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Übernahme von Goldbach Weko gibt grünes Licht für Tamedia

  • Tamedia hat von der Eidgenössischen Wettbewerbskommission (Weko) grünes Licht zur Übernahme des Werbevermarkters Goldbach erhalten.
  • Ebenfalls genehmigt wurde der Zusammenschluss der AZ-Medien mit den NZZ-Regionalmedien.

Nach einer vertieften Prüfung sei den Übernahmen ohne Auflagen oder Bedingungen zugestimmt worden, teilte die Weko mit. Der Vollzug der Goldbach-Übernahme erfolge innerhalb der nächsten zehn Börsentage, heisst es in einer separaten Mitteilung der Goldbach-Gruppe.

Nach Abschluss des Verfahrens werde der Zürcher Medienkonzern Tamedia die verbleibenden Minderheitsaktionäre entschädigen und die Goldbach Group dekotieren.

Bedenken in den Gebieten Solothurn und Aargau

In Bezug auf die Medienzusammenschlüsse der AZ-Medien und des Verlagshauses NZZ äussert die Weko jedoch gewisse Bedenken. Es bestünden Anhaltspunkte, dass die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens in den Lesermärkten eine marktbeherrschende Stellung begründe oder verstärke.

Dies betreffe insbesondere die Tageszeitungen in den Gebieten Solothurn und Aargau sowie den Zeitschriften-Werbemarkt im Bereich Gebäudetechnik.

Tamedia und Ringier dominieren Sonntag

Zudem gebe es Anhaltspunkte für eine gemeinsame Marktbeherrschung mit der «Basler Zeitung» im Lesermarkt für Tageszeitungen im Gebiet Basel sowie mit der Tamedia-Gruppe und der Ringier-Gruppe im Lesermarkt für Sonntagszeitungen.

Allerdings sei nicht zu erwarten, dass die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens den beteiligten Unternehmen die Möglichkeit der Beseitigung wirksamen Wettbewerbs auf den genannten Märkten eröffnet.

Nach dem Zusammenschluss verblieben weiterhin starke Konkurrenten wie Tamedia und Ringier, so die Weko weiter. Zudem führe der Zusammenschluss auf dem Markt für Sonntagszeitungen zu keiner relevanten Änderung der Wettbewerbssituation.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    Glaubt jemand im Ernst, Tamedia und Ringier würden sich nicht absprechen? Hier geht es ums Überleben der Printmedien, und damit ist das gemeinsame Interesse weit grösser als die Konkurrenz um Leser. Nun opfert die WEKO die Pressevielfalt und die Unabhängigkeit der Presse von ihren Finanzierern dem Überleben eines Mediums, dessen Tage sowieso gezählt sind. Siehe z.B. Ungarn, wo nur noch online eigene Meinungen geäussert werden können.
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