Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Trend zu Investitionen in Solarenergie abspielen. Laufzeit 01:35 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 02.07.2019.
Inhalt

Index 40 Prozent im Plus Solarenergie ist bei Investoren hoch im Kurs

Aktienkurse von Unternehmen, die in der Solarbranche tätig sind, zeigen steil nach oben. Das war noch bis vor kurzem anders.

Sie produzieren Solarzellen, betreiben ganze Solarkraftwerke oder entwickeln Software für die Steuerung von Sonnenenergie: Unternehmen im Solarbereich sind derzeit gefragt bei den Investoren. Das zeigt ein Blick auf den Aktienindex PPVX, Link öffnet in einem neuen Fenster. Rund 30 international tätige Unternehmen, die mindestens die Hälfte ihres Umsatzes mit Solarenergie machen, sind darin abgebildet.

Der Index ist etwa 30 Milliarden Euro schwer. Und er hat im letzten halben Jahr fast 40 Prozent zugelegt. Diese Entwicklungen hätten mit der aktuellen Klimadebatte zu tun, sagt Rolf Wüstenhagen, Professor für das Management erneuerbarer Energien an der Universität St. Gallen. Er sieht einen Trend.

Höherer Strombedarf wegen Wachstum

«Die Klimastreiks, Greta Thunberg und ihre grosse Prominenz sind sicher ein wichtiger Faktor dabei.» Auffällig sei, dass das derzeitige Wachstum bei der Solarenergie von asiatischen Unternehmen angetrieben werde, so Wüstenhagen. «Sie haben ein starkes Wirtschaftswachstum, sie brauchen Strom, und davon profitieren auch Produzenten von erneuerbarer Energie.»

Es ist vielversprechender, in erneuerbare Energien zu investieren, als in alles, was CO2 ausstösst.
Autor: Rolf WüstenhagenProfessor Universität St. Gallen

Ob diese Entwicklung anhält, ist offen. Mit dem Blick in den Rückspiegel lasse sich die Zukunft nicht voraussagen, heisst es im Börsenjargon. Doch Wüstenhagen ist optimistisch: «Ich glaube, dass langfristig immer mehr Menschen – und Investoren sind auch nur Menschen – erkennen, dass der Klimawandel ein gravierendes Problem ist. Und dass es vielversprechender ist, in erneuerbare Energien zu investieren, als in alles, was CO2 ausstösst.»

Ob die Investoren das auch so sehen, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

47 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
    Es ist erbärmlich wie Europa und v.a. die Schweiz bisher den Trend zu Solar verschlafen, respektive von blinder Marktideologie getrieben, behindert hat. Nun ist China Weltmarktführer, und wir sind ganz selber schuld.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Robert Frei  (RFrei)
      Das gilt aber auch für alle anderen Energieformen, welche in den heutigen Diskussionen blockiert werden. Zum Beispiel die zwar nicht erwünschten aber doch vermutlich notwendigen Gaskraftwerke, Bald wird in Europa kein Know-How dafür mehr vorhanden sein, und wir werden unsere Fabriken geschlossen haben und neue Kraftwerke aus China kaufen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Wenn wir die richtigen Entscheidungen treffen, benötigen wir hierzulande keine Gaskraftwerke. Auch in Zukunft nicht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von lorenz Bertsche  (lorenz.bertsche)
    ganz herzlichen dank für alle user die mir eine antwort auf meine frage solarstrom gegeben haben. liebe grüsse und einen guten wochenstart.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
    @Derungs: ach so, die ifo Studie von Herrn Sinn, die nachträglich auseinandergenommen wurde. Das war wahrlich mein Ruhmesblatt des ifo Instituts.
    Googlen Sie doch mal "ifo Studie Elektroauto Kritik".
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Robert Frei  (RFrei)
      Je nach Gesinnung kann man jede Studie auseinandernehmen. Ob sie damit falsch und die Ansicht des Kritikers richtig ist, ist dabei noch längst nicht gesagt. - Diskussion und Kritik ist gut, man sollte aber nicht selektiv Informationen herausziehen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Reto Derungs  (rede)
      Lieber Herr Keller, wenn wir schon von Elektroautos sprechen darf natürlich die ethische Komponente nicht fehlen. Für die Herstellung der Batterien von E-Autos braucht es Kobalt. Das wird von Kindersklaven in Minen in Afrika abgebaut. Ebenfalls braucht man Lithium. Das wird in Latainamerika abgebaut und zerstört die Lebensgrundlage von unzähligen Indios. Nebenbei gibt es unglaubliche Umweltzerstörungen. Ich denke, wem Anstand, Ethik und Moral wichtig ist setzt sich nie in ein E-Auto.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      @Derungs wo ist die Kritik bei der Erölgewinnung und dem Uranabbau? Lebensgrundlagen zerstören, Verschmutzen von Wasser, Böden, Luft?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Reto Derungs  (rede)
      @M. Fretz: Sehen Sie, wenn Sie dem Kindersklaven in Afrika sagen, dass es auch anderswo missbrauch gibt, hilft ihm das nicht wirklich. Das traurige an der Sache ist ja, dass es Alternativen gäbe. Wasserstoff wäre eine davon. Es gibt aber auch Bio-Treibstoffe, die paraktisch CO2-neutral sind. Oder Gas, das aus Abfall gewonnen wird. Der folgende Beitrag gibt einen tollen Überblick: https://www.youtube.com/watch?v=5ZSu7J2rsh0&list=PLQrsocOZ_VCkLO18itQZ4qyNvWJFXtfZ2&index=9&t=0s
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Hr Frei, in diesem Fall ist es die Studie, die "selektiv Informationen herauszieht". Und dazu sind die Quellstudien, die sie heranzieht teilweise seit Jahren überholt. Bei dieser Faktenlage hat es mit der Gesinnung überhaupt nichts zu tun, wenn man so eine Studie "auseinandernimmt". Da geht es rein um die Sache.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen