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Legende: Audio Facebook will separaten News-Bereich abspielen. Laufzeit 00:36 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 09.08.2019.
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Kampf gegen Fake-News Facebook will für Medien-Inhalte bezahlen

  • Facebook will einen eigenen Bereich für Medieninhalte einrichten.
  • Er solle bis Ende des Jahres starten, sagte eine Sprecherin dem US-Sender CNBC in der Nacht zum Freitag.

Kurz davor hatte das «Wall Street Journal» berichtet, Facebook biete Medienunternehmen bis zu drei Millionen Dollar pro Jahr dafür an, in dem neuen Bereich Schlagzeilen und Auszüge aus Artikeln zu platzieren. Unter den angesprochenen Medien seien die «Washington Post», der Finanzdienst Bloomberg und die «Wall Street Journal»-Mutter Dow Jones. Diese Informationen liess Facebook unkommentiert.

«Hochwertig und vertrauenswürdig»

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte den separaten News-Bereich im April ins Gespräch gebracht. Das Online-Netzwerk wolle stärker «hochwertige und vertrauenswürdige News» hervorheben, sagte er in einem Gespräch mit dem Chef des Medienkonzerns Springer, Mathias Döpfner. Dabei schloss Zuckerberg auch Lizenzzahlungen an teilnehmende Medienunternehmen nicht aus.

Kritik wegen Falschnachrichten

Facebook schwankte im Umgang mit Medieninhalten in den vergangenen Jahren hin und her. Zunächst wurde das Online-Netzwerk zu einer immer wichtigeren Plattform für Medienunternehmen, um Nutzer zu erreichen.

Doch dann wurde Facebook im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 für die massenhafte Verbreitung gefälschter Nachrichten missbraucht –und setzte neue Prioritäten. Anfang 2018 kündigte Zuckerberg an, Beiträge von Familie und Freunden sollen im Newsfeed der Nutzer mehr Gewicht als Medieninhalte erhalten. Die Idee eines abgetrennten Bereichs für Medieninhalte – diesen Weg geht unter anderem der Konkurrent Snapchat –lehnte Facebook damals noch ab.

Medienunternehmen halten sich bedeckt

Facebook und Google sind besonders stark im Geschäft mit Online-Werbung – und bei ihnen landen auch Anzeigenerlöse, die früher an Medienunternehmen gingen.

Facebook bietet Medienpartnern laut «Wall Street Journal» die Wahl, ob sie ihre Inhalte direkt auf der Plattform des Online-Netzwerks vorhalten – oder in den neuen Bereich nur Überschriften und Auszüge platzieren, die zu ihren eigenen Websites weiterführen. Die Zeitung konnte nicht herausfinden, ob sich schon Medienunternehmen bereiterklärt haben, Inhalte an Facebook zu lizenzieren.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Falschmeldungen gibt es seit es Kommunikation gibt. FB wie auch die andere GAFAM's zu Tugendwächtern und zu sonstige Zensurinstanzen zu erküren, heisst die demokratischen Grundrechte nicht ganz verstanden haben zu wollen. Zudem, wie Herr Schmidlin richtig bemerkt wer diesen Datenstaubsaugern freiwillig zudient tut sich keinen gefallen oder sollte sich zumindest dafür stark machen, dass persönliche Daten der Person gehören unddass auch ein paar AGB's dies nicht aushebeln können....
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  • Kommentar von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
    FB ist tot, weil viel zu lange nichts gegen den Hass unternommen wurde. Wer sich bei Trump, SVP und AFD umschaut, realisiert schnell: FB machte lang den Fehler, dass ihr Algorythmus das den Leuten zeigten was sie anklicken oder kommentieren. Nur: Wer zb nur Hetze gegen Migranten anklickt, wird auch nie mehr was anderes zu sehen bekommen. Der einzige Weg aus diesem Teufelskreis ist sich von FB zu verabschieden.
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    1. Antwort von René Baron  (René Baron)
      Man muss sich nicht von FB verabschieden sondern einfach FB richtig nutzen: Für den Austausch privater Stati unter Freunden und eben nicht für die Meinungsbildung oder Recherche.
      Wer sich seine Meinung allein nur auf Facebook bildet, hat eh eins an der Waffel .
      Wer auch mal die NZZ, die Times, die Washington Post, Prawda und andere internationale Zeitungen (die meisten gibt es auch in englisch oder französisch) kann tatsächlich ziemlich objektiv mitdiskutieren und erkennen wer es nicht tut.
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  • Kommentar von Daniel Schmidlin  (Queren life)
    Gibt es immer noch solche, die da dabei sind? unglaublich!
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