Partnersuche im Internet: Auf was muss ich achten?

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Egal ob Tinder, OkCupid, Parship oder ElitePartner – Dating-Apps und Online-Partnerbörsen gehören heute bei der Partnersuche für viele zum Alltag. Wir geben Tipps, auf was man im Umgang mit solchen Diensten unbedingt achten sollte.

Darauf achtet man beim Online-Dating
Bildlegende: Darauf achtet man beim Online-Dating Colourbox
  • Sucht man die grosse Liebe oder nur eine kurze Affäre? In vielen Fällen ist es besser, die Partnersuche mit einer Gratis-App oder eine Probe-Mitgliedschaft zu beginnen, statt gleich mit einem Jahresvertrag bei einer Online-Partnerbörse.
  • Vorsicht vor automatischen Vertragsverlängerungen! Obschon Rechtsexperten bestätigen, dass Online-Partnervermittlungs-Verträge jederzeit kündbar sind, versuchen einige Anbieter , ihre Kunden mit Mahnungen und Betreibungen zum Zahlen zu bringen. Die Radiosendung «Espresso» hat schon verschiedentlich  davon  berichtet.
  • Im Geschäft mit der Partnervermittlung gibt es im Internet leider auch unseriöse Angebote. Wer sich davor schützen will, muss vorgängig ein wenig recherchieren. Bei Google findet man oft Tests von Konsumentenschutz-Organisationen, welche die verschiedenen Angebote getestet haben.
  • Wer bei der Partnersuche auf eine App vertraut, sollte ebenfalls vorgängig im Internet recherchieren, was über einen Anbieter geschrieben wird. Ausserdem helfen die Bewertungen in Apples App Store und Googles Play Store.
  • Viele Dating-Apps sammeln mehr Daten über einen, als sie brauchen. Zum Teil verkaufen sie diese auch an Werbenetzwerke oder an Facebook. Dagegen kann man sich nicht wehren – wer einen Dienst brauchen will, muss das in Kauf nehmen. Trotzdem hilft es zu wissen, welche Daten über einen gesammelt werden. Wer bei Google nichts dazu findet, kann die allgemeinen Geschäftsbedingungen genau studieren und erfährt so hoffentlich, was ein Dienst für Daten sammelt und was er damit macht.
  • Partnerbörsen können Ziel von Hackerangriffen werden. Auch dagegen kann man als Kunde nichts tun. Wer den Schaden möglichst gering halten will, verwendet bei seiner Anmeldung eine extra erstellte E-Mail-Adresse und gibt nur Daten von sich Preis, die keine unmittelbaren Rückschlüsse auf die Person dahinter erlauben – also nach Möglichkeit keinen oder nicht den echten Nachnamen, nur Fotos, die man nicht bei anderen Online-Diensten braucht usw.
  • Um nicht auf allfällige Betrüger hereinzufallen, sollte man seinen Online-Bekanntschaften erst nur wenig private Informationen preisgeben. Erst wenn man weiss, mit wem man es wirklich zu tun hat, kann man seinen vollen Namen, seine Adresse, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse nennen. Fragt eine neue Bekanntschaft aus irgendeinem Grund nach einer Kreditkartennummer oder einem Passwort, sollten alle Alarmglocken klingeln!
  • Das erste Treffen mit einer noch unbekannten Person sollte immer an einem öffentlichen Ort stattfinden. Um auf Nummer sicher zu gehen, verrät man ausserdem einer Vertrauensperson, wo und mit wem man sich trifft.
  • Tipps, wie man Betrüger auf Dating-Portalen entlarvt, findet man in einem früheren Ratgeber-Beitrag: Romance-Scam: Vorsicht vor der neuen Art des Heiratsschwindels.

Autor/in: Jürg Tschirren, SRF Digital