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Restrukturierung Manor baut fast 500 Stellen ab

  • Manor unterzieht sich einer Restrukturierung und streicht 476 Stellen – davon werden 385 Jobs in den Warenhäusern abgebaut.
  • 91 Stellen fallen am Hauptsitz in Basel den Sparbemühungen zum Opfer.
  • Angesichts schrumpfender Einnahmen und veränderter Kaufgewohnheiten baut die Warenhauskette ihr Online-Angebot aus.
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Aus dem Archiv: Manor-Chef Jérôme Gilg zeigt übervolle Lager
Aus ECO vom 15.06.2020.
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Angesichts schrumpfender Einnahmen und veränderter Kaufgewohnheiten baut die Warenhauskette ihr Online-Angebot aus. Bis Ende 2024 solle der aktuelle Online-Anteil verfünffacht werden, teilt Manor in einem Communiqué mit.

Fokus auf Mode, Beauty und Haushalt

Dazu passt der grösste Warenhauskonzern der Schweiz auch seine Organisationsstruktur an. Dies werde zum Abbau von 385 Jobs in den Warenhäusern und 91 Stellen am Hauptsitz in Basel führen, wo 830 Mitarbeiter beschäftigt seien. Gesamthaft hat Manor rund 8'900 Beschäftigte. Manor habe in Zusammenarbeit mit der Personalkommission einen Sozialplan ausgearbeitet, hiess es weiter.

In den Läden werde die Organisationsstruktur standardisiert, um den Fokus auf den Kundenservice zu verstärken. Das Unternehmen wolle sich im Non-Food-Bereich vermehrt auf seine Kerngeschäfte Mode, Beauty und Haushalt konzentrieren. Bei den Lebensmitteln liege der Fokus künftig auf Frischprodukten und der Manora-Gastronomie.

In der Schweiz betreibt Manor 59 Warenhäuser, 30 Lebensmittelsupermärkte und 27 Restaurants. Mit einem Marktanteil von 61 Prozent ist der Konzern laut eigenen Angaben die grösste Warenhauskette hierzulande.

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Aus dem Archiv: Manor-Chef über Kampf gegen Einkaufstourismus
Aus ECO vom 15.06.2020.
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Manor hatte im Januar die Zusammenfassung der 59 Warenhäuser in 28 Gruppen bekannt gegeben, die von einem Storedirektor geführt werden. Damit erhält der einzelne Warenhausdirektor weniger Gewicht. «Jetzt gehen wir den nächsten Schritt des Fünfjahresplans», sagte ein Manor-Sprecher. Der Schritt sei schon vor dem Corona-Ausbruch beschlossen gewesen, aber durch die Pandemie beschleunigt worden.

Coronapandemie kostet 180 Mio. Umsatz

Die Coronakrise hat ein grosses Loch in die Kasse gerissen. «Wir werden rund 180 Millionen Umsatz verlieren in diesem Jahr», so der Sprecher. Der Umsatz werde um 10 bis 15 Prozent zurückgehen. Alleine die Corona-Sicherheitsmassnahmen wie beispielsweise der Einbau von Plexiglaswänden oder Kundenzählsystemen hätten 5 Millionen Franken an Kosten verursacht.

Immerhin habe Manor in der Zeit der Corona-Schliessungen 100'000 Online-Kunden gewonnen, so der Sprecher. Deren Ansprüche müssten nun erfüllt werden.

Die Schliessung von Warenhäusern aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds sei aber nicht vorgesehen. Einen Ersatzstandort für die geschlossene Flaggschifffiliale in der Zürcher Bahnhofstrasse habe man aber noch nicht gefunden.

SRF 4 News, 13.00 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Der Personalbestand in der Zentrale in Basel wurde in den letzten Jahren um einige hundert Stellen abgebaut!
  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Das Problem mit Manor ist, dass deren Preise jenseits von Gut und Böse sind. Beispielsweise die Papeterie Produkte. Ein einfacher Notziblock kostet 2-3x so viel wie er es im kleinen Papeterieladen im Dorf tut. Mit einer solcher Preispolitik muss sich Manor nicht wundern, wenn die Kunden wegbleiben.
  • Kommentar von Andreas Morello  (Andreas Morello)
    Meine Erfahrungen mit Manor sind bisher positiv, sowohl im Warenhaus als auch im Online-Shop.

    Das einzige, was ich nicht verstehe, ist die komplette Trennung zwischen den beiden Sparten. Zum Beispiel wollte ich einen Artikel kaufen welcher beworben wurde. Im Warenhaus hiess es dann, der Artikel ist ausschliesslich im Online-Shop erhältlich, sie können ihn mir auch nicht bestellen. Über so etwas kann ich nur den Kopf schütteln.