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Laurence Fink zum SNB-Entscheid: «Natürlich war ich überrascht.»
Aus News-Clip vom 24.01.2015.
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WEF 2015 «Der starke Franken macht mir keine Angst»

Laurence Fink ist der Chef des weltgrössten Vermögensverwalters BlackRock. In Davos muss er über den hiesigen Kaffeepreis schmunzeln. Was das mit dem SNB-Entscheid zur Aufhebung des Euro-Mindestkurses zu tun hat, erzählte er im Gespräch mit SRF.

SRF: Waren Sie überrascht über den Entscheid der SNB den Euro-Mindestkurs aufzugeben?

Laurence Fink: Natürlich war ich überrascht. Das war ja das, was die SNB wollte. Man wollte das schnell tun, ohne Lecks und die Märkte waren natürlich überrascht, wie schnell das auch geschah. Das war ein Ein-Tages-Ereignis und liegt hinter uns. Die wirkliche Frage ist die, ob die Schweizer Hersteller damit klar kommen. Wenn das geht, dann wird die Schweizer Wirtschaft stabil sein. Sonst wird es zu einem Stellenabbau kommen und vielleicht zu einer Rezession. Aber wenn wir etwas aus der Geschichte lernen, dann vielleicht dieses: Schweizer Unternehmer haben diese Untiefen immer sicher durchwatet. Ich glaube, das wird auch dieses Mal der Fall sein.

Sie haben also Vertrauen in die Schweiz und den Schweizer Franken?

Es macht mir keine Angst. Was mich ja überrascht, ist wie viel der Kaffee in der Schweiz kostet. In den USA bezahle ich 3.20 Dollar für einen grossen Kaffee bei Starbucks. In der Schweiz sind es 10 Dollar. Unterstütze ich also den Schweizer Franken? Ja. Selbst vor der SNB-Entscheidung war das eine sehr starke Währung. Das zeigt ja auch wie vital die Schweizer Währung ist.

Wie stark haben Sie in den Schweizer Franken investiert?

Keine Ahnung, ich bin kein Anleger. Wir sind der grösste Anbieter von börsengehandelten Fonds in der Schweiz und haben ein starkes Geschäft hier. Wir wollen das weiter ausbauen und der höhere Schweizer Franken wird uns nicht davon abhalten.

Sendebezug: WEF live, SRF info

BlackRock

Der 62-jährige US-Amerikaner ist Chef von BlackRock, dem weltgrössten Vermögensverwalter. Die Firma mit Sitz in New York gilt als grösste Schattenbank der Welt.

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