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Swiss-Chef Thomas Klühr und die Zukunft des Flugverkehrs
Aus Tagesgespräch vom 29.05.2020.
abspielen. Laufzeit 27:26 Minuten.
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Swiss-Chef Klühr «Will jemand nicht umbuchen, werden wir das Geld zurückerstatten»

Die Fristen für Ticket-Erstattungen oder Umbuchungen können nicht eingehalten werden. Doch wer sein Geld zurückwolle, werde es erhalten.

Swiss-Chef Thomas Klühr entschuldigt sich bei den Kundinnen und Kunden, dass es bei den Rückerstattungen und Umbuchen für Swiss-Flüge zu grossen Verzögerungen kommt.

«Wir sind aktuell nicht in der Lage, die Fristen einzuhalten. Dafür muss ich mich entschuldigen», sagte er im «Tagesgespräch» von Radio SRF. Diese Tatsache ändere aber nichts daran, dass die Kunden ein Recht auf Rückerstattungen hätten.

Umbuchung oder Geld zurück

Die Swiss versuche, dass möglichst viele Kunden von den Umbuchungsmöglichkeiten Gebrauch machen würden – anstatt auf einer Rückzahlung des Ticketpreises zu bestehen. «Doch wenn jemand am Ende nicht umbuchen will, werden wir das Geld zurückerstatten», verspricht Klühr. Doch derzeit brauche das Ganze etwas Geduld.

Wenn jemand nicht umbuchen will, werden wir das Geld zurückerstatten.
Autor: Thomas KlührSeit 2016 CEO von Swiss

Volle Umbuchungsfreiheit gelte für alle Flüge, die ab jetzt bis Jahresmitte gebucht werden. «In diesem Fall können Sie bis Ende 2021 jederzeit kostenfrei umbuchen», sagt Klühr.

Start im Hintergrund, im Vordergrund eine Familie, die zuschaut.
Legende: Ab Juni wieder ein gewohntes Bild: Ein Swiss-Flugzeug hebt ab in Kloten. Keystone

Swiss fliegt bald wieder

Ab Juni will Swiss den Flugbetrieb wieder hochfahren. Rund 20 Prozent des «normalen» Flugbetriebs sollen so in absehbarer Zeit wieder erreicht werden. «Wir haben grossen Respekt davor – denn die Wiederaufnahme der Flugtätigkeit ist mit grossen Unsicherheiten verbunden», sagt Klühr. So sei derzeit noch unklar, wann welche Grenzen geöffnet würden und wie sich die Kunden verhalten werden.

Kein Stellenabbau geplant

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Kein Stellenabbau geplant

Klühr will zwar nicht versprechen, dass bei der Swiss alle Arbeitsplätze erhalten werden können. Doch man versuche, andernorts als beim Personal Geld einzusparen und «mit unserer Mannschaft durch die Krise zu kommen». Am Ende könnten es aber durchaus etwas weniger Mitarbeiter bei Swiss sein, «etwa durch Fluktuation», so Klühr. Ausserdem verweist er auf den derzeit geltenden Einstellungsstopp.

Neben grossen europäischen Metropolen wie Paris und London würden auch einige touristische Orte in Europa angeflogen. Zudem würden auch Langstrecken wie New York, Singapur oder Hongkong möglichst rasch wieder ins Flugprogramm aufgenommen.

Doch für den Swiss-Chef ist klar: «Die Konsequenzen aus der Coronakrise sind riesig.» Deshalb rechnet Klühr mit zwei bis drei Jahren, bis allenfalls wieder so viel geflogen werde, wie vor der weltweiten Coronakrise.

Gedränge am Check-in.
Legende: Ein solches Gedränge werde es in nächster Zeit nicht geben an den Flughäfen, glaubt Swiss-Chef Klühr. Deshalb werde das Fliegen für die Passagiere entspannter als vor der Coronakrise. Reuters

Kleine Ansteckungsgefahr in der Kabine

Was die Hygiene-Massnahmen angehe, müsse man sich als Flugpassagier sicher etwas umgewöhnen, so Klühr. «Was die Ansteckungsgefahr betrifft, ist fliegen aber sicherer als vieles andere», betont der Swiss-Chef. Denn durch die starke Luftzirkulation in der Kabine und die Filter sei die Luftqualität sehr gut.

Weil der eigentlich nötige Zwei-Meter-Abstand im Flugzeug selber aber kaum eingehalten werden kann, empfiehlt der Swiss-Chef das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes.

Das Fliegen wird attraktiver für die Kunden.
Autor: Thomas KührSeit 2016 CEO von Swiss

Weil in den nächsten ein, zwei Jahren allgemein wohl weniger Flugzeuge in der Luft sein werden – die generelle Nachfrage nach Flügen dürfte nur langsam ansteigen – werde das Fliegen, für jene, die es trotzdem tun, entspannter sein als früher, ist Klühr überzeugt.

«Das Fliegen wird attraktiver für die Kunden» – weil er vorerst keinen Massenansturm auf die Flughäfen erwartet. Was für Klühr aber kaum in Frage kommt, ist auf Dauer das Freilassen von Sitzen im Flugzeug. «Das rechnet sich nicht.»

Video
Die Swiss transportiert Waren statt Passagiere
Aus 10vor10 vom 22.05.2020.
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SRF 4 News, Tagesgespräch vom 29.5.2020, 13.00 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Schneebeli  (TS+LL)
    «Das Fliegen wird attraktiver für die Kunden» – weil er vorerst keinen Massenansturm auf den Flughäfen erwartet. Was für Klühr aber kaum in Frage kommt, ist das Freilassen von Sitzen im Flugzeug. «Das rechnet sich nicht.»
    Wenn das Flugzeug voll wird und keine Sitze ausgelassen werden, dann haben wir die selbe Situation wie vor der Corona: Knie an Knie, aber mit Maske. Ob der Swiss-Chef so im September einen Langstreckenflug selber miterleben will, möchte ich gerne sehen. Stornierungen angesagt.
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Fliegen sie Business, dann haben sie genügend Abstand:-)
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  • Kommentar von Rene Caduff  (Rene Caduff)
    In der Luzerner Zeitung war ein kritischer Bericht mit Foto einer vollen Maschiene. Die Kunde welche natürlich schnellst möglich auf Portugal musste beschwerte sich über die volle Maschiene keine abstände nur am Flughafen werden die Abstände eingehalten im Flugzeug nicht.Glaube das solche Artikel niemand braucht wieso hat die Kundin bei den Preisen nicht 2 Sitze bezahlt dann hätte Er Platz gehabt.Logisch werden alle Sitze verkauft.... .. ...
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