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Legende: Video Kommissionspräsident Netzle: «Der Bund ist sehr zufrieden mit dem Auktionsresultat.» abspielen. Laufzeit 00:38 Minuten.
Aus News-Clip vom 08.02.2019.
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Mobilfunk-Versteigerung Salt, Sunrise und Swisscom ersteigern 5G-Mobilfrequenzen

  • Swisscom, Sunrise und Salt haben sich neue Mobilfunkfrequenzen für insgesamt 380 Millionen Franken ersteigert.
  • Damit können sie die Einführung der zukunftsträchtigen 5G-Technologie in Angriff nehmen.

Die Gelder für die Frequenzen fliessen in die Bundeskasse, wie die Eidgenösssische Kommunikationskommission (ComCom) und das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) mitteilten.

Das Bieterrennen um die Frequenzen hatte bei 220 Millionen Franken für alle Frequenzen begonnen.

Swisscom ersteigert die meisten Frequenzen

Die Swisscom bezahlt 195,6 Millionen Franken für die von ihr ergatterten Frequenzen. Sunrise wendet 89,2 Millionen Franken auf und Salt 94,5 Millionen. Auch die Dense Air hatte mitgeboten, erwarb jedoch keine Frequenzen.

Bei den begehrten Frequenzen von 700 Megahertz und 3,5 bis 3,8 Gigahertz konnte sich die Swisscom die grössten Frequenzbänder sichern: Bei 700 Megahertz erhält sie 30 Megahertz, während Salt und Sunrise 20 beziehungsweise 10 Megahertz ersteigerten.

Bei 3,5 Gigahertz ergatterte die Swisscom 120 Megahertz, Sunrise erhielt 100, Salt 80 Megahertz.

Telekomanbieter mit Versteigerung zufrieden

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Swisscom, Sunrise und Salt zeigen sich mit den Resultaten der Auktion der 5G-Frequenzen grossmehrheitlich zufrieden. Sie wollen ihre frisch ersteigerten 5G-Frequenzen so schnell wie möglich nutzen.

Salt wird laut eigenen Angaben noch in diesem Jahr 5G-Dienste einführen. In Zusammenarbeit mit Infrastrukturpartner Nokia will das Unternehmen ab dem dritten Quartal dieses Jahres 5G-Abdeckung mit Geschwindigkeiten, Reaktionszeiten und Kapazitäten der nächsten Generation bieten können.

Swisscom will die neue Mobilfunktechnologie bis Ende 2019 in 60 Städten und Gemeinden bringen. Erste 5G-fähige Endgeräte würden in den nächsten Monaten auf dem Schweizer Markt erwartet. Swisscom erachtet den bezahlten Preis gemäss Mitteilung als eine langfristige Investition in die Zukunft des Mobilfunkgeschäfts. Der Auktionsbeitrag werde als ausserordentlich betrachtet und sei nicht in den für 2019 prognostizierten Investitionen von rund 2,3 Milliarden Franken enthalten.

Sunrise wird ihre 89,2 Millionen Franken vollumfänglich dieses Jahr bezahlen. Dies habe keine Auswirkung auf die Dividendenpolitik. Sunrise sprach in der Mitteilung von einem «sehr guten Preis» pro Megahertz für die strategisch wichtigsten Frequenzen.

Die 700 MHz-Frequenzen sind so begehrt, weil sie eine grosse Reichweite haben. Mit relativ wenigen Antennen lässt sich eine grosse Fläche abdecken.

Die 3,5 bis 3,8 GHz-Frequenzen bieten dagegen viel höhere Geschwindigkeiten. Zudem können wesentlich mehr Handys eine Antenne gleichzeitig nutzen.

Kritik im Vorfeld

Swisscom, Sunrise und Salt können die Frequenzen nun für 15 Jahre nutzen. Im Vorfeld hatte es bereits ein Gerangel um die Frequenzverteilung gegeben. Die Telekomanbieter kritisierten die Bietbeschränkungen, welche die Comcom festgelegt hatte.

Kein Betreiber solle leer ausgehen, erklärte die Comcom bei der Vorstellung der Auktionsregeln im Sommer. Bei den 700 MHz-Frequenzen durfte ein Anbieter maximal die Hälfte ersteigern, bei den 3,5 bis 3,8 GHz-Frequenzen waren es höchstens 40 Prozent.

Debatte um Maximalgrenze

Sunrise und Salt störten sich vor allem an der zu grosszügigen Maximalgrenze von Frequenzblöcken. Die Swisscom könnte damit auch Frequenzblöcke ersteigern und diese ungenutzt lassen, nur damit sie der Konkurrenz nicht zur Verfügung stünden.

Die Bietbeschränkungen seien viel zu eng gesteckt, bemängelte hingegen die Swisscom. Die Swisscom habe zudem mit Abstand am wenigsten Frequenzen pro Kunde.

Die Swisscom-Konkurrenten hätten nach der Versteigerung mindestens die Hälfte mehr Frequenzen pro Kunde zur Verfügung als die Marktführerin.

Legende: Video Das grosse Rennen um das Netz 5G abspielen. Laufzeit 05:16 Minuten.
Aus 10vor10 vom 22.02.2018.
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51 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Holenweger  (Galileo12)
    Es werden falsche Hoffnungen verbreitet wenn von 10000 Mbit pro Sekunde gesprochen wird. Es soll mir jemand mal erklären, wie das mit einer Trägerfrequenz von 700 oder 2800 MHz zu bewerkstelligen ist. Das sind die Frequenzen, die jetzt versteigert wurden.
    Die hohen Werte werden erst mit Frequenzen von 30000 MHz und höher erreicht werden können. Das braucht dann aber wieder eine neue Handy Generation!
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  • Kommentar von Robert Frei  (RFrei)
    Also, Swisscom, Sunrise und Salt haben 380 Millionen Franken bezahlt. Und wer bezahlt diese Summe? Wir, die Konsumenten. Und wer sackt das Geld ein? Der Staat. Und was bekommen wir dafür vom Staat? Nichts.
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  • Kommentar von Dominik Kessler  (dominikk)
    Die Annahme sollte nur ein reflexives Gedankenexperiment sein. Persönlich bin ich nicht der Meinung, dass es gesundheitsschädigend ist - aber selbst wenn - ich würde das Risiko in Kauf nehmen, wenn ich dadurch jederzeit meine Liebsten erreichen kann.
    Ausserdem: auf die Frequenz kommt es nicht an, sondern die Sendeleistung. Unsere WLAN-Router funken ohnehin bereits im 5GHz bereich. Mit dem neuen Standard (802.11ax) erhält WLAN bereits im 60GHz-Bereich (!) Einzug in unsere vier Wände und Büros.
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    1. Antwort von Beno Trütsch  (benotruetsch)
      Dass es nicht auf die Frequenz ankommt ist nicht ganz richtig. Bei sehr hohen Frequenzen >1000THz wird die Elektromagnetische Strahlung ionisierend und kann Zellen und DNA angreifen. Bei den Frequenzen unterhalb (Mobilfunk), findet allerdings nur eine Erwärmung statt, die von der Sendeleistung abhängig ist. Bei der Strahlung vom eigenem Handy kann das bei schlechtem Empfang direkt am Ohr einige Hundertstel °C ausmachen. Die Erwärmung durch Mobilfunkmasten liegt weit unter dem Messbaren Bereich.
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