- Servette und der FC Zürich trennen sich in der 20. Runde der Super League mit 1:1.
- Neuzugang Marco Burch bringt die Genfer in Führung, Damienus Reverson gleicht für den FCZ noch vor der Pause aus.
- In den anderen Sonntagsspielen überzeugt der Leader Thun mit 3:1 bei GC, während sich Basel und Sion 1:1 trennen.
Nach zweieinhalb Jahren in Polen kehrte Marco Burch letzte Woche in die Schweiz zurück. Und der ehemalige Luzern-Captain schlug sogleich ein. Die Servette-Verantwortlichen hatten sich durch die Verpflichtung des Innenverteidigers wohl eher eine Stabilisierung der anfälligen Defensive erhofft. Der 25-Jährige trug sich aber schon nach 20 Minuten in «Granatrot» unter die Torschützen ein.
Bei einer Ecke von Lilian Njoh schlich er sich im Rücken der FCZ-Verteidigung frei und brachte das Heimteam mit einer Direktabnahme unter die Latte in Führung.
Mall verliert den Überblick
Die Gäste aus Zürich benötigten aber nicht lange für eine Reaktion. 8 Minuten später leitete Philippe Kény einen langen Abschlag von Yanick Brecher per Kopf weiter und schon konnte Bledian Krasniqi alleine auf Joël Mall zulaufen. Der Genfer Keeper konnte den Flachschuss des Zürchers zwar parieren, verlor jedoch im Anschluss den Ball aus den Augen und die Orientierung. Im Rücken des Torhüters köpfelte Krasniqi den Ball in die Mitte, wo Damienus Reverson die Kugel zum Ausgleich über die Linie stocherte.
In der Folge neutralisierten sich die beiden Teams über weite Strecken. Erst gegen Ende der Partie kam es nochmals zu einigen brenzligen Situationen. Eingeläutet wurde diese Phase durch einen Platzverweis gegen Lindrit Kamberi. Der Zürcher Verteidiger hielt Servette-Stürmer Florian Ayé als letzter Mann leicht zurück und wurde dafür des Feldes verwiesen.
Douline vergibt Siegtreffer
Kurz darauf konnten die Hausherren aus der numerischen Überzahl beinahe Profit schlagen. Erneut wurde es nach einem Eckball gefährlich. Miroslav Stevanovic legte per Kopf uneigennützig in die Mitte, wo David Douline 2 Meter vor dem Tor zum Abschluss kam. Livano Comenencia rettete für den geschlagenen Brecher aber auf der Linie.
Auf der anderen Seite kam in der 91. Minute das Team von Dennis Hediger aus dem Nichts zur goldenen Chance auf den Lucky Punch. Steve Rouiller schlug im Laufduell mit Umeh Emmanuel am Ball vorbei und so konnte dieser auf der rechten Strafraumseite alleine auf Mall losziehen. Diesmal konnte sich der Genfer Schlussmann aber auszeichnen.
Ein Remis, das keinem hilft
So war die Punkteteilung wenige Minuten später nach einem letzten Abschluss von Stevanovic Tatsache. Diese hilft beiden Teams nicht wirklich weiter. Servette verbleibt auf dem 10. Rang und kann sich vom Barrage-Platz nicht entscheidend distanzieren. Der FCZ verliert die Championship Group als 8. immer mehr aus den Augen.
So geht's weiter
Für beide Teams steht das nächste Spiel in einer Woche am Sonntag an. Servette gastiert in der Ostschweiz beim Tabellenzweiten aus St. Gallen. Der FCZ empfängt zeitgleich den FCB zum Klassiker im Letzigrund.