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Digitale Gartenhelfer Die besten Apps und Gadgets für Hobbygärtner und -gärtnerinnen

Im Garten schalten wir gerne mal ab und das Handy aus – trotzdem können digitale Helfer nützlich sein. Das sind die besten Apps und Gadgets für Hobbygärtnerinnen und Balkonbauern.

Pflanzen bestimmen

Ist das Unkraut oder eine seltene Blume? Habe ich hier Bohnenkraut oder Thymian gepflanzt? Was hat der Nachbar da für einen wunderbaren Busch im Garten? Ein rasches Foto und die richtige App verraten es uns.

Junge Frau schiesst mit dem Smartphone ein Foto einer Topfflanze.
Legende: Was ist das und wie muss ich das giessen? Apps geben Pflegetipps für Zimmerpflanzen. IMAGO / Zoonar

«Pflanzenerkennungs-Apps» können Blumen, Gemüse und Bäume bestimmen. Meist reicht dafür ein einzelnes Blatt. Einige Apps lassen uns unsere Beobachtungen auch in einem digitalen Fotobuch sammeln, mit der Forschung teilen oder liefern Pflegetipps.

Diese Apps erkennen Ihre Pflanzen

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PlantNet

  • Erkennt Pflanzen anhand von Fotos
  • Beobachtungen sammeln und teilen
  • Gratis, finanziert durch verschiedene französische staatliche Institute und Organisationen
  • Citizen-Science: Nutzerinnen und Nutzer teilen ihre Bilder und bewerten die Bilder anderer, wobei die Rückmeldung von Experten stärker gewichtet werden. Die besten Bilder fliessen auch in die Forschung
  • Android / iPhone

 Flora Incognita

  • Erkennt Pflanzen anhand von Fotos
  • Beobachtungen sammeln
  • Gratis, von der Technischen Uni Ilmenau (DE)
  • Citizen-Science: Bietet Projekte zum mitmachen (zum Beispiel wilde Pflanzen an Gehwegen dokumentieren)
  • Android / iPhone

Flora Helvetica

  • Fokus auf Schweizer Pflanzen (3'900 heimische Arten).
  • Bestimmung via Foto oder Beschreibung.
  • 78 CHF / Jahr (7 Tage Probezeit)
  • Android / iPhone

Picture This

  • Erkennt Pflanzen anhand von Fotos
  • Erkennt, welche Teile der Pflanzen nicht gesund aussehen und gibt Pflegetipps
  • 40 CHF / Jahr (7 Tage Probezeit)
  • Android / iPhone

Gartenarbeit planen

Bereits ein kleiner Balkongarten verlangt einiges an Wissen: Wann düngt man welches Kraut, und wann schneidet man welchen Strauch? Eine physische Agenda stösst rasch an ihre Grenzen. Hier helfen «Gartenplanungs-Apps»: Einfach alle Pflanzen erfassen und die täglichen To-dos werden automatisch generiert. Zusätzlich liefern die Apps Wetterwarnungen oder lassen uns Erinnerungen setzen, damit wir im Herbst nicht vergessen, die Tulpen zu setzen.

Ältere Frau steht in einem Gewächshaus voller Blumen. Sie trägt Kopfhörer und schaut lächelnd in ihr Smartphone.
Legende: Planungsapps: Damit es wächst, aber nicht über den eigenen Kopf hinaus. IMAGO / imagebroker

Speziell für Gemüsebeete gibt es den Beetplaner: Bevor man loslegt kann man hier austüfteln, welches Gemüse neben welches Kräutchen passt. Der Saat- und Erntekalender wird automatisch mitgeliefert.

