- Lugano feiert in der 32. Runde der Super League einen 1:0-Heimsieg gegen Thun.
- Ausgerechnet der Ex-Thuner Daniel Dos Santos sorgt mit einem Traumtor für die zweite Niederlage des Leaders in Serie.
- Lausanne-Sport bezwingt Winterthur knapp. Ab 20:30 Uhr misst sich Basel mit YB – live auf SRF zwei.
Zum Jubeln war ihm dann doch nicht zumute, Daniel Dos Santos. Dabei hätte der Lugano-Offensivmann allen Grund dazu gehabt. Der 23-Jährige hatte die Tessiner im Heimspiel gegen Thun in der 59. Minute herrlich in Führung gebracht. Dos Santos zog von der linken Seite an der Strafraumgrenze nach innen und zirkelte das Runde mit einem äusserst gefühlvollen Schlenzer ins Eckige. Für Niklas Steffen im Thuner Gehäuse gab es nichts zu halten.
Doch zurück zum Jubel. Diesen liess Dos Santos aus Respekt gegenüber seines Ausbildungsklubs stecken. Der gebürtige Portugiese und frühere Schweizer U-Internationale durchlief bei den Berner Oberländern mehrere Nachwuchsstufen, darunter die U18 und die U21. Im Sommer 2024 erfolgte der Wechsel zu Lugano.
Munteres Auf und Ab
Der sehenswerte Treffer von Dos Santos blieb das einzige Tor in einem Spiel, das auch gut und gerne 3:1, 2:2 oder 1:2 hätte ausgehen können. Beide Mannschaften legten von Anfang an den Fokus auf den Angriff und offenbarten in der Defensive gewisse Schwächen. Dass sich die Partie nicht torreicher gestaltete, ist neben der mangenden Effizienz auch auf die beiden starken Goalies Steffen und Amir Saipi zurückzuführen.
Gerade in der ersten Halbzeit ging hüben wie drüben die Post ab. Nach nur gerade sechs Minuten traf Luganos Renato Steffen aus bester Abschlussposition nur den Pfosten. Kurz vor der Pause fand ebendieser Steffen mit einem Flachschuss in seinem Namensvetter im Thuner Tor seinen Meister. Davor war Thun dem Führungstor durch Kastriot Imeri sehr nahe gekommen. Der Filigran-Techniker der Gäste traf mit seinem Versuch aber nur den Querbalken (20.).
Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten zwar Thun, das Gegentor brachte den designierten Meister aber aus dem Tritt. Nach dem 0:1 taten sich die Berner Oberländer schwer. Erst in der Nachspielzeit wurde es aus Sicht von Lugano nochmals richtig gefährlich im eigenen Sechzehner. Doch Saipi hielt seinen Kasten auch nach einem guten Abschluss von Nils Reichmuth sauber.
Die Stimmen zum Spiel
So geht es weiter
Damit musste Thun zum zweiten Mal in Serie als Verlierer vom Feld gehen. Vor der Länderspiel-Pause waren die Berner Oberländer bereits dem FC Zürich unterlegen. Der Meistertitel dürfte indes weiter nicht gefährdet sein, dazu ist der Vorsprung von Thun auf die Konkurrenz schlicht zu gross. Sollte St. Gallen am Ostermontag gegen den FCZ siegen, hätten die Ostschweizer als erste Verfolger immer noch 12 Punkte Rückstand auf Thun – bei noch sechs ausstehenden Runden.
Am letzten Spieltag vor der Tabellenteilung empfängt Thun am kommenden Samstag den FC Basel. Lugano trifft im Letzigrund gleichentags auf den FCZ.