Das grosse WM-Abenteuer kann für die Schweizer Nationalmannschaft endlich losgehen. Mit dem Abheben vom Flughafen Zürich in Richtung Los Angeles International Airport am Dienstagmittag begann für die Nati die Reise zur grössten Fussball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko.
Wobei: Der WM-Flieger hob nicht ganz in Vollbesetzung nach Übersee ab. Weil Breel Embolos elektronisches Reisedokument für die USA (ESTA) noch abgeklärt werden musste, verpasste der Nati-Stürmer den Flug. Seine Nachreise soll zeitnah folgen.
Yakin und Tami geben am Flughafen Auskunft
Mit an Bord waren auf jeden Fall Murat Yakin und Pierluigi Tami. Der Nati-Trainer und der Nati-Direktor waren vor dem Abflug nochmals vor die Mikrofone gestanden. Das Wichtigste verriet Yakin gleich zu Beginn: «Nach dem Test gegen Jordanien haben wir die obligatorischen Medizinchecks gemacht. Alle Spieler sind fit.»
Weiter sprachen Yakin und Tami noch über folgende Themen:
- Die Gefühle vor dem Abflug
Yakin: «Es ist immer ein spezieller Moment. Wir wissen, dass es nun richtig losgeht. Wir haben eine Woche mit vielen Marketingaktivitäten hinter uns, was dazugehört. Wir konnten die Woche mit einem erfolgreichen Testspiel abschliessen, sodass wir mit einem guten Gefühl nach Amerika reisen.»
Tami: «Ich habe sehr, sehr positive Gefühle. Ich bin sehr zufrieden mit unserer letzten Woche. Es war eine intensive Woche mit vielen Aktivitäten für unsere Sponsoren und mit den Medien. Den letzten Tag mit dem Testspiel gegen Jordanien habe ich positiv gesehen.»
- Die ersten Tage in den USA
Yakin: «Die ersten zwei, drei Tage brauchen wir wohl ein bisschen, um mit dem Jetlag, der Zeitverschiebung, klarzukommen. Das geht aber relativ schnell. Nach zwei, drei Tagen werden wir im Rhythmus sein.»
Tami: «Wir wissen, dass wir uns an den neuen Rhythmus adaptieren müssen. Es gibt einen neuen Rhythmus bei der Ernährung, beim Training. Auch das Schlafen ist sehr wichtig. Wir haben 11 Tage Zeit. Diese werden wir zur bestmöglichen Vorbereitung nutzen.»
- Das Ziel, die beste WM einer Schweizer Nati zu spielen
Yakin: «Wir haben uns weiterentwickelt – nicht nur die Spieler, auch der ganze Staff. Deshalb kann man die beste WM einer Schweizer Nati durchaus erwarten. Wir haben Chancen dazu, vor allem auch von der Art her, wie wir spielen.»
Tami: «Wir müssen selbstbewusst sein. Würden wir nicht daran glauben, dann könnten wir gleich zu Hause bleiben. Es ist richtig, dass wir solch hohe Ambitionen haben. Wir haben bei den letzten Turnieren gezeigt, dass wir nahe dran sind. Es braucht eine gute Leistung von uns. Wir brauchen auch Glück. Es wird schwierig, aber wir sind bereit.»