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22. Runde Super League 6 Tore und immer wieder Lavanchy: Kein Sieger im Rhone-Derby

In dieser Saison hatte Ablie Jallow noch kaum Einsatzzeit bei Servette erhalten. Nun schien der Gambier im Rahmen der 22. Super-League-Runde im für die Genfer traditionell wichtigsten Duell zum Matchwinner zu avancieren: Der Joker stach in der 86. Minute gegen Sion. Eine Flanke von Bradley Mazikou lenkte Jallow per Direktabnahme zum 3:2 ins Kreuzeck.

Doch auch die Sittener hatten ihren Joker: Winsley Boteli. Der 10 Minuten zuvor eingewechselte 19-jährige Schweizer – in der Jugend bei Servette ausgebildet – drückte das Leder in der vierten von fünf nachzuspielenden Minuten aus kurzer Distanz über die Linie. Die Vorlage hatte Numa Lavanchy geliefert – der Aussenverteidiger war schon an den ersten beiden Sion-Toren massgeblich beteiligt gewesen. So endete ein verrücktes Rhone-Derby 3:3.

Damit fanden auch zwei Serien ihre Fortsetzung:

  • Sion hat seit dem 24. Januar 2021 oder seit 11 Direktduellen kein Rhone-Derby mehr gewonnen.
  • Servette konnte in der Liga kein Heimspiel mehr seit dem 26. Oktober 2025 für sich entscheiden.

Der omnipräsente Lavanchy hatte nach dem Seitenwechsel für den Ausgleich gesorgt: Einen kurz geklärten Ball jagte per sehenswertem Volley zum 2:2 ins Netz (58.). Das Rhone-Derby war somit neu lanciert. Und es ging weiter munter hin und her. Vor allem die Gäste kreierten nun die besseren Chancen, fanden ihren Meister aber jeweils in Joël Mall. Auch die «Grenat» blieben zunächst ohne weiteren Treffer. Das änderten schliesslich die beiden Joker Jallow und Boteli.

Walliser Tiki-Taka, Stevanovics Präzision, Guillemenots Lauf

Die Sittener waren mit der ersten serösen Aktion der Partie nach 5 Minuten in Führung gegangen: Nach einer schönen Kombination und 4 Direktzuspielen brachte Lavanchy den Ball scharf zur Mitte. Steven Rouiller fälschte unhaltbar ins eigene Tor ab. Die Genfer mussten sich kurz schütteln, ehe sie das Spieldiktat wieder an sich rissen. In der 25. Minute trugen die Bemühungen Früchte: Jérémy Guillemenot grätschte mit generösem Einsatz Donat Rrudhani den Ball ab. Lilian Njoh bewies anschliessend viel Übersicht und fand an der Strafraumgrenze Miroslav Stevanovic. Der Routinier schlenzte abgebrüht zum Ausgleich ins linke Eck, es war sein 50. Super-League-Tor.

Das Momentum war nun definitiv gekippt. Guillemenot, schon beim Sieg am Sonntag gegen St. Gallen mit zwei Toren und einem Assist Matchwinner, drehte die Partie. Ein missglückter Klärungsversuch landete beim Genfer, der aus 11 Metern zum nicht unverdienten 2:1 einnetzte (35.).

So geht's weiter

Sion ist bereits am Dienstag wieder im Cup gefordert – im Viertelfinal bei GC (ab 20:30 Uhr live bei SRF). Am Samstag reist im Ligabetrieb Luzern ins Wallis. Servette empfängt erst am Sonntag Leader Thun.

Super League

SRF zwei, «Super League – Highlights», 25.1.2026, 19:00 Uhr ; 

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