Fritz Schulz-Reichel: Der «schräge Otto»

Der deutsche Jazz-Pianist und Komponist Fritz Schulz-Reichel wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Richtig populär wurde er 1952 als «schräger Otto». Diesen Übernamen hatte er seinem eigenwilligen Stil zu verdanken.

Fritz Schulz-Reichel orientierte sich am Stil von Winifred Atwell. Die Ragtime- und Honky-Tonk-Pianistin war damals in Grossbritannien sehr populär. Im Gegensatz zu ihr spielte Schulz-Reichel Evergreens in einem Ragtime-ähnlichen Rhythmus. Statt auf einem Flügel spielte er auf einem Klavier, dessen mittlere Saite leicht nach oben verstimmt war. So entstand ein eigener, unverkennbarer, etwas «schräger» Sound. Er erinnerte an ein Kneipen-Klavier der Jahrhundertwende.

 

Gespielte Musik

Moderation: Jürg Moser