Diese Apps planen Ihre Gartenarbeit

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Gardify

  • Pflanzen erfassen (Hinzufügen per Fotoerkennung möglich)
  • Erstellt für alle Pflanzen automatische To-Dos zum Abhaken (zum Beispiel Düngen, Jäten). Man kann auch eigene To-Dos erstellen
  • Wetterdienst inklusive Warnungen bei Frost oder Hitzewellen
  • Zusätzliche Funktionen: Erhalte Hilfe von Profis, «Ökoscore» für die Diversität des Gartens
  • 24 CHF / Jahr (7 Tage Probezeit)
  • Android / iPhone

Planta

  • Pflanzen erfassen (Hinzufügen per Fotoerkennung möglich). Erlaubt detaillierte Angaben (zum Beispiel wann umgetopft, welcher Topf, Typ Erde)
  • Funktioniert für Aussen- und Innenbereich
  • Erstellt für alle Pflanzen automatische To-Dos zum Abhaken
  • Zusätzliche Funktionen: Messung der Lichtmenge, automatische Problemanalyse oder Hilfe von Profis, teilen mit Familie oder Pflanzensitter
  • Achtung: Nur auf Englisch
  • 31 CHF / Jahr (7 Tage Probezeit)
  • Android / iPhone

Gardenize

  • Pflanzen erfassen (Hinzufügen per Fotoerkennung möglich)
  • Gartentagebuch: Notizen, Erinnerungen für gemeinsamen Garten
  • Tipps, Inspirationen
  • Gratis oder 33 CHF / Jahr (14 Tage Probezeit)
  • Android / iPhone

Blossom

    • Erkennt Pflanzen und gibt Pflegetipps
    • Automatischer Plan (giessen, umtopfen, pflanzen, ernten)
    • Problemanalyse
    • Achtung: Nur auf Englisch
    • 30 CHF / Jahr (7 Tage Probezeit)
    • Android / iPhone

Fryd

    • Beet-Planer: Gib die Grösse des Beets an und plane, welche Gemüse und Kräuter darin Platz finden sollen
    • Zeigt an, welche Pflanzen sich als Nachbaren gut oder schlecht verstehen
    • Bietet Beet-Vorlagen und macht Vorschläge für die Rotation. Automatische Vorschläge funktionieren jedoch eher schlecht.
    • Erstellt einen Saat- und Erntekalender aufgrund des Beet-Plans und generiert Erinnerungen
    • Community-Funktion um Fotos zu teilen und Fragen zu stellen
    • Citizen-Science Projekte, zum Beispiel um die Bodenqualität zu erfassen
    • Gratis oder 39 CHF / Jahr (7 Tage Probezeit)
    • Android / iPhone

Smart Gardening

Selber giessen macht Spass – aber ein automatisches Sprinklersystem aufzubauen, kann ebenfalls Spass machen. Für Bastler bieten verschiedene Erdsensoren und Wetterstationen die Gelegenheit, ein Gartendashboard einzurichten und gewisse Abläufe zu automatisieren.

Älterer Herr mit Strohhut im Nacken steht mit Tablet vor einer Hecke.
Legende: Ganz schön smart: Sensoren lassen es automatisch dann sprenkeln, wenn es nicht regnet. IMAGO / Pond5 Images

Für Menschen, die technologiebegeistert, aber wenig versiert sind, gibt es fertige Systeme wie intelligente Blumentöpfe und Sensoren mit zugehöriger App.

Diese Gadgets machen Ihren Garten «schlau»

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Pflanzensensoren

  • Messen der Erde (zum Beispiel Feuchtigkeit, PH-Wert)
  • Messen des Lichts
  • Messen der Luft (Feuchtigkeit, Temperatur)
  • Achtung: Gemischte Bewertungen, wie zuverlässig die Sensoren tatsächlich sind

Wetterstation

  • Misst lokale Temperatur, Windstärke und -richtung und Niederschlag
  • Sendet die Angaben an das Smartphone und/oder einen Bildschirm
  • Kostet zwischen 70 und 250 CHF

Automatische Bewässerung

  • Smarte Schalter können Sprinkleranlagen automatisch einschalten
  • Verbunden mit den Pflanzensensoren oder der Wetterstation kann man je nach Bedarf wässern
  • Achtung: Bedingt einiges an physischer und digitaler Bastelarbeit

Chattende Blumen

  • Einige Pflanzensensoren oder «smarte» Blumentöpfe kommunizieren per App oder Chat mit dem Smartphone der Besitzer und schicken Nachrichten wie «Giess mich!»
  • Einige der Anwendungen nutzen künstliche Intelligenz, um Pflanzen Persönlichkeiten zuzuordnen und Rückfragen / Gespräche zu ermöglichen

Online Austausch

«Würdet ihr die Geranien jetzt schon rausstellen?» In Foren tauschen sich Gartenfans aus: Sie teilen ihre Projekte und Erfolge, diskutieren und geben Tipps. Ob langjähriger Gartenprofi, der sich mit Gleichgesinnten austauschen will, oder Neuling, der das Wissen erfahrener Mitglieder anzapfen möchte: Hier können alle profitieren. Über Tauschbörsen werden online auch Stecklinge verschenkt.

