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Lebensmittelpreise steigen rasant an
Aus HeuteMorgen vom 07.06.2021.
abspielen. Laufzeit 02:17 Minuten.
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Mais & Co. immer teurer Steigende Lebensmittelpreise beunruhigen die UNO

Grundnahrungsmittelpreise steigen, auch wegen Spekulanten. In ärmeren Ländern drohen Hungerrevolten.

Mais ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Welt – sein Preis ist innerhalb eines Jahres um fast 90 Prozent gestiegen. Der Maispreis erreichte damit den höchsten Stand seit rund zehn Jahren. Auch andere Grundnahrungsmittel kosten deutlich mehr: Soja, Weizen, Zucker, Milchprodukte oder Fleisch.

Auffallend ist, dass sich der Preisanstieg auf dem Weltmarkt jüngst beschleunigt hat. Im Mai sind die Preise für Nahrungsmittel so stark gestiegen wie nie mehr seit 2010. Und eine Trendumkehr ist nicht in Sicht.

Es gibt mehrere Gründe dafür, das die Lebensmittel auf der Welt teurer werden. Die Nachfrage ist grösser als das Angebot. In Brasilien zum Beispiel ist die Ernte wegen einer Dürre geringer als erhofft.

Lebensmittel als Treibstoff

Und zudem werden Lebensmittel wie Raps auch wieder vermehrt für die Herstellung von Biotreibstoffen verwendet. Hinzu kommt die Spekulation: Investoren und Anlegerinnen kaufen auf den globalen Handelsplätzen Lebensmittel, um damit Profit zu machen.

Angekurbelt werden die Spekulationen durch das viele Geld der Zentralbanken und mangelnde Alternativen für Investitionen. Aktien und Obligationen sind teuer.

Bereits vor zehn Jahren sind die Lebensmittelpreise innerhalb kurzer Zeit explodiert, sogar noch mehr als jetzt. Dies hatte damals zur Folge, dass die Länder Lebensmittel horteten, die Exporte einschränkten.

Es kam in etlichen Ländern zu Protesten und Unruhen aufgrund der teuren Lebensmittel. Wenn die Preise weiter so rasant steigen, dann droht wieder ein ähnliches Szenario. Der Preisindex der UNO-Welternährungsorganisation liegt nur noch sieben Prozent unter dem alten Rekord von 2011.

Preiserhöhungen möglich

Die Höchststände könnten schon bald gebrochen werden. Die hohen Preise auf den Weltmärkten könnten mittelfristig auch in der Schweiz zu moderaten Preiserhöhungen für das eine oder andere Produkt führen.

Wie viel die Preise etwa für Schokolade, Biskuit, Bier und andere Produkte steigen, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Firmen wie Nestlé und Coca-Cola haben angekündigt, die höheren Preise für Grundnahrungsmittel an die Konsumentinnen und Konsumenten weiterzureichen.

Heute Morgen, 07.06.2021, 06:00

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Lukas Burg  (LukBu)
    Die Lebensmittel werde knapper weltweit und die Schweiz stimmt kommenden Sonntag ab, ob in der Schweiz weniger einheimische Lebensmittel produziert werden sollen, dafür aber de Importe fördern. Was für eine Verkennung der Nahrungssmittelsicherheit.
    Ich hoffe die beiden extremen Agrarinitiativen werdes deshalb stark abgelehnt-Danke
  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Spekulationen mit Nahrungsmitteln gehören schon lange verboten! Mir stehen jedes mal die Haare zu Berge, wenn ich darüber lese.
  • Kommentar von Adrian Inderbizin  (A.I.)
    Das Grundproblem ist doch, dass wir den grössten Teil der Grundnahrungsmittel den Tieren verfüttern. Weltweit wird immer mehr Fleisch gegessen und Milch getrunken. Häufigere Dürren wegen dem Klimawandel machen den Rest. Diese Entwicklung ist erst ganz am Anfang und wird sich über die nächste Jahrzehnte noch massiv verstärken.