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Überzeugender Leader Thun vernascht GC und untermauert seine Titelambitionen

  • Der FC Thun untermauert seine Meisterambitionen in der Super League mit einem spielerisch beeindruckenden 3:1 bei GC.
  • Während die Berner Oberländer offensiv überzeugen können, kann GC seine defensiven Schwächen nicht kaschieren.
  • In den beiden anderen Sonntagsspielen gab es keine Sieger: Sowohl Servette und Zürich wie auch Basel und Sion trennten sich 1:1 unentschieden.

Dirk Abels dürfte jetzt noch schwindlig sein. Der GC-Captain verlor komplett die Orientierung, als er in der 69. Minute von Elmin Rastoder an der Grundlinie ausgetanzt wurde. Es war eine feine Einzelleistung des Stürmers, der nach seinem Dribbling noch das Auge für Fabio Fehr hatte, der den Thuner Sieg mit dem 3:1 eintütete.

Thun schockt GC früh

Rastoder war es auch, der den Thuner Erfolg im bitterkalten Letzigrund bereits in der 5. Minute eingeleitet hatte. Ein Abschlag von Thun-Torhüter Niklas Steffen hebelte die gesamte GC-Abwehr aus, Rastoder lupfte den Ball anschliessend gekonnt über den etwas weit aufgerückten Justin Hammel.

Auch beim 2:0 nur vier Minuten später hatte Rastoder seine Füsse im Spiel. Ein weiterer hoher Ball, bei dem die GC-Defensive keine gute Figur machte, landete beim 24-Jährigen. Dieser legte mit viel Übersicht auf Kastriot Imeri zurück, der keine Mühe bekundete, auf 2:0 zu erhöhen.

Auch in der Folge waren die Grasshoppers vom kompromisslosen Stil des Leaders bisweilen überfordert. Die Thuner kontrollierten die Partie fast nach Belieben und suchten den direkten Weg in die Offensive, sobald sich ihnen die Chance bot. Bis zu GCs erstem Abschluss dauerte es 25 Minuten: Der Schuss von Jonathan Asp Jensen zischte aber deutlich am Pfosten vorbei.

Nach der Pause schöpften die Hoppers und mit ihnen die rund 4000 Zuschauer im Stadion doch noch einmal Hoffnung: Nach einem Einwurf schirmte Emmanuel Tsimba den Ball im Strafraum gekonnt ab und legte auf Abels zurück, der via Pfosten und Rücken von Torwart Steffen den Anschlusstreffer realisierte.

VAR muss einschreiten

Es war jedoch nur ein kurzes Aufflackern des Gastgebers, Thun übernahm in der Folge relativ schnell wieder das Zepter und untermauerte mit dem äusserst sehenswerten 3:1 seine Titelambitionen. Das 4:1 kurze Zeit später – erneut durch den überragenden Rastoder – wurde vom VAR wegen Abseits aberkannt.

Es war nicht der letzte Einsatz des VAR. In der 90. Minute wurde Schiedsrichter Luca Cibelli zum Bildschirm beordert. Grund dafür war ein rüdes Einsteigen von Ismajl Beka, der seinen Gegenspieler im Laufduell mit dem Ellbogen voll im Gesicht erwischt hatte. Statt der ursprünglich gelben Karte sah der Innenverteidiger rot. Es war das unrühmliche Ende eines total verkorksten GC-Auftritts.

Thun zieht weiter davon

Thun baut mit diesem Sieg den Vorsprung auf den ersten Verfolger St. Gallen auf 6 Punkte aus. Die Ostschweizer haben jedoch noch eine Partie weniger ausgetragen, das für Samstag vorgesehene Spiel gegen Winterthur musste wegen unbespielbaren Terrains verschoben werden.

So geht es weiter

GC gastiert am kommenden Samstag bei Lausanne-Sport, Thun empfängt am Sonntag die Young Boys zum Kantonsderby.

Resultate

SRF zwei, sportlive, 17.1.2026, 20:10 Uhr ; 

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