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Verjährungsfrist abgelaufen Niederlage für Elon Musk: US-Jury weist Klage gegen OpenAI ab

  • Elon Musk ist mit seiner Klage gegen die Führung des KI-Vorreiters OpenAI (ChatGPT) gescheitert.
  • Die Geschworenen kamen zum Schluss, dass der Tech-Milliardär erst nach Ablauf der Verjährungsfrist vor Gericht gezogen war.
  • Auch sah es die Jury nicht als erwiesen an, dass OpenAI von seinem ursprünglichen Ziel abgewichen sei, Künstliche Intelligenz zum Wohle der Menschheit zu entwickeln.
  • Musk, der in der Anfangszeit ein wichtiger Geldgeber von OpenAI war, will sich nicht mit der Niederlage abfinden und kündigte Berufung an.

Ein Sieg Musks hätte ChatGPT-Entwickler OpenAI bei der Finanzierung zurückwerfen und damit den Wettbewerb in der boomenden KI-Industrie umkrempeln können.

Musk wollte unter anderem erreichen, dass OpenAI-Chef Sam Altman und Top-Manager Greg Brockman ihre Posten verlieren und die Struktur des KI-Entwicklers geändert wird. Auch strebte er eine Wiedergutmachung von mehr als 100 Milliarden Dollar an – die er dann nach eigenen Angaben an den Non-Profit-Teil von OpenAI weiterreichen wollte.

Der Tech-Milliardär war in der Anfangszeit von OpenAI vor gut einem Jahrzehnt ein zentraler Geldgeber und bezifferte seinen Beitrag auf insgesamt rund 38 Millionen Dollar. Musk warf Altman und Brockman vor, sie hätten «eine wohltätige Organisation gestohlen», indem sie den Wert von OpenAI entgegen den ursprünglichen Absprachen aus der zunächst gebildeten Non-Profit-Stiftung in eine auf Gewinn ausgerichtete Firma verlagert hätten.

Um diesen Vorwurf ging es hauptsächlich in dem mehrwöchigen Prozess im kalifornischen Oakland.

Mann im Smoking auf einem eleganten Event.
Legende: Elon Musk scheitert vor Gericht mit seiner Klage gegen die Führungsriege von OpenAI. IMAGO / Image Press Agency

Am Ende entscheidend war aber der Zeitpunkt von Musks Klage im Jahr 2024. Er hatte die Unterstützung von OpenAI bereits 2020 vollständig eingestellt – und konnte die Geschworenen nicht überzeugen, dass er erst 2023 zu der Einsicht gekommen sei, dass seine einstigen Mitstreiter ihr Wort gebrochen hätten. In Kalifornien verjähren solche Vorwürfe nach drei Jahren.

Späte Klage

Musk argumentierte, erst mit der Investition von zehn Milliarden Dollar von Microsoft sei klar geworden, dass OpenAI vom Weg abgekommen sei. Damit sei seine Klage noch rechtzeitig erfolgt. Die Anwälte von OpenAI verwiesen jedoch auf E-Mails und Textnachrichten, in denen Musk schon vorher ähnliche Bedenken vorgebracht habe. Das überzeugte die Geschworenen mehr.

Diese hatten in dem Verfahren nur eine beratende Rolle. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers hatte aber schon vorab angekündigt, dass sie der Geschworenen-Entscheidung zur Verjährungsfrist folgen werde. Es gebe hinreichend Belege, die die Einschätzung der neunköpfigen Jury stützten, sagte sie.

ChatGPT erfolgreicher als Musks Grok

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Mit rund 700 Millionen Nutzerinnen und Nutzern pro Woche ist ChatGPT ein führender KI-Player, während Musks Konkurrenzsoftware Grok weniger populär ist. Nach Berechnungen des Branchendienstes «The Information» landen bei OpenAI und dem Rivalen Anthropic (mit der KI «Claude») aktuell fast 90 Prozent der Erlöse der KI-Branche. Anthropic liege dabei leicht vorn.

Die OpenAI-Seite versuchte, die Geschworenen davon zu überzeugen, dass Musk mit seiner Klage einen Wettbewerber für seine eigenen KI-Aktivitäten bremsen wolle. Der Tech-Milliardär sei erst nach dem Erfolg von ChatGPT vor Gericht gezogen – und nachdem er selber mit xAI eine Konkurrenzfirma gegründet hatte.

Das Unternehmen OpenAI besteht aus einem gemeinnützigen Kern und einer auf Gewinn ausgerichteten Firma, die ihm laut der Firmensatzung untergeordnet ist.

SRF 4 News, 19.05.2026, 06:00 Uhr ; 

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