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Legende: Video GC-Fans provozieren Spielabbruch abspielen. Laufzeit 02:15 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 17.03.2019.
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Im Nachgang der Pyro-Affäre Bruno Berner: «Das Letzte, was GC jetzt brauchen kann»

Randalierende GC-Fans sorgten für einen Spielabbruch bei Sion - GC. Bruno Berner, SRF-Fussball-Experte, erklärt, weshalb so etwas in England undenkbar ist.

Das Gebaren aus der Fan-Kurve der Grasshoppers im Sittener Tourbillon nach Wiederanpfiff der Super-League-Partie Sion - GC ist verwerflich. Darüber sind sich am Tag nach den unrühmlichen Vorfällen mit abfackelndem Feuerwerk alle einig: die Zürcher Vereinsleitung und SRF-Fussball-Experte Bruno Berner.

«In einer solch misslichen Situation wie GC drin steckt, ist so etwas das Letzte, was du als Klub noch brauchst», weiss Berner. Ergo ist der Spielabbruch in der 55. Minute ein weiterer Tiefpunkt für das Schlusslicht. Die Liga leitete eine Untersuchung ein. Es droht eine 0:3-Forfait-Niederlage für «Blau-Weiss». Die Massnahmen können aber auch weiter reichen: bis zur Stadionsperre.

In England wird energisch durchgegriffen

Die GC-Verantwortlichen kündigten von ihrer Seite aus drastische Konsequenzen an. Laut Präsident Stephan Anliker sollen die Täter zur Rechenschaft gezogen und eine Strafanzeige geprüft werden. «Das Verhalten der Randalierer ist inakzeptabel. Wir dulden keine solchen Fans», wird Anliker in einem Communiqué zitiert.

In England wird fehlbares Verhalten sehr schnell und energisch verurteilt.
Autor: Bruno Berner

Bruno Berner hat 8 Saisons im Ausland gekickt, beim SC Freiburg und später in der Premier League. Nicht ein einziges Mal habe er solch negative Auswüchse des Fussballs erlebt. Der 41-Jährige glaubt den Grund dafür zu kennen: «In England haben sich Polizei und Politik zusammengetan. Dort wird fehlbares Verhalten sehr schnell und energisch verurteilt.»

Legende: Video Berner nach dem Spielabbruch: «Fussball rückt in den Hintergrund» abspielen. Laufzeit 03:17 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 17.03.2019.

Berner hat auch beobachtet, dass Übeltäter von den eigenen Anhängern verpfiffen wurden. Ganz generell nimmt er auf der Insel die «Stewards» (für die Sicherheit verantwortliches Personal) deutlich wachsamer wahr. Sie seien darauf geschult auf die typischen Handbewegungen zu achten, wenn von den Rängen Feuerwerkskörper auf den Rasen geworfen werden sollte.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.03.2019 15:40 Uhr

20 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Imber (Wasserfall)
    Was diese Chaoten Jedes Wochenende in u um die Stadien sowie vor, während u nach den Spielen anstellen sind kriminelle Taten, die konsequent bestraft gehören. Die Liste der Straftaten ist lang: Verstösse gegen das Vermummungsverbot, Sachbeschädigungen, Gefährdung der Gesundheit anderer, Androhung von Gewalt, vorsätzliche Körperverletzungen, Ruhestörung, Hausfriedensbruch, Störung der öffentlichen Ordnung, Angriffe auf Beamte, Zünden von Pyros, um nur einige zu nennen.
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  • Kommentar von max stadler (maxstadler)
    Für die Sicherheit ist der Platzklub verantwortlich. Ich verstehe nicht, dass solche Kaoten mit Feuerwerk ins Stadion kommen.
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  • Kommentar von Martin Gebauer (Gebi)
    Beim GC sind sie blind und taub. Dass die GC-Ultras eine solche Aktion planen, hätte dem Verein bekannt sein müssen. Anliker und Co. schiessen zwar Geld in den Verein ein, sie sind aber auch ganz alleine für den Niedergang des GC verantwortlich. Die Aktion der Ultras ist an Dummheit nicht zu überbieten. Den Frust über die grenzenlose Ignoranz von Anliker kann ich aber nachvollziehen. Nun stellt er sich noch vor die TV Kamera und redet von Konsequenzen. Scheinheiliger geht's nicht mehr.
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    1. Antwort von Ferdi Weibel (weibel)
      Bravo, Hr. Gebauer. Sie haben es auf den Punkt gebracht. Anlikers heuchlerischer und scheinheiliger Ruf nach Konsequenzen soll von seinem Versagen ablenken. Schliesslich hatte er sich geweigert, in der sportlich schwierigen Situation mit den Anhängern zu reden. Das war nun die Quittung. Nicht das ich die massive Pyroaktion richtig finde. Vielleicht hätte es ein Spruchband auch getan. Zumindest scheint der Mann nichts vom helvetischen Basisdemokratieverständnis zu halten.
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    2. Antwort von Daniel Hüppin (Daniel Hüppin)
      @Ferdi Weibel: Was sollte es denn jetzt bringen, dass die GC-Führung mit den Anhängern redet? Ich verstehe, dass man bei GC sich jetzt auf den sportlichen Abstiegskampf konzentrieren will, wo man gerade einen neuen Trainer verpflichtet hat. Das Gespräch mit den Anhängern kann man später nachholen. An der Mannschaftszusammensetzung kann ein solches Gespräch für diese Saison ohnehin nichts mehr ändern. Und die Clubführung komplett auszuwechseln, würde jetzt vollends ins Chaos führen.
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