Im Garten schalten wir gerne mal ab und das Handy aus – trotzdem können digitale Helfer nützlich sein. Das sind die besten Apps und Gadgets für Hobbygärtnerinnen und Balkonbauern.
Pflanzen bestimmen
Ist das Unkraut oder eine seltene Blume? Habe ich hier Bohnenkraut oder Thymian gepflanzt? Was hat der Nachbar da für einen wunderbaren Busch im Garten? Ein rasches Foto und die richtige App verraten es uns.
Legende:
Was ist das und wie muss ich das giessen? Apps geben Pflegetipps für Zimmerpflanzen.
IMAGO / Zoonar
«Pflanzenerkennungs-Apps» können Blumen, Gemüse und Bäume bestimmen. Meist reicht dafür ein einzelnes Blatt. Einige Apps lassen uns unsere Beobachtungen auch in einem digitalen Fotobuch sammeln, mit der Forschung teilen oder liefern Pflegetipps.
Diese Apps erkennen Ihre Pflanzen
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PlantNet
Erkennt Pflanzen anhand von Fotos
Beobachtungen sammeln und teilen
Gratis, finanziert durch verschiedene französische staatliche Institute und Organisationen
Citizen-Science: Nutzerinnen und Nutzer teilen ihre Bilder und bewerten die Bilder anderer, wobei die Rückmeldung von Experten stärker gewichtet werden. Die besten Bilder fliessen auch in die Forschung
Bereits ein kleiner Balkongarten verlangt einiges an Wissen: Wann düngt man welches Kraut, und wann schneidet man welchen Strauch? Eine physische Agenda stösst rasch an ihre Grenzen. Hier helfen «Gartenplanungs-Apps»: Einfach alle Pflanzen erfassen und die täglichen To-dos werden automatisch generiert. Zusätzlich liefern die Apps Wetterwarnungen oder lassen uns Erinnerungen setzen, damit wir im Herbst nicht vergessen, die Tulpen zu setzen.
Legende:
Planungsapps: Damit es wächst, aber nicht über den eigenen Kopf hinaus.
IMAGO / imagebroker
Speziell für Gemüsebeete gibt es den Beetplaner: Bevor man loslegt kann man hier austüfteln, welches Gemüse neben welches Kräutchen passt. Der Saat- und Erntekalender wird automatisch mitgeliefert.
Diese Apps planen Ihre Gartenarbeit
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Gardify
Pflanzen erfassen (Hinzufügen per Fotoerkennung möglich)
Erstellt für alle Pflanzen automatische To-Dos zum Abhaken (zum Beispiel Düngen, Jäten). Man kann auch eigene To-Dos erstellen
Wetterdienst inklusive Warnungen bei Frost oder Hitzewellen
Zusätzliche Funktionen: Erhalte Hilfe von Profis, «Ökoscore» für die Diversität des Gartens
Selber giessen macht Spass – aber ein automatisches Sprinklersystem aufzubauen, kann ebenfalls Spass machen. Für Bastler bieten verschiedene Erdsensoren und Wetterstationen die Gelegenheit, ein Gartendashboard einzurichten und gewisse Abläufe zu automatisieren.
Legende:
Ganz schön smart: Sensoren lassen es automatisch dann sprenkeln, wenn es nicht regnet.
IMAGO / Pond5 Images
Für Menschen, die technologiebegeistert, aber wenig versiert sind, gibt es fertige Systeme wie intelligente Blumentöpfe und Sensoren mit zugehöriger App.
Diese Gadgets machen Ihren Garten «schlau»
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Pflanzensensoren
Messen der Erde (zum Beispiel Feuchtigkeit, PH-Wert)
Messen des Lichts
Messen der Luft (Feuchtigkeit, Temperatur)
Achtung: Gemischte Bewertungen, wie zuverlässig die Sensoren tatsächlich sind
Wetterstation
Misst lokale Temperatur, Windstärke und -richtung und Niederschlag
Sendet die Angaben an das Smartphone und/oder einen Bildschirm
Kostet zwischen 70 und 250 CHF
Automatische Bewässerung
Smarte Schalter können Sprinkleranlagen automatisch einschalten
Verbunden mit den Pflanzensensoren oder der Wetterstation kann man je nach Bedarf wässern
Achtung: Bedingt einiges an physischer und digitaler Bastelarbeit
Chattende Blumen
Einige Pflanzensensoren oder «smarte» Blumentöpfe kommunizieren per App oder Chat mit dem Smartphone der Besitzer und schicken Nachrichten wie «Giess mich!»
Einige der Anwendungen nutzen künstliche Intelligenz, um Pflanzen Persönlichkeiten zuzuordnen und Rückfragen / Gespräche zu ermöglichen
Online Austausch
«Würdet ihr die Geranien jetzt schon rausstellen?» In Foren tauschen sich Gartenfans aus: Sie teilen ihre Projekte und Erfolge, diskutieren und geben Tipps. Ob langjähriger Gartenprofi, der sich mit Gleichgesinnten austauschen will, oder Neuling, der das Wissen erfahrener Mitglieder anzapfen möchte: Hier können alle profitieren. Über Tauschbörsen werden online auch Stecklinge verschenkt.
Legende:
Gartenforen: Tipps von echten Menschen statt von der KI.
IMAGO / Zoonar
Das passende Forum findet man ganz einfach via Suchmaschine. Wenn man ein Forum gefunden hat, das noch aktiv ist und die passenden Themen hat, muss man sich registrieren. Danach kann man auf bestehende Diskussionen (sogenannte «Threads») antworten oder eigene Fragen stellen. Wichtig: Immer nett und freundlich bleiben und erst suchen, ob jemand anders dieselbe Frage schon gestellt hat.
Fryd, die Gemüsebeet-Planer-App, hat ebenfalls eine aktive Community (Android / iPhone)
Tierischer Besuch
Zu einem Garten gehören immer auch Krabbeltiere: von Bienen, Schmetterlingen und Marienkäfern bis zu Spinnen, Ameisen und Wanzen. Manche davon sind als Nützlinge willkommen, andere möchte man lieber loswerden. Hier können «Insektenerkennungs-Apps» helfen – ein Foto reicht, um die Tiere automatisch zu bestimmen. Vorausgesetzt, das Getier hält lange genug still für die Kamera.
Legende:
Krabbeltiere im Garten: Feinde vertreiben und Freunden helfen.
IMAGO / Zoonar
Wer auch den grösseren Besuch im Blick halten möchte, kann zu Gadgets wie Fotofallen greifen: Diese schiessen in der Nacht Fotos von Besuchern wie Füchsen und Mardern und schicken sie an das Smartphone. Vogelerkennungsboxen nehmen das Zwitschern von Vögeln auf, identifizieren es und geben eine Übersicht, wer alles zu Besuch war.
Diese Apps und Gadgets zeigen Tiere in Ihrem Garten
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Picture Insect
Bestimmt Insekten via Fotos
Liefert Details zum Lebenswandel und wie man Schädlinge loswird