auf Nachtragsgeschäfte für Virenmutationen liegt wohl kein Verlangen der Pharmaindustrie in diesem Punkt vor. Buissnes as usual.