Darum geht es: «Kann die Handbremse eines Autos bei Minustemperaturen untauglich werden?» Diese Frage stellt eine Hörerin dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Eine Freundin von ihr getraue sich nicht, bei Temperaturen unter null die Handbremse anzuziehen, aus Angst, sie friere ein.
Das sagen die Experten: Tatsächlich können Handbremsen einfrieren. Allerdings seien davon insbesondere ältere Fahrzeuge betroffen, heisst es beim TCS auf Anfrage: «Bei diesen Fahrzeugen wird die Handbremse via Seilzüge betätigt. Wenn die Ummantelung beschädigt ist, kann Wasser eindringen und der Seilzug kann festfrieren.» Demgegenüber würden Fahrzeuge mit einer elektronischen Parkbremse ohne Seilzüge auskommen. Dadurch sind sie «weniger anfällig für Feuchtigkeit und Kälte».
Was tun, wenn die Handbremse festgefroren ist? Sie können versuchen, ob sich das Fahrzeug durch leichtes Gas geben ein wenig vor- und zurückbewegen lässt. Dies sei oft möglich, «wenn Feuchtigkeit zwischen Bremsbelägen und Bremstrommel gefroren ist», so der TCS. Wenn losfahren nicht möglich ist, bleibt nur der Anruf beim Pannendienst – oder das Warten auf wärmere Temperaturen.
Kann ich vorbeugen? Ja. Der TCS empfiehlt, die Handbremse regelmässig warten zu lassen. Grundsätzlich ist es ratsam, die Handbremse immer anzuziehen. Auf ebenem Gelände kann aber auch mal verzichtet werden, sofern im ersten Gang bzw. bei Automatik-Motoren in der Position «P» parkiert wird. Wenn möglich sollte das Auto an einem geschützten Ort parkiert werden, so der TCS weiter. Wie erwähnt, sind neuere Autos mit elektronischer Handbremse kaum von dem Phänomen betroffen.