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Schweizer Firmen haben Coronakrise gut gemeistert
Aus HeuteMorgen vom 20.07.2020.
abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
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Trotz Coronakrise Firmen haben erstes Halbjahr gut überstanden

Die Halbjahreszahlen vieler Firmen zeichnen in der Coronakrise ein düsteres Bild. Doch nicht alle Branchen leiden gleich stark unter der Pandemie.

Zahlreiche Schweizer Unternehmen legen in diesen Tagen ihre Geschäftszahlen zum letzten Halbjahr vor. Erste Zahlen liegen bereits vor – und die sind ernüchternd. So sind beispielsweise bei den Luxusgüterkonzernen Swatch und Richemont die Umsätze im ersten Halbjahr um fast die Hälfte eingebrochen. Auch bei Detailhändlern, Reisebüros oder Fluggesellschaften dürften Umsätze und Gewinne implodiert sein.

Die Pharmabranche hat grundsätzlich profitiert, einzelne Firmen sogar sehr stark.
Autor: Matthias GeissbühlerRaiffeisen

Es gibt aber auch Krisengewinner. «Die Pharmabranche hat grundsätzlich profitiert, einzelne Firmen sogar sehr stark», sagt Matthias Geissbühler, der Investmentchef von Raiffeisen. Als Beispiel fügt er die Lonza an, die zusammen mit der US-Biotechfirma Modern an einem Impfstoff gegen Corona arbeitet und diesen auch produzieren würde. «Da hat die Aktie in diesem Jahr bereits 60 Prozent zugelegt», so Geissbühler.

Lonza-Flaggen vor dem Hauptsitz in Basel
Legende: Der Chemiekonzern Lonza hat von der Coronakrise gar profitiert. Keystone

Erholung im Chemie-Sektor

Doch noch aus einer anderen Ecke der Schweizer Firmenlandschaft wird eine positive Überraschung erwartet. «Chemieunternehmen, die in die Bauindustrie verkaufen, haben gezeigt, dass im Juni schon wieder eine Erholung stattgefunden hat», sagt Philipp Lienhardt, der zuständige Aktienexperte bei Julius Bär. Dies, obwohl es «ein schwieriges Quartal» gewesen sei.

In China, Europa oder den USA habe der Bausektor inzwischen wieder Tritt gefasst, so Lienhardt. Das komme dem Zementkonzern LafargeHolcim oder dem Baustoffzulieferer Sika zugute. Anders die Maschinenindustrie: Hier erwarten die Experten keine rasche Erholung.

Konsumenten sind verhalten

Wie das angebrochene Jahr zu Ende gehen wird, hängt laut Geissbühler nicht nur vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Er sieht ein Risiko bei den Konsumenten. Diese verhielten sich «weiterhin sehr zurückhaltend», so Geissbühler, «der ganze Detailhandel aber auch der Tourismus dürften weiterhin eine schwierige Phase vor sich haben.»

Auch wenn die Geschäftszahlen der Schweizer Firmen zum vergangenen Halbjahr mehrheitlich schlecht ausfallen dürften. Unter dem Strich bleibt der Eindruck: Die Schweizer Unternehmen haben die Coronakrise bisher gut gemeistert.

Heute Morgen, 20.7.2020, 6:00 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Rene Caduff  (Rene Caduff)
    Gut gut überstanden die Graftk zeigt ja den Verkauf und Kauf deutlich und ich wünsche allen gut AUS der Kriese zu kommen.
    Als 50 Jähriger komme ich voll unter die Räder bin nicht in der Risiko Gruppe und Partys Versammlungen Reisen in der Pandemie (der schlechte Juni Juli) sind nicht mein Ding.
    Aber auch ich wünsche mir back to Life aber es Interessiert fast niemand bis zur Imofung.
  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Früher wars die Kirche, heute die Gesundheitsbranche. Angst machen spült enorm viel Geld in die Kasse.
    1. Antwort von Reto Frischknecht  (refrisch)
      Fiktion mit der Pandemie zu vergleichen ist Unsinn.