- Der sensationelle Meistertitel von Aufsteiger Thun ist am 35. Spieltag der Super League perfekt.
- Weil St. Gallen zuhause gegen Sion 0:3 verliert, können die Berner Oberländer nicht mehr von Platz 1 verdrängt werden.
- Für Thun ist es der erste Titel in der 128-jährigen Klubgeschichte.
Am Samstagabend verpasste es der FC Thun noch, den historischen Meistertitel klarzumachen. Keine 24 Stunden nach dem 1:3 gegen Basel dürfen die Berner Oberländer nun trotzdem jubeln. Weil der einzig verbliebene Verfolger St. Gallen am Sonntag beim 0:3 zuhause gegen Sion Punkte liegenliess, können die Thuner nicht mehr eingeholt werden. Der Vorsprung auf die Ostschweizer beträgt 3 Runden vor Schluss 11 Punkte.
Bei den Thuner Spielern auf dem Sofa – und auch den Fans beim Public Viewing in der Stockhorn-Arena – kannte der Jubel nach dem Schlusspfiff in St. Gallen keine Grenzen mehr. Für Thun ist es der erste Meistertitel der 128-jährigen Klubgeschichte. Zudem sind die Oberländer erst der zweite Aufsteiger, dem das Kunststück gelingt, in der ersten Saison nach der Promotion sogleich den Titel zu holen.
Überragende Saison
Dass das Team von Mauro Lustrinelli vorne mitspielen wird, zeichnete sich früh in dieser Saison ab. Seit dem achten Spieltag lag Thun ununterbrochen an der Tabellenspitze. Zeitweilig reihte der frischgebackene Meister zehn Siege am Stück aneinander. Erst im Schlussspurt liess Thun etwas Federn und fuhr Niederlagen gegen Lugano (2), den FCZ und den FCB ein. Wirklich in Gefahr geriet der Titel aufgrund des grossen Vorsprungs aber nicht mehr.