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Nach den CL-Viertelfinals Die Starspieler überzeugen nicht immer – dafür aber ihre Trainer

Die mit einem Vorsprung gesegneten Topteams überzeugten diese Woche in den Rückspielen der Champions League nicht. Ihre Coaches beeindrucken trotzdem.

ManCity-Trainer Pep Guardiola gestikuliert wild.
Legende: Hatte mit seinen Spielern einiges zu bereden ManCity-Trainer Pep Guardiola. Imago/PA Images

Bis auf eine Ausnahme haben sich die diesjährigen Champions-League-Halbfinalisten in den vergangenen Tagen nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Sowohl Manchester City als auch Liverpool und Real Madrid erreichten die nächste Runde nur mit Zittern. Dafür stehen umso mehr die Coaches im Fokus.

Guardiola mit Rekordmarke

ManCity reichte am Donnerstag ein harziges 0:0 (1:0 im Hinspiel) auswärts gegen Atletico Madrid, insbesondere in der 2. Halbzeit liess der amtierende Vize-Champion aber Intensität, Torchancen und Klasse vermissen. Das weiss auch Trainer Pep Guardiola: «Es war so, als hätten wir vergessen, wie man spielt. Nach der Pause hätten wir auch locker ausscheiden können.»

Am Ende darf das dem Spanier egal sein. Seine Spieler brillierten zwar nicht, dafür kann der 51-Jährige einen bemerkenswerten Rekord sein Eigen nennen: Guardiola ist der erste Trainer, der zum 9. Mal im Halbfinal der «Königsklasse» steht (viermal mit Barcelona, dreimal mit Bayern, zweimal mit ManCity).

Zieht Klopp seine Serie weiter?

Ähnlich sieht es beim Coach des zweiten englischen Halbfinalisten aus: Auch Liverpool bangte beim 3:3 gegen Benfica Lissabon (3:1 im Hinspiel), auch Coach Jürgen Klopp erreichte einen Rekord – allerdings nur einen deutschen.

Der «Reds»-Trainer schaffte es zum 4. Mal in einen CL-Halbfinal, keinem Deutschen gelang das bislang öfter (Jupp Heynckes und Ottmar Hitzfeld ebenfalls vier). Was Klopp Guardiola voraus hat: Bis jetzt qualifizierte er sich danach jedes Mal auch für den Final.

Ancelotti, der Erfinder der Konstanz

Auch Real Madrid liess gegen Titelverteidiger Chelsea (3:1 im Hinspiel) noch einmal mächtig Spannung aufkommen, in der Nachspielzeit sicherte Karim Benzema dank dem 2:3 doch noch den Halbfinal-Einzug. Die Fans dankten für die spannende Partie, weniger Freude dürfte Real-Trainer Carlo Ancelotti gehabt haben.

Der 62-Jährige ist der älteste Coach der 8 Viertelfinalisten und steht nun schon im 4. Jahrzehnt in Folge (!) in einem CL-Halbfinal. Seit den 1990er-Jahren schaffte er es immer wieder an die europäische Spitze, mit einem 4. Rekord-Sieg könnte er sich unsterblich machen.

Video
Wieder Benzema: Real Madrid wirft Chelsea raus
Aus Champions League – Highlights vom 12.04.2022.
abspielen. Laufzeit 8 Minuten 58 Sekunden.

Emery – der Europacup-Mann

Wahrhaftig beeindrucken konnte in den Viertelfinals eigentlich nur eine Mannschaft: Villarreal. Die Spanier warfen als Aussenseiter die grossen Bayern aus dem Wettbewerb. Das ist kein Zufall. Trainer Unai Emery führte einst Sevilla zum Hattrick in der Europa League (2014-16), im vergangenen Sommer gewann der Trainer den Wettbewerb auch mit Villarreal.

Eine Stufe höher heisst der nächste Favorit auf der «Eliminierungsliste» nun Liverpool. Klopp ist gewarnt: «Unai Emery ist so ein bisschen der König der Pokalwettbewerbe.»

Video
Villarreal lässt Bayerns Titelträume platzen
Aus Sport-Clip vom 13.04.2022.
abspielen. Laufzeit 8 Minuten 33 Sekunden.

SRF zwei, Champions League – Highlights, 13.4.2022, 23:00 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von jenna jameson  (JennaJameson)
    das einzige was "zitterte", waren die benfica-fans in der kühlen mersey-brise..
    liverpool lief nicht mal ansatzweise gefahr, nicht weiter zu kommen. dazu war benfica schlicht nicht gefährlich genug..
  • Kommentar von jenna jameson  (JennaJameson)
    wiedermal so ein clickbait-titel..
    liverpool hat alles andere als glück gehabt. alle tore für benfica, fielen nach kontern.
    liverpool hatte den ball und kreierte sich chance um chance. man merkte wie verspielt sie waren. btw.. die startelf war mit ausnahme von Alisson und Hendo, ausschliesslich mit spielern besetzt, die zuletzt aus verletzungen zurückkamen oder wenig spielzeit hatten.