Junge Frau in Latzhose, die in einem Raum voller Zimmerpflanzen sitzt und in einen Laptop auf ihrem Schoss winkt.
Legende: Gartenforen: Tipps von echten Menschen statt von der KI. IMAGO / Zoonar

Das passende Forum findet man ganz einfach via Suchmaschine. Wenn man ein Forum gefunden hat, das noch aktiv ist und die passenden Themen hat, muss man sich registrieren. Danach kann man auf bestehende Diskussionen (sogenannte «Threads») antworten oder eigene Fragen stellen. Wichtig: Immer nett und freundlich bleiben und erst suchen, ob jemand anders dieselbe Frage schon gestellt hat.

Hier tauschen sich Gartenfans aus

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Foren im Internet

Foren auf Facebook

Tauschbörsen auf Facebook

Communities in Apps

  • Fryd, die Gemüsebeet-Planer-App, hat ebenfalls eine aktive Community (Android / iPhone)

Tierischer Besuch

Zu einem Garten gehören immer auch Krabbeltiere: von Bienen, Schmetterlingen und Marienkäfern bis zu Spinnen, Ameisen und Wanzen. Manche davon sind als Nützlinge willkommen, andere möchte man lieber loswerden. Hier können «Insektenerkennungs-Apps» helfen – ein Foto reicht, um die Tiere automatisch zu bestimmen. Vorausgesetzt, das Getier hält lange genug still für die Kamera.

Nahaufnahme von einem Smartphone, mit dem jemand gerade ein Foto von zwei Marienkäfern auf einem grünen Blatt schiesst.
Legende: Krabbeltiere im Garten: Feinde vertreiben und Freunden helfen. IMAGO / Zoonar

Wer auch den grösseren Besuch im Blick halten möchte, kann zu Gadgets wie Fotofallen greifen: Diese schiessen in der Nacht Fotos von Besuchern wie Füchsen und Mardern und schicken sie an das Smartphone. Vogelerkennungsboxen nehmen das Zwitschern von Vögeln auf, identifizieren es und geben eine Übersicht, wer alles zu Besuch war.

Diese Apps und Gadgets zeigen Tiere in Ihrem Garten

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Picture Insect

  • Bestimmt Insekten via Fotos
  • Liefert Details zum Lebenswandel und wie man Schädlinge loswird
  • 26 CHF / Jahr (7 Tage Probeversion)
  • Android / iPhone

Insektenführer

  • Bestimmt Insekten via Fotos
  • Fokus auf die Schweiz, von Pro Natura
  • 29 CHF / Jahr (7 Tage Probeversion)
  • Android / iPhone

MyBeehome

  • Tipps für einen wildbienenfreundlichen Garten (zum Beispiel Pflanzen, die helfen und Nistorte)
  • Bienenfreundliche Standorte werden auf einer Karte abgebildet und bilden gemeinsam einen «Wildbienen-Korridor»
  • Gratis, vom Zürcher Unternehmen «Wildbiene + Partner»
  • Android / iPhone

Fotofallen

Zu Kaufen im Elektronikfachgeschäft oder zum selber basteln mit einem Raspberry-Pi.

Vögel erkennen

Als App auf dem Handy:

Merlin Bird ID

BirdNET

  • Gratis (Cornell University und Technische Universität Chemnitz)
  • Android / iPhone

Oder als Box zum Aufstellen im Garten (zum Beispiel die «HaikuBox» ab 280 CHF oder zum selber basteln mit einem Raspberry-Pi).

Radio SRF 1, «Ratgeber», 27.4.2026, 11:08 Uhr

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