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Legende: Video Monsantos Unkrautvernichter Roundup (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:16 Minuten.
Aus News-Clip vom 20.03.2019.
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US-Jury sieht «Krebs-Faktor» Rückschlag für Bayer in Glyphosat-Prozess

  • Der Unkrautvernichter Roundup der Bayer-Tochter Monsanto habe zur Krebserkrankung eines Klägers in den USA mit beigetragen.
  • Dies befand die Jury eines US-Bundesgerichts in San Francisco.
  • Das glyphosathaltige Mittel habe einen «erheblichen Faktor» bei der Verursachung einer Krebserkrankung ausgemacht.

In der zweiten Phase sollen nun die Vorwürfe des Klägers, der US-Agrochemie-Konzern Monsanto habe versucht, Wissenschaftler, Behörden und die öffentliche Meinung hinsichtlich der Sicherheit seiner Produkte zu beeinflussen, geklärt werden. Dabei geht es dann auch um eventuelle Schadenersatzansprüche.

Bayer zeigte sich in einer Stellungnahme enttäuscht über den Entscheid der Jury. Dennoch sei das Unternehmen weiterhin fest davon überzeugt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigen, dass glyphosatbasierte Herbizide keinen Krebs verursachen.

Bayer sei zuversichtlich, im zweiten Teil des Prozesses beweisen zu können, dass Monsantos Verhalten angemessen war und das Unternehmen nicht für die Krebserkrankung des Klägers haftbar gemacht werden sollte.

Brisant für das Unternehmen

Für Bayer ist dieser Fall ein richtungsweisender «Bellwether Case». Damit ist im US-Recht eine Art Musterfall in einem Massenverfahren gemeint. Mehrere dieser repräsentativen Fälle sind angesetzt. Sie sollen den Streitparteien helfen, das Ausmass von Schäden und die Höhe denkbarer Vergleichszahlungen besser abschätzen zu können.

Insgesamt sind bei dem zuständigen US-Richter Vince Chhabria mehrere Hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern gebündelt.

Auf Bayer warten über 11'000 Kläger

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  • Die Klagewelle gegen Bayer war ins Rollen gekommen, nachdem eine Geschworenenjury dem Krebspatienten Dewayne Johnson in einem anderen Verfahren im August insgesamt 289 Millionen Dollar an Schmerzensgeld und Entschädigung zugesprochen hatte.
  • Die Richterin senkte zwar die Strafe gegen den im vergangenen Jahr von Bayer übernommenen US-Saatgutkonzern Monsanto später auf gut 78 Millionen Dollar, im Grundsatz änderte sie am Urteil aber nichts.
  • Das aktuelle Verfahren ist erst der Anfang: Bis Ende Januar wurden Monsanto in den USA glyphosatbezogene Klagen von etwa 11'200 Klägern zugestellt.
  • In den nächsten Tagen soll bereits ein weiterer Prozess bei einem Landgericht im kalifornischen Oakland starten.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Meier (Epikur)
    Auch Sauerstoff kann Krebs auslösen. Die Verbrennung des Selbigen in den Mitochondrien mit Kohlenstoff/Zucker führt zu Zellalterung. Dummerweise kann man auf Sauerstoff halt schlecht verzichten. Auf krass umweltfeindliche Pestizide, Neonikotinoide ect. könnten wir in einer ausgewogeneren, mehr auf Vielfalt, Mischkulturen und Nützlinge setzenden Landwirtschaft verzichten. Aber nein, billig muss es sein, und das gibts nur mit Monokulturen. Bayer ist selber Schuld, sie wussten um die Prozesse.
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  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Der Unkrautvernichter Roundup der Bayer-Tochter Monsanto habe zur Krebserkrankung eines Klägers in den USA mit beigetragen.......Das kann gar nicht schluessig nachgewiesen werden... der Kranke hat ja vielleicht auch Margarine und andere Palmfruchthaltige Lebensmittel gegessen, Pamlfruchtoel kann nachweisbar Krebs verursachen...
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    1. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Auch hier nur "wahrscheinlich". Bisher ist noch keine nachgewiesene Krebserkrankung beim Menschen durch Palmöl nachgewiesen worden. Also die gleiche Kategorie wie beim Glyphosat.
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    2. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      @ Koller, Es hat Studien darueber...!
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    3. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Aber keine mit gesicherten Fakten über die Auswirkungen bei Menschen. Das ist ein grundsätzliches Problem in dieser Thematik.
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    4. Antwort von Felice Limacher (Felimas)
      Was genau versuchen Sie schön zu reden Herr Nanni?
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  • Kommentar von Hans Ochsner (Hans Ochsner)
    Bayer-Aktien möchte ich keine in meinem Wertschriftendepot.
    Auch keine mit glyphosathaltigen Sprühmitteln behandelte Lebensmittel auf meinem Teller!
    Bei Glyphosat im Hahnenwasser kommt hingegen bald keiner mehr ungeschoren davon! Ausgesprochen bedenklich!!
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    1. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      Also mal Klartext, Glyphosat findet sich nicht auf Lebensmittel... wenn Gemuese zB nur feinste Nebel des Glyphosats abbekommt, ist die Ernte gelaufen... stirbt es ab.. was am Morgen etwas abbekommt liegt Abends am Boden.. Totalverlust! (Ausnahme Genveraenderte Pflanzen, in Europa verboten..) Dann die Halbwertszeit von Glyphosat ist relativ kurz.. Im Trinkwasser ist Glyphosat weit unter der Toleranzgrenze.. gegenueber dem Metaboliten AMPA, der Mehrheitlich von Haushaltreinigern kommt..
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    2. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      Ohne Unkrautvernichter werden die Lebensmittelpreise schnell ins Astronomische wachsen.. fuer Europaer kein Problem die haben "es" ja, aber die Armen dieser Welt... Wobei das ist keineEntschuldigung, Gifte sind immer ein Problem...( nur ein Versuch der Erklaerung..) Problem.. was gibt es als nichtgiftige Alternative...
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    3. Antwort von Ilse König (königin)
      @Nanni
      Die Armen dieser Welt könnte durchaus auch ohne diesen giftigen Substanzen Landwirtschaft betreiben, hätten mit den Konzernen zusammen operieren Regierungen nicht viele Gesetze so verändert, dass sie ihren traditionellen Landbau nicht mehr ausführen dürfen. Die ganze Strategie hat schon Mafia ähnliche Ausmasse angenommen. Jetzt gilt es, ein klares Zeichen zu setzen und diese kriminellen Handlungen zu verbieten.
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