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Ein gutes Jahr für Novartis
Aus Nachrichten vom 29.01.2020.
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Jahreszahlen für 2019 Novartis steigert Umsatz dank neuer Medikamente

  • Der Pharmakonzern Novartis hat im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen.
  • Der Umsatz stieg 2019 um sechs Prozent auf 47.4 Milliarden Dollar.
  • Der ausgewiesene Reingewinn des Gesamtkonzerns ging dagegen um sieben Prozent auf 11.7 Milliarden Franken zurück.
  • Darin enthalten ist für 2019 der einmalige Effekt aus der Abspaltung von Alcon und für 2018 der Nettogewinn aus der Veräusserung des OTC-Joint-Ventures an GSK.

Insgesamt schaut Novartis auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. So hat der Pharmakonzern bei Umsatz und Gewinn die eigenen Erwartungen erfüllt. Dies ist vor allem der guten Entwicklung der Wachstumstreiber zu verdanken. Den Aktionären stellt Novartis eine um zehn Rappen auf 2.95 Franken erhöhte Dividende in Aussicht.

Auch im laufenden Jahr will der Konzern weiter wachsen. So peilt das Management für 2020 ein Umsatzplus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich an. Das operative Kernergebnis soll im hohen einstelligen bis tiefen zweistelligen Prozentbereich steigen. Das wäre in etwa das Wachstum, das der Konzern auch 2019 erreicht hat.

Einschätzung von Wirtschaftsredaktorin Lucia Theiler:

Der Pharmariese Novartis legt beim Umsatz zu. Der Krebsgang beim Gewinn liegt an einem Verkauf eines Geschäftssteils im Vorjahr. Das herausgerechnet, ergibt sich ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Novartis ist unterwegs zu einem fokussierten Unternehmen, das auf neue Therapien setzt. Im Zentrum des Interesses steht dabei Zolgensma, eine Therapie für Babies gegen die Muskelschwund-Krankheit SMA. Es ist mit zwei Millionen Dollar die teuerste Einzeltherapie weltweit. Novartis fand damit bei Patientinnen und Patienten Anklang. Und das Wachstum wird anhalten: Denn mit weiteren Zulassungen in anderen Ländern, möglicherweise bald auch der Schweiz, kann die Therapie häufiger angeboten werden. Doch mit den Zulassungen gehen die Diskussionen einher mit Behörden über den Preis. Die grosse Herausforderung für Novartis, diese innovativen Medikamente auch von den Krankenkassen vergütet zu kommen, steht also noch an.

Gutes Abschneiden durch Blockbuster-Produkte

Den Nettoumsatz für 2019 bezifferte Novartis auf 47.5 Milliarden US-Dollar – ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu konstanten Wechselkursen ergab sich ein Anstieg um neun Prozent, teilte Novartis mit.

Hierzu steuerte die Pharmasparte Innovative Medicines mit 37.7 Milliarden Dollar (+8%) den Löwenanteil bei. Das gute Abschneiden begründet der Konzern vor allem mit dem Absatz von Cosentyx und weiteren Produkten, die den Blockbusterstatus erlangten.

Preisdruck auf US-Markt macht sich bemerkbar

Die Generikasparte Sandoz erreichte 2019 Umsätze in Höhe von 9.7 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von ein Prozent entspricht. Hier habe sich der Preisdruck auf dem US-Markt weiter bemerkbar gemacht, heisst es dazu in der Mitteilung.

Der Kern-Betriebsgewinn nahm um zwölf Prozent auf 14.1 Milliarden zu. Das Plus erklärte der Konzern mit gestiegenen Umsätzen und einer verbesserten Profitabilität. Der Kern-Reingewinn verbesserte sich um elf Prozent auf 12.1 Milliarden.

Mit den vorgelegten Zahlen hat der Konzern die durchschnittlichen Schätzungen der von AWP befragten Analysten überwiegend erfüllt.

Video
Aus dem Archiv: Novartis Campus in Basel öffnet die Tore
Aus Schweiz aktuell vom 16.01.2020.
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SRF 4 News, 29.01.2019, 7:30 Uhr;sda/rehm;widb

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7 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Schon klar sind da alle medizinischen Systeme ein rotes Tuch, die diese Wahnsinnspirale nicht mitmachen. Mehr an Konsum von Wasauchimmer, egal, welche verheerende Folgen da mitgehören? Hauptsache der Rubel rollt. Das soll ein Geschäftsmodell für Menschen sein?
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    1. Antwort von Hermann Dettwiler  (Alapeller)
      Erstaunlich, dass eine Mehrheit die messerscharfen Voten von Antigone Kunz ablehnt - ist das zu kompliziert, zu unbequem? Allein die klare analytische Erfassung der wahren Zusammenhänge verhilft zu einer Veränderung zum Besseren.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    "Blockbusterstatus" die Begriffe, die da verwendet werden für Drug-Geschäfte. Fragwürdig. Da wird ja davon ausgegangen, dass da unkritisch drauflos konsumiert wird. Da spielt es absolut keine Rolle, wer da drauf geht. Wie das die Menschen abhängig und kaputt machen kann. Das ist dann in rechter neoliberaler Manier dem Individuum überlassen. Ich finde, wir hier sollten uns andere Geschäftsmodelle ausdenken, die nicht auf Kosten der Menschen Gesundheit gehen und noch mehr Abhängige schaffen.
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    1. Antwort von Urs Heinimann  (uh4000)
      « ich finde, wir hier sollten uns andere Geschäftsmodelle ausdenken » Über neue Geschäftsmodelle diskutieren ist meist interessant. Krempel sie bitte mal die Ärmel hoch und stellen uns eines vor. Bin neugierig. Danke.
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    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Vorab sollten wir uns die Grundsatzfrage stellen, Herr Heinimann:
      Wofür wollen wir leben:
      a) um Kapital zu akkumulieren? Wobei dies zunehmend eine immer kleineren handvoll Leute betrifft. Oder,
      b) um ein gutes, nach unseren Möglichkeiten ausgefülltes Leben, zu leben?
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    "ausgewiesene Reingewinn des Gesamtkonzerns ging dagegen um sieben Prozent auf 11.7 Milliarden Franken zurück" Der ausgewiesene Reingewinn ist kaum der effektive.
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