- GC und Lugano trennen sich in der 22. Runde der Super League 1:1.
- Die Tessiner vergeben im Letzigrund etliche Chancen, die «Hoppers» gleichen nach der Auswechslung von Königstransfer Michael Frey noch aus.
- Ein verrücktes Rhone-Derby endet 3:3, Winterthur feiert ein 2:1 über Lausanne.
Im Letzigrund war eine Stunde gespielt, die Partie hatte sich unterdessen zu einem Privatduell zwischen Kevin Behrens und Justin Hammel entwickelt. Doch Mal um Mal behielt der GC-Goalie die Oberhand. Und im einzigen Ausnahmefall – der Lugano-Stürmer netzte in der 49. Minute abgebrüht ein – wurde Behrens eine Abseitsstellung zum Verhängnis.
Doch Lugano hatte nun die Schlagzahl derart erhöht, dass der Führungstreffer nur noch eine Frage der Zeit sein konnte. Und tatsächlich: Ein missratener Klärungsversuch Abdoulaye Diabys wurde zur perfekten Vorlage für Renato Steffen. Dieser grätschte den Ball zum 1:0 über die Linie (62.).
GC wird häufig gefährlich – doch nie durch Frey
Die «Hoppers» kamen je länger je mehr zu Ausgleichschancen. Emmanuel Tsimba traf direkt nach dem 0:1 das Aussennetz, Tim Meyer verzog (72.). Jonathan Asp Jensen (75.) brachte erst zu wenig Kraft hinter seinen Abschluss und scheiterte per Freistoss an Amir Saipi (80.). Den folgenden Eckball köpfelte Diaby an den Pfosten. Wer die Offensive hingegen (noch) nicht wie gewünscht beleben konnte, war der Neuzugang mit der Nummer 99: Michael Frey durfte für GC von Beginn weg ran, agierte bei seiner Premiere aber trotz generösem Einsatz noch wie ein Fremdkörper.
Bezeichnenderweise schnappte er dem besser positionierten Samuel Krasniqi den Ball weg (21.). Nach 82 Minuten war der Arbeitstag des neuen Hoffnungsträgers in der Offensive beendet. Doch die Ironie des Schicksals hatte noch eine weitere Wendung bereit: Keine zwei Minuten nach Freys Feierabend glich ebenjener Krasniqi doch noch aus. Auf der rechten Seite setzte er sich stark durch und erzielte seinen 1. Super-League-Treffer.
Für Lugano kam es noch bitterer. Hadj Mahmoud bekam eine sehr strenge rote Karte gezeigt. Er war unglücklich auf Meyers Knöchel gestiegen. Am Resultat änderte das nichts mehr. Leader Thun könnte Verfolger Lugano am Sonntag mit einem Sieg über Basel bereits um 9 Punkte enteilen. GC liegt derweil weiterhin auf dem Barragerang, das Polster auf Schlusslicht Winterthur beträgt noch 6 Punkte.
Immer wieder heisst's: Hammel hält
Lugano hatte das Geschehen von Beginn weg diktiert, kam trotz einer Ballbesitz-Quote von phasenweise nahe an der 80-Prozent-Marke aber nur zu wenigen guten Chancen. Hammel lenkte erst Behrens' Abschluss an den Pfosten (7.) und war auch bei Hannes Delcroix' Kopfball danach zur Stelle. Nach einer halben Stunde parierte Hammel zudem einen Freistoss von Anto Grgic. GC seinerseits kam mit der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff zu einer guten Chance, Saipi musste gegen Asp Jensen klären. Den folgenden Eckball setzte Dirk Abels knapp übers Lugano-Tor.
So geht's weiter
Für GC steht schon am Dienstag der Cup-Viertelfinal an, Sion gastiert dann im Letzigrund. Am Samstag kommen die Zürcher zum nächsten Heimspiel, YB reist ins Letzigrund (beide Partien jeweils ab 20:30 Uhr live bei SRF). Lugano bestreitet ebenfalls am Samstag das Auswärts-Duell mit Winterthur.