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Schär: «Das war dumm und naiv von uns»
Aus Sport-Clip vom 12.10.2019.
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Nach dem Dänemark-Dämpfer Die Coolness im Schweizer Lager überwiegt (noch)

Nach der Niederlage gegen Dänemark gehen die Reaktionen der Nati auseinander. Mit einem Sieg gegen Irland liegt aber noch alles drin.

Deutliche Worte fand nach der späten Niederlage gegen Dänemark nur einer. «Das ist einfach dumm, ganz ehrlich», sagte Fabian Schär. «Dumm und naiv. Das sch***** mich langsam an.»

Der Nati-Verteidiger liess seinem Frust nach dem Dämpfer in der EM-Quali freien Lauf. «Wir schaffen es einfach nicht, uns 90 Minuten zu konzentrieren», ärgerte er sich weiter. Doch Schär ärgerte sich – zumindest öffentlich – alleine.

Wir haben super verteidigt und viele Chancen rausgespielt.
Autor: Yann SommerNati-Goalie

Versöhnliche Voten

Die restlichen Nati-Spieler waren zwar enttäuscht, zeigten sich nach dem Spiel aber versöhnlich. Manuel Akanji nannte es «einen guten Match», Stephan Lichtsteiner will «nach vorne schauen» und Yann Sommer sprach von einer «super Verteidigung und vielen Chancen».

Auch Coach Vladimir Petkovic zeigte sich gefasst. «Wir hätten mehr verdient. In dieser Situation müssen wir es einfach besser machen», lautete sein nüchterner Kommentar zum Gegentor und zur Niederlage.

Frust und Gelassenheit liegen in der Nati somit nahe beieinander. Das Überraschende dabei ist: Sowohl der verärgerte Schär als auch seine ruhigen Nati-Kollegen haben allesamt Recht.

Wieso die Nati frustriert sein sollte:

  • Zum 5. Mal in den letzten 12 Monaten kassierte die Schweiz am Samstag in Kopenhagen ein folgenschweres spätes Gegentor.
  • Allein in der EM-Quali verlor die Nati aufgrund dieser mangelnden Konzentration bis Spielende bereits 5 Punkte.
  • Gleichzeitig verwertet die Nati die eigenen Chancen nicht: Das Team schoss am Samstag 13 Mal, scheiterte dabei mehrmals am mirakulösen Kasper Schmeichel und 2 Mal an der Latte.
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Schmeichel dreimal bärenstark
Aus sportlive vom 13.10.2019.
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Wieso die Nati ruhig bleiben darf:

  • Die Schweiz hat die EM-Qualifikation noch immer in den eigenen Händen.
  • Mit einem Spiel weniger und 4 Punkten Rückstand liegt das Team auf dem 3. Tabellenplatz. Fährt man am Dienstag den geforderten Sieg gegen Irland ein, steht die Schweiz vor einer guten Ausgangslage.
  • Denn: Die Nati hat mit den Gegnern Georgien und Gibraltar das einfachere Schlussprogramm. Dagegen kommt es zwischen Irland und Dänemark noch zum Direktduell.

Am Dienstag in Genf hat die Schweiz bereits Gelegenheit zu einer Reaktion. Nach dem ärgerlichen 1:1 im Hinspiel gegen Irland könnte man sich mit dem geforderten Sieg nun etwas Luft und Ruhe verschaffen. Verliert das Team hingegen, dürfte Schärs Frust auch den Rest der Nati infizieren.

Sendebezug: sportlive, SRF zwei, 12.10.19, 17:45 Uhr.

21 Kommentare

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  • Kommentar von Henri Jendly  (Henri Jendly)
    Viele (die meisten?) Kritiker in diesem Forum vergreifen sich im Ton. Erstens ist es seit Portugal vor zwei Jahren die erste Quali-Niederlage der Nati (wann hat es das schon mal gegeben???), zweitens sind die Dänen keine schlechte Mannschaft (Schmeichel, Delany, Eriksen, Kjaer), drittens hatte Kaspar Schmeichel einen sensationellen Tag erwischt. Das Gegentor hingegen war definitiv ein Konzentrationsfehler. Die Amateure hier sind definitiv arroganter als die Spieler. Mehr Bescheidenheit, bitte!
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  • Kommentar von Reto Michel  (Hopp Yb und SCB)
    Warum Lichtsteiner? Herr Petkovoic es gibt viele junge Verteidiger diese sie einsetzen könnten. Es liegt nicht alles an einem Spieler. Schade......
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  • Kommentar von markus ellenberger  (ELAL)
    Es braucht Tore und nichts anderes als Tore. Ich würde der nati vorschlage vor dem spiel nicht über das dominieren zureden sondern über das Tore schiessen